Tankstellen-Konsens vor dem Richter?

Beim Spatenstich im September 2012 waren alle Beteiligten - darunter auch der Hauptinvestor Alexander Ruscheinsky (Vierter von rechts) noch guten Mutes, dass die Tankstelle mit Autohof innerhalb eines Jahres fertig sein wird. Viel mehr Erdbewegungen haben sich in der Folge dann aber nicht mehr ergeben: Die Klage der Stadt Töging hatte einen Baustopp erzwungen, bis zur Entscheidung am Verwaltungsgericht stehen alle Baumaschinen still. Foto wag
+
Beim Spatenstich im September 2012 waren alle Beteiligten - darunter auch der Hauptinvestor Alexander Ruscheinsky (Vierter von rechts) noch guten Mutes, dass die Tankstelle mit Autohof innerhalb eines Jahres fertig sein wird. Viel mehr Erdbewegungen haben sich in der Folge dann aber nicht mehr ergeben: Die Klage der Stadt Töging hatte einen Baustopp erzwungen, bis zur Entscheidung am Verwaltungsgericht stehen alle Baumaschinen still. Foto wag

Auf der einen Seite die Tankstellenbetreiber von Total Deutschland, auf der anderen die Stadt Töging als Tankstellengegner: Was den Bau des Autohofes in Frixing betrifft soll jetzt am Verwaltungsgericht in München ein Konsens hergestellt werden. Am 9. April findet dort die mündliche Verhandlung statt.

Erharting - Fast auf den Tag genau sechs Monate ist es her, dass der erste Spatenstich für den Autohof in Frixing erfolgt ist. Binnen eines Jahres sollten an der Auffahrt zur A94 verschiedene Restaurants, ein großer Tankstellen- und Reiseshop sowie Pkw- und Lkw-Parkplätze entstehen. Rund um die Uhr sollte der 24-Total-Autohof nach seiner Fertigstellung geöffnet haben. Alexander Ruscheinsky, Geschäftsführer der 24-Autobahn-Raststätten GmbH, sprach damals jedenfalls noch von der geplanten Eröffnung in 2013. Es bleibt aber fraglich, ob dieses Ziel umsetzbar bleibt. Denn momentan ruhen die Bauarbeiten, darüber hinaus macht den Tankstellenbetreibern die Stadt Töging zu schaffen, die gegen die Ausnahmegenehmigung zum Betrieb einer Tankstelle in ihrem Wasserschutzgebiet Klage erhoben hatte.

Nachdem beide Parteien nun eine gewisse Zeit hatten, sich außergerichtlich zu einigen, hat Total nun aber dem Verwaltungsgericht einen Eilantrag vorgelegt, in welchem sie den sofortigen Vollzug der erteilten Ausnahmegenehmigung fordern, wie gestern Karolin Franzke von der Pressestelle des Verwaltungsgericht mitteilte. Darauf habe das Gericht einen Termin zur mündlichen Verhandlung angesetzt, im Rahmen derer sowohl die Klage der Stadt Töging gegen die Ausnahmegenehmigung als auch der Eilantrag behandelt werden. Am Dienstag, 9. April, hat das Verwaltungsgericht diese öffentliche Verhandlung angesetzt. Dann wird soll wohl endgültig klären, ob der Autohof mit Tankstelle nun kommt oder nicht. Die Investitionen aller Beteiligten liegen bei rund fünf Millionen Euro. 25 Vollzeitarbeitsplätze sollen auf dem 12200 Quadratmeter großen Areal entstehen. je

Kommentare