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Hohe Auszeichnung für Wetterbeobachterin

Theresia Gottbrecht leistet in Schörging seit 25 Jahren Beitrag zur Klimaüberwachung

Belobigt für ein Vierteljahrhundert im Ehrenamt: (von links) Betreuer Thomas Hirchert, Wetterbeobachterin Theresia Gottbrecht, Detlef Aßmann, Leiter der Regionalen Messnetzgruppe des DWD, Bürgermeister Michael Hausperger und sein Stellvertreter Anton Weichselgartner.
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Belobigt für ein Vierteljahrhundert im Ehrenamt: (von links) Betreuer Thomas Hirchert, Wetterbeobachterin Theresia Gottbrecht, Detlef Aßmann, Leiter der Regionalen Messnetzgruppe des DWD, Bürgermeister Michael Hausperger und sein Stellvertreter Anton Weichselgartner.
  • VonFranz Maier
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Für ihre langjährige Tätigkeit und ihren ehrenamtlichen Einsatz als örtliche Wettermelderin hat Theresia Gottbrecht eine Auszeichnung erhalten.

Oberbergkirchen/Schörging – Gottbrecht erfasst seit 1997 als Wetterbeobachterin das Wetter in Schörging im Auftrag des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Noch der vormalige Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, Andreas Scheuer, verlieh ihr als Dank für ihr 25-jähriges Engagement die Wetterdienstplakette mit Urkunde.

Detlef Aßmann, Leiter der Regionalen Messnetzgruppe des DWD in München, überreichte die Auszeichnung bei einem Festakt. Er überbrachte den Dank des Präsidenten des DWD und würdigte die Zuverlässigkeit und Einsatzbereitschaft der Geehrten. Auch Bürgermeister Michael Hausperger bedankte sich bei Gottbrecht.

Von Gewitter bis Schneetreiben

Gottbrecht hat 25 Jahre lang die Station betreut und täglich den Niederschlag sowie im Winter den Schnee gemessen. Bis Ende 2011 beobachtete und notierte sie das Wetter. Das reichte vom Verlauf von Gewittern und Hagelschauern bis zum winterlichen Schneetreiben.

Seit 2012 wird noch täglich der Niederschlag gemessen und beobachtet, in welcher Form dieser fällt, sowie die Schneehöhe bestimmt. Die Wettermeldung erfolgt täglich, weltweit zur gleichen Zeit, im Winter um 6.50 Uhr und im Sommer um 7.50 Uhr.

Über 1900 Messstellen in Deutschland

In den 25 Jahren wurden die Niederschläge rund 9000 mal gemessen. Im Zuge der Automatisierung entfielen die Augen-Beobachtungen. Gottbrecht leistete einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Wettervorhersage und Klimaüberwachung.

Der Deutsche Wetterdienst betreibt in ganz Deutschland ein flächendeckendes Mess- und Beobachtungsnetz mit über 1900 Messstellen. Dazu gehören rund 180 hauptamtliche Wetterwarten und -stationen. Ehrenamtlich engagierte Bürger betreuen etwa 1750 weitere Messstellen des DWD, häufig seit Jahrzehnten.

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Im Winter melden sie die Schneeverhältnisse vor Ort nach Offenbach in die Zentrale des DWD. Der nationale Wetterdienst nutzt die gemessenen Daten und die Beobachtungen zum Beispiel für die Wettervorhersage oder für Gutachten bei Wetterschäden. Die Daten helfen auch, den Klimawandel in Deutschland zu erfassen und dessen Folgen besser einschätzen zu können.

Zu den Voraussetzungen für die Übernahme dieser Tätigkeit gehört neben der Einsatzbereitschaft und der erforderlichen Zeit auch ein geeignetes Grundstück. Es gilt dabei, die Messgeräte des DWD gemäß internationalen Vereinbarungen sowie in ausreichendem Abstand zu Gebäuden und Bewuchs aufzustellen. Kosten entstehen den Beobachtern weder durch Aufbau noch durch Stationsbetrieb.

/CLH

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