Therapieraum für den Kindergarten

Fahnenmasten für den neuen Edeka-Markt, ein Therapieraum im Städtischen Kindergarten und die Vergabe von Kanalarbeiten beschäftigten den Bau- und Umweltausschuss der Stadt Neumarkt-St. Veit.

Neumarkt-St. Veit - Der Bau- und Umweltausschuss von Neumarkt-St. Veit hat die geplanten Außenwerbeflächen am neuen Edeka-Markt an der Ampfinger Straße genehmigt. Angedacht sind mehrere beflaggte Fahnenmasten mit einer Höhe von acht Metern, beleuchtete Einfahrtsschilder sowie drei Werbebanner an der Außenwand des Marktes. Weil diese teilweise außerhalb des Bebauungsplanes liegen, war eine Befreiung vom Bebauungsplan notwendig. Die Mitglieder des Bau- und Umweltausschusses äußerten keine Bedenken und erteilten dieses Einvernehmen einstimmig.

Für längere Diskussionen sorgte dagegen der neue Therapieraum im Städtischen Kindergarten. "Therapieraum, das klingt schlimm. Das ist aber schlicht ein Raum, wo die Frühförderstelle unterkommen soll und wo nach Bedarf auch Heilpädagogik und Physiotherapie stattfinden sollen", erklärte Bürgermeister Erwin Baumgartner.

Die Angebote gibt es bereits seit langem im Kindergarten. Im Moment spiele sich das alles aber im Personalraum ab. Die Erzieher seien dadurch recht eingeschränkt. Der Vorschlag der Kindergartenleitung lautet nun, das momentan als Abstellraum genutzte Zimmer zwischen Kindergarten und dem Hortanbau umzuwidmen, so dass es als Therapieraum nutzbar wäre. "Es würde dann ein neuer Boden hinein kommen und natürlich auch ein Fenster", erklärte Bauamtsleiterin Natascha Engelmann.

Weil der Raum momentan als Lagerraum genutzt wird, meldete Reinhard Fuchs (CSU) Bedenken an: "Ist da denn überhaupt genügend Platz und wo kommen die Sachen hin, die jetzt dort gelagert werden. Der Kindergartenbetrieb darf nicht gestört werden."

Der vorgesehene Raum habe 17 Quadratmeter, erläuterte Engelmann. Und da es sich sowohl bei der Frühförderung als auch bei den anderen Einheiten nicht um große Gruppen, sondern weitgehend um Einzelbetreuung oder höchstens zwei, drei Kinder gleichzeitig handle, reiche dieser Raum vom Platz her vollkommen aus. Die Utensilien, die im Moment dort gelagert sind, sollen in einem Wandschrank und auf dem Dachboden untergebracht werden.

Michael Asbeck (UWG) dagegen sprach sich für die Lösung aus: "Ich sehe da überhaupt kein Problem. Wenn da ein neuer Boden und ein Fenster reinkommt, dann ist das sicher eine gute Sache."

Bürgermeister Baumgartner betonte, dass die vorgeschlagene Lösung "der ausdrückliche Wunsch des Kindergartens" war und "die wollen doch wirklich nur das Beste für ihre Kinder." Der Bau- und Umweltausschuss stimmte einstimmig für den neuen Therapieraum. alx

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