KOMMENTAR

Ungewohnte Einigkeit

Reset-Taste gedrückt, alles auf null. Mit ungeahnter Einigkeit präsentierte sich der Neumarkter Stadtrat am Donnerstagabend in seiner konstituierenden Sitzung, die makellos vorbereitet war.

Keine Kampfabstimmung in der Öffentlichkeit, stattdessen stets einstimmige Entscheidungen. Aber auch ein Bürgermeister, der zu Beginn seiner vierten Amtsperiode eine deutliche Aufforderung zum guten Miteinander setzte, mehr Transparenz versprach und sämtliche Referenten darauf einschwor, die Stadt in der Öffentlichkeit zu repräsentieren. Eine neue Ära der Zusammenarbeit lässt sich alleine schon bei der Postenvergabe ablesen. Nicht nur, dass zusätzliche Referentenstellen geschaffen wurden. Nach dem Verlust der UWG-Mehrheit ist es nun die CSU, die mit sechs Referenten die Mehrzahl dieser Ehrenämter abgegriffen hat, wohingegen die UWG nur vier Aufgabenbereiche besetzt.

Das deutlichste Signal für einen Neuanfang in Harmonie ist die Tatsache, dass der Stadtrat einstimmig Egbert Windhager zum Zweiten Bürgermeister gewählt hat. Ausgerechnet den größten Kritiker am UWG-Führungsstil der vergangenen Jahre, der im Wahlkampf mit Aussagen ätzte, dass es mit der Leitung der UWG kein Miteinander gebe und es Zeit für einen Wechsel sei. Jetzt reicht man sich also die Hand, und das ist gut so!

Kommentare