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Viele Sehenswürdigkeiten aus vergangener Zeit

Viele fahren nur durch – doch dieser Ort an der B299 hat eine große geschichtliche Bedeutung

Vor der neuen Schautafel am Beginn des Rundganges: Kreisarchivpfleger Meinrad Schroll, Wolfgang, Resi und Margot Klemisch, Dr. Rita Sperl, Günter Schweitzer und Bürgermeister Sebastian Winkler (von links).
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Vor der neuen Schautafel am Beginn des Rundganges: Kreisarchivpfleger Meinrad Schroll, Wolfgang, Resi und Margot Klemisch, Dr. Rita Sperl, Günter Schweitzer und Bürgermeister Sebastian Winkler (von links).
  • Karlheinz Jaensch
    VonKarlheinz Jaensch
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Viele kennen den an der Bundesstraße 299 gelegenen Ort Stetten in der Gemeinde Niedertaufkirchen meist nur vom Durchfahren. Nur wenige wissen um die historische Bedeutung und die Sehenswürdigkeiten in dieser Siedlung.

Niedertaufkirchen – Die Häuser liegen dicht an der Straße, ein dörflicher Mittelpunkt ist nicht auszumachen, das Verkehrsaufkommen ist hoch. Für einen Spaziergang scheint Stetten auf den ersten Blick wenig attraktiv. Nur wenige wissen um die historische Bedeutung und die Sehenswürdigkeiten in dieser Siedlung.

Die Historikerin Dr. Rita Sperl hat in diesem Ort recherchiert und will ihre Erkenntnisse der Öffentlichkeit anbieten. Dazu erläutert sie: „Wer sich Zeit nimmt und in Stetten von der Bundesstraße in Richtung Osten abbiegt, taucht schnell in die Atmosphäre der historischen Siedlung ein. An der Heiligen-Geist-Kirche, einer Kirche aus dem Spätmittelalter, kann das Auto abgestellt werden.“

Kürzlich hat sie zusammen mit fleißigen Helfern gegenüber der Kirche eine Infotafel angebracht. Diese befindet sich neben einer von hohen Bäumen beschatteten Bank. In Bild und Text hat sie darin mit qualifizierter heimatkundlicher Beratung die Geschichte Stettens dargestellt.

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„An dieser Tafel startet ein ausgeschildeter Rundweg zur eigenständigen historischen Erkundung“, empfiehlt die Historikerin. Seit dem späten 13. Jahrhundert überblickte eine Burg auf dem Plateau des Stettener Schlossberges (als Hohenbuchbach bezeichnet) die Umgebung, vor allem die wichtige Handels- und Verkehrsroute, die durch Stetten führte.

Struktur der einstigen Burg- und Hofmarksiedlung ist noch erkennbar

Aus der adeligen Ritterburg entwickelte sich der Herrschaftsbezirk einer Hofmark mit der Ansiedlung von Handwerkern, Kleinbauern und Taglöhnern. Die Struktur der einstigen Burg- und Hofmarksiedlung, umgeben von bäuerlichen Einzelgehöften und Weilern, lässt sich noch heute erkennen. „Für Interessierte ist die Tafel dazu natürlich eine große Hilfe“, fügt sie hinzu.

Viele haben zusammengeholfen, um Infotafel zu verwirklichen

Die Neubürgerin Rita Sperl, die seit einigen Jahren in Niedertaufkirchen wohnt, will die Geschichte, die direkt vor der Haustüre liegt, wieder lebendig werden lassen. Mit Fördermitteln der LAG Mühldorfer Netz – Leben an Inn, Isen und Rott e.V. und der Mithilfe von Freunden konnte dieses Anliegen realisiert werden. „Dank gilt aber auch der Gemeinde Niedertaufkirchen, die eine Kostenlücke schloss, dem Kreisarchivpfleger Meinrad Schroll, der mir mit seinem fundierten Wissen bei Fragen gerne weiterhalf, der Familie Klemisch aus Stetten, die den Platz für die Infotafel zur Verfügung stellt und liebevoll pflegt, sowie zupackenden Freunden, die die Tafel aufstellten“, nennt sie gerne alle Helfer bei diesem geglückten Unternehmen.

Kostenlose Führung ist geplant

Am Montag, 3. Oktober, um 14 Uhr bietet Rita Sperl eine kostenlose Führung an; Treffpunkt ist an der neuen Infotafel. Erlebnis-Angebote zur Geschichte Stettens sind in Planung. Im Rahmen des Faches Heimatgeschichte wären auch pädagogische Kooperationen denkbar, regt sie an. Kontakt kann über die Gemeinde Niedertaufkirchen aufgenommen werden.

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