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Hilfe im Krieg

Schönberg und Umgebung hilft: Spenden im Wert von 40.000 Euro für die Ukraine

Viele freiwillige fleißige Helfer nahmen Spenden aus der Bevölkerung an, sortierten und verpackten diese für den Transport. Eine Helferin, Elisabeth Steiner aus Altmühldorf (Mitte), hat zwei junge geflüchtete Frauen aus Kiew bei sich aufgenommen.
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Viele freiwillige fleißige Helfer nahmen Spenden aus der Bevölkerung an, sortierten und verpackten diese für den Transport. Eine Helferin, Elisabeth Steiner aus Altmühldorf (Mitte), hat zwei junge geflüchtete Frauen aus Kiew bei sich aufgenommen.
  • Josef Enzinger
    VonJosef Enzinger
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Bereits seit sechs Wochen dauert der Krieg in der Ukraine an. Immer mehr Menschen fliehen und sind auf Hilfe angewiesen. Und die Bereitschaft zu helfen ist groß: Auf Initiative des Geschäftsmann Dominik Lenz aus Schönberg, wurde bereits ein zweiter Hilfstransport auf die Beine gestellt werden.

Schönberg – An drei Sammelstellen in Peitzing, Gemeinde Schönberg, bei der Bäckerei Wagner in Eggkofen und in Waldkraiburg konnten Spenden abgegeben werden. Viele freiwillige Helfern haben sie angenommen, sortiert, zusammengestellt, verpackt und auf einen LKW verladen. Einen 40-Tonner. Und der wurde ziemlich voll.

Ultraschallgerät kommt nach Kiew

Mitinitiator der Hilfslieferung: „Auch kleine Spenden sind besser, als gar nichts zu tun!““, betont DominikLenz.

Der Mitorganisator, Dominik Lenz, ist jedenfalls hin und weg über die großartige Unterstützung aus der Bevölkerung. „Diese zweite Ukraine-Spendenaktion war ein Riesen-Erfolg. Ich möchte mich bei allen Spendern und fleißigen Helfern bedanken“, so Lenz, der anfangs skeptisch war, dass er den Laster seines Bruders voll kriegen würde. „Angesichts der stark gestiegenen Preise – und da reden wir ja nicht nur von Benzin und Diesel – bin ich ehrlich gesagt davon ausgegangen, dass deutlich weniger gespendet wird als bei unserer ersten Aktion.“

60 Kubikmeter Hilfsgüter

Doch die Bewohner aus Schönberg Egglkofen, Waldkraiburg und Umgebung belehrten ihn eines Besseren. In Summe wurden es fast 60 Kubikmeter Hilfsgüter im Wert von circa 40 000 Euro.

Orden Don Bosco kümmert sich um die Verteilung

Waren im Wert von 40000 Euro brachte dieser Lkw nach Polen. Von dort wurden die Sachen umverladen und in die Krisenregion gebracht.

Hilfsgüter, die schon am 27. März nach Krakau in Polen gebracht wurden, wo sie Helfer aus dem Orden Don Bosco in Empfang genommen haben. Auf kleinere Transporter umgeladen, wurden die Hilfsgüter anschließend zu verschiedenen Standorten des Ordens in der Ukraine gebracht und an die Hilfsbedürftigen weiter verteilt. „Auch dieses Mal waren absolut tolle Sachen dabei, die in der Krisenregion dringend gebraucht werden“, berichtet Lenz. Unter anderem auch zwei Notstromaggregate und sogar ein professionelles Ultraschallgerät aus einer Praxisauflösung. „Letzteres wird schon dringend in Kiew erwartet“, weiß Lenz, der davon berichtet, wie viel Freude ihm die Hilfsaktionen bereitet haben: „Es ist schön zu sehen, dass die Leute nach der Entfremdung durch Corona jetzt richtig zusammenrutschen.“

Helfen ist Ehrensache – dachten sich die vielen freiwilligen Helfer, die Dominik Lenz geholfen haben, den Lastwagen zu füllen.

Helfen, um die schrecklichen Bilder aus den Nachrichten zu vergessen

„Jede Spende hilft, Leid zu lindern“, sagt Manuela Pichlmeier, die schon bei der ersten Sammelaktion geholfen hat.

Eine, die fleißig Hand angelegt hat, ist Manuela Pichlmeier: „Ich war bereits beim ersten Hilfstransport dabei und helfe gerne wieder. Jede Hilfe ist willkommen, jede Spende kommt auch bei den Bedürftigen an und hilft, Leid zu lindern“, nennt sie ihre Motivation, weshalb sie sich ehrenamtlich einbringen möchte. Und auch die Ehefrau von Dominik, Steffi Lenz, ist am Start: „Uns geht es gut, unsere Kinder können in Frieden leben.“ Daher sollte ihrer Ansicht nach jeder nach seinen Möglichkeiten helfen. „Helfen hilft auch, die schrecklichen Bilder aus den Nachrichten besser zu ertragen“, findet sie.

Erlös vom Starkbierfest gespendet

Und beim Helfen sind die Unterstützer auch nicht knausrig. Tommy Aimer zum Beispiel, ein Spezl von Lenz, hat mit seiner Musikgruppe „InnBlech“ 1300 Euro gespendet, ein Großteil der Einnahmen aus dem Starkbierfest beim Wirt z’Irl.

Bis in die Nacht hinein wurden die Hilfsgüter verladen, darunter auch ein Ultraschallgerät aus einer Praxisauflösung.Angermeier/Lenz

Viele helfen doppelt

Als persönliches Highlight beschreibt Lenz, dass Bekannte, die zwei Damen aus der Ukraine bei sich aufgenommen haben, auch noch beim Verladen der Waren geholfen haben. Unterstützung gab es über die Landkreisgrenzen hinaus für die Hilfsaktion. Die Kartonagen wurden von der Firma Pöschl in Geisenhausen zur Verfügung gestellt und die Getränke während der Sammelaktion von Getränke Holzmichl aus Dorfen. Aber nicht nur in Schönberg wurde ehrenamtlicher Einsatz geleistet. Maria Regler hat mit den fleißigen Helfern der Realschule und Gymnasium Waldkraiburg, Lehrern und Schülern, ebenso eifrig mitgeholfen, den Lastwagen in Waldkraiburg final zu beladen.