Aus dem Gemeinderat

Trotz Einbruch bei der Gewerbesteuer: Pro-Kopf-Verschuldung in Egglkofen sinkt weiter

Die Verschuldung nimmt wieder ab. Nach einem rasanten Anstieg im Jahr 2016 hat sie 2019 ein Niveau von 673000 Euro erreicht. Pro Kopf sind das 563 Euro.Stadt Neumarkt-St. Veit
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Die Verschuldung nimmt wieder ab. Nach einem rasanten Anstieg im Jahr 2016 hat sie 2019 ein Niveau von 673000 Euro erreicht. Pro Kopf sind das 563 Euro.Stadt Neumarkt-St. Veit
  • Harald Schwarz
    vonHarald Schwarz
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Die Gemeinde Egglkofen hat gut gewirtschaftet. Kämmerer Thomas Menzel kann Rücklagen auffüllen. Das sind die Gründe für den ausgewogenen Haushalt.

Egglkofen – Die Gemeinde steht finanziell besser da, als erwartet. Das zeigten die Haushaltszahlen für das Jahr 2019, die Kämmerer Thomas Menzel dem Gemeinderat vorstellte. Dabei war erfreulich, dass er 636 000 Euro zu den allgemeinen Rücklagen dazurechnen konnte. Der Haushaltsplan hatte ursprünglich keine Zuführung vorgesehen.

Haushalt hat ein geringeres Volumen

Dabei hat der Haushalt insgesamt ein geringeres Volumen: Statt der prognostizierten rund 3,6 Millionen Euro umfasst er lediglich etwas mehr als 2,7 Millionen Euro. Das liegt in erster Linie daran, dass der Vermögenshaushalt nur knapp 563 000 Euro umfasst, obwohl Kämmerer Thomas Menzel hier mit beinahe 1,4 Millionen Euro gerechnet hatte.

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226 000 Euro Überschuss im Verwaltungshaushalt

Im Verwaltungshaushalt war eine Zuführung zum Vermögenshaushalt in Höhe von 11 750 Euro vorgesehen. Tatsächlich wurde aber ein Überschuss von mehr als 226 000 Euro erwirtschaftet werden. Die Ursache, so Kämmerer Menzel, für das verbesserte Jahresergebnis waren Minderausgaben im Bereich des sachlichen Verwaltungs- und Betriebsaufwand von rund 234 000 Euro. Die gesetzlich erforderliche Mindestzuführung in Höhe der ordentlichen Tilgung von rund 65 000 Euro ist somit auch im Jahr 2019 wieder erreicht worden.

Unterhalt der Bauhofmaschinen kostet 20 000 Euro

Für Personalausgaben fielen im Rechnungsjahr 2019 im Verwaltungshaushalt Kosten in Höhe von rund 605 000 Euro an. Der Betrag lag um etwa 33 000 Euro über dem veranschlagten Volumen und um rund 62. 000 Euro über den Personalkosten von 2018. Für den Unterhalt der Gemeindestraßen sind Personalkosten sowie Sachkosten von beinahe 63. 000 Euro angefallen.

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Für die Wartung sowie Stromkosten für den Betrieb der Straßenbeleuchtung sind Kosten von rund 15 400 Euro entstanden. Für den Betrieb des städtischen Bauhofes fielen laufende Kosten (ohne kalkulatorische Kosten) von beinahe 85 500 Euro an. Rein an Unterhaltskosten für die Maschinen und Fahrzeuge war ein Betrag von rund 20 000 Euro notwendig.

Über eine Million Euro an Einkommensteuer und Schlüsselzuweisung

Die wichtigsten Einnahmen sind der Anteil an der Einkommenssteuer sowie die Schlüsselzuweisungen, die mit beinahe 678 000 Euro und 345 000 Euro in etwa so ausfielen, wie sie von Kämmerer Thomas Menzel prognostiziert wurden.

Einen Rückgang von 35 Prozent musste die Gemeinde allerdings bei der Gewerbesteuer verkraften. Statt der geplanten 300 000 Euro flossen lediglich knapp 193 000 Euro in das Gemeindesäckel.

Gewerbesteuer schwächelt: 100 000 Euro weniger als kalkuliert

Auch bei den Ausgaben bewies Menzel ein gutes Händchen. Die Kreisumlage und die Umlage an die Verwaltungsgemeinschaft wichen gerade mal um insgesamt rund 50 Euro ab. Eine eher erfreuliche deutliche Abweichung gab es bei der Zuführung zum Vermögenshaushalt: Statt der geplanten 11 750 Euro wurde es am Ende beinahe 207 000 Euro.

Eine halbe Million Euro durch Grundstücke

Im Vermögenshaushalt schlugen Zuweisungen und Zuschüsse in Höhe von beinahe 188 500 Euro sowie Einnahmen aus dem Verkauf von Grundstücken in Höhe von etwas mehr als 540 000 Euro zu Buche. Rund 183 000 Euro wurden Baumaßnahmen ausgegeben.

Der größte Posten sind allerdings beinahe 636 000 Euro, die in die Rücklagen fließen. Diese lagen Ende 2019 bei etwas mehr als 1,4 Millionen Euro, während die Verschuldung etwa 673 000 Euro liegt, was einer Pro-Kopf-Verschuldung von 563 Euro entspricht. Diese hat sich damit um rund 70 Euro pro Einwohner reduziert.

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