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Zum Tag des offenen Denkmals

Stetten – eine geschichtsträchtige Stätte

Das Sattlerhaus ist etwas versteckt im Ortsteil Stetten. Um so interessierter wurde es betrachtet.
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Das Sattlerhaus ist etwas versteckt im Ortsteil Stetten. Um so interessierter wurde es betrachtet.
  • Karlheinz Jaensch
    VonKarlheinz Jaensch
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Der Ortsteil Stetten an der Bundesstraße 299 in Niedertaufkirchen war schon im Mittelalter ein bedeutender Ort. Zum Tag des offenen Denkmals wollten sich zahlreiche Geschichtsinteressierte die Führungen durch den Ort nicht entgehen lassen. Es gab Spannendes zu entdecken.

Niedertaufkirchen – Der Ortsteil Stetten an der Bundesstraße 299 in Niedertaufkirchen war schon im Mittelalter ein bedeutender Ort. Das wissen nicht nur die Einheimischen, denn als Dr. Rita Sperl zu Führungen an geschichtsträchtige Orten in „Stätten“ einlud, da kamen viele Geschichtsbewusste auch aus den Nachbarlandkreisen angereist.

Die Geschichtsforscherin Dr. Rita Sperl (links) erklärte am Burggelände die Geschichte der Besitzer von 1250 bis in die Neuzeit.

Als Helfer hatte sich Rita Sperl sicherheitshalber Peter Huber vom Denkmalschutz Mühldorf eingeladen, und jeder der beiden führte zuerst am Vormittag zwei Gruppe Besucher und noch einmal zwei Gruppen am Nachmittag zu Sehenswürdigkeiten des Ortes.

Vom Wirtshaus „Roßkothen“ aus, das selbst schon historische Bedeutung genießt, ging es entlang am Gebäude der „Hofbauer“ zur alten Schmiede und dem denkmalgeschützten Holzgebäude des Sattlers. Hier erzählte die Führerin, wie unterhalb des Schlosses „Hohen Puchpeck“ die Häuser am Mühlbach entstanden und Handwerker wie Schmied, Sattler, Wagner, Müller, Bäcker sich im Schutz der Burg an der Salzstraße nach Norden sich ansiedelten. Das Holz des Sattlerhauses ist rund 400 Jahre alt und mit seinem langen Balkon ein Zeugnis einheimischer Zimmererkunst.

Der denkmalgeschützte Hof in Ramerding war für die Führung dankenswerterweise geöffnet.

Burg Hohenbuchbach war häufig Streitsache zwischen den Salzburgern und Landshutern

Die Burg Hohenbuchbach, die ab etwa 1250 den Bauern und Handwerkern gegen Abgaben Schutz gewährte, war häufig Streitsache zwischen den Salzburgern und Landshutern. Bis ins Jahr 1648 konnte sie sich behaupten. In diesem Jahr brandschatzten die sich zurückziehenden Schweden die Anlage derart, dass die Besitzer sie nicht mehr erbauen ließen. Das ohne jedes Mauerwerk zurückgebliebene Plateau dient heute Vereinen für Feste und Wanderern als Aussichtspunkt. Meinrad Reitmaier recherchierte mit Architekten in Archiven und ließ ein Bild der Burg in Stetten an sein Haus malen.

In der Kirche erklärte Denkmalpfleger Peter Huber die Besonderheiten, die Stilmerkmale und die Geschichte von „Heilig Geist“.

Geschichten fesselten die Besucher

Sehr gut erhalten ist die in alten Schriften erwähnte Heilig Geist Kirche. „Das ist eine der seltenen Kirchen, wo der Turm nach Nordost ausgerichtet ist“, weiß der gebürtige Stettener Georg Kottinger. Aber was der Denkmalpfleger Peter Huber über die Innenausstattung mit dem Hauptaltar und den beiden Seitenaltären, den Fresken an den Wänden und der Madonnenfigur zu sagen wusste, das fesselte die Interessierten lange in diesem Kleinod.

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Ein hochgeachtetes Denkmal ist der Bauernhof in Ramerding. Über 250 Jahre alt sind die Gebäude und geben beredte Auskunft über die damalige Zeit.

Es war ein langer Tag für Rita Sperl und Peter Huber, die im Rahmen des Tages des offenen Denkmals die Führungen organisierten. Am Abend waren sie glücklich, dass sie für fast einhundert Menschen diese geschichtlichen Bedeutsamkeiten des Ortes Stetten „wiederbeleben“ konnten.

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