Unterirdisches Überlaufbecken an der Rott: Die Vorbereitungsarbeiten sind nicht ohne

Bevor das Regenüberlaufbecken überhaupt gebaut werden kann, müssen sechs Absenkfilterbrunnen von circa neun Metern Tiefe und einem Durchmesser von einem Meter errichtet werden.
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Bevor das Regenüberlaufbecken überhaupt gebaut werden kann, müssen sechs Absenkfilterbrunnen von circa neun Metern Tiefe und einem Durchmesser von einem Meter errichtet werden.

Absenkung des Grundwasserspiegels ist Voraussetzung für die Baumaßnahme in Neumarkt-St. Veit, für die noch in den Sommerferien der Spatenstich erfolgen soll

Neumarkt-St. Veit – Links und rechts, beidseits der Weiherstraße sind derzeit Tiefbauarbeiten im Gange. „In der Zulaufstrecke zur Kläranlage wird ein zentrales neues unterirdisches Regenüberlaufbeckens als Ortbetonbauwerk errichtet“, erklärt dazu Natascha Engelmann vom Neumarkter Bauamt.

Volumen von 240 Kubikmetern

Von einem Volumen von 240 Kubikmetern spricht Engelmann, als Durchlaufbecken dient es der Entwässerung für die Gebiete mit Mischsystem. Immerhin 22 Meter lang, sechs Meter breit und drei Meter hoch soll das Becken werden. „In diesem Becken wird das Mischwasser bei größerem Wasseranfall zurückgehalten und gedrosselt zur Kläranlage weiter geleitet“, sagt Engelmann zur Funktion des Bauwerks.

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Bei stärkeren und länger anhaltenden Regenereignissen erfolge planmäßig die Entlastung des Kanals über entsprechende Überlaufschwellen in die Rott, ergänzt Engelmann

Auf einer Länge von ca. 60 Meter wird parallel zum Bestandskanal ein weiterer Zulaufkanal von der Größe nach DN 600 errichtet, um die Hydraulik des Bestandskanals bis zum neuen Becken zu entlasten.

Anfang Juli wurde mit den ersten vorbereitenden Arbeiten für den Bau dieses neuen und zentralen Regenüberlaufbeckens an der Weiherstraße, unmittelbar vor der Kläranlage begonnen.

Dabei wurden in den letzten Wochen zusätzlich drei Grundwassermessstellen/Beobachtungsbrunnen für die Wasserhaltung bis in eine Tiefe von sechs Metern und einem Durchmesser von 220 Millimetern errichtet. Diese sollen zur Beobachtung des Grundwasserstandes während der Bauwasserhaltung dienen.

Aktuell, so informiert das Bauamt weiter, werden sechs Absenkfilterbrunnen von circa neun Metern Tiefe und einem Durchmesser von einem Meter errichtet. Über diese außerhalb der eigentlichen Baugrube befindlichen Brunnen soll dann der Grundwasserstand in der Baugrube während der Bauzeit abgesenkt werden. „Ohne die Trockenlegung der Baugrube ist die Ausführung der Betonbauarbeiten nicht möglich“, informiert Engelmann dazu.

Das über die Absenkfilterbrunnen geförderte Grundwasser wird dann über Absetzbecken in die Rott eingeleitet.

All diese vorbereitenden Arbeiten sind Voraussetzung für die im August zur Ausführung anstehenden Erd- und Betonbauarbeiten. In der dann entstehenden Baugrube, die auf einer Länge von 26 Metern und einer Breite von zwölf Metern ausgehoben werden soll, wird dann das neue unterirdische Regenüberlaufbecken integriert.

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