Simon Eder will keine Kampfkandidatur

Die fünf Erstplatzierten der Kandidatenliste, von links: Christian Niederschweiberer, Simon Eder, Thomas Spirkl (Grün), Anton Neuhofer und Hans Perseis. Foto edi
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Die fünf Erstplatzierten der Kandidatenliste, von links: Christian Niederschweiberer, Simon Eder, Thomas Spirkl (Grün), Anton Neuhofer und Hans Perseis. Foto edi

Die Suche nach einem Bürgermeister-Kandidaten wird spannend in Lohkirchen. Hatten die Mitglieder von der CSU-Ortsgruppe, die zusammen mit der Freien Wählergemeinschaft Lohkirchen eine gemeinsame Liste stellen werden, sicher mit einer klaren Kandidatur des CSU-Ortsvorsitzenden Simon Eder gerechnet, wurden sie bei der Nominierungsversammlung im Gasthaus Spirkl in Hinkerding eines Besseren belehrt.

Lohkirchen - "Auf keinen Fall möchte ich einen Wahlkampf gegen Konrad Sedlmeier führen", sagte Eder in der Versammlung, nachdem ihm zu Ohren gekommen sei, dass der amtierende Bürgermeister (UWG) möglicherweise noch eine Legislaturperiode anhängen würde. "Ich will keine Kampfkandidatur", nur für den Fall, dass sich aus den Reihen der UWG jedoch kein Bürgermeisterkandidat fände, wäre er bereit, sich für das Amt zur Verfügung zu stellen. Darüber solle dann aber in einer erneuten Versammlung endgültig entschieden werden.

Ein "schwieriges Wahlsystem", wie der Wahlleiter Ulrich Niederschweiberer, stellvertretender CSU-Kreisvorsitzender, das "gut durchdachte Wahlverfahren" zur Kandidatennominierung auch nannte, brachte im ersten Wahlgang und nach einer anschließenden Stichwahl Anton Neuhofer, Christian Niederschweiberer und Simon Eder als Mitglieder der CSU auf die vorderen Plätze der Kandidatenliste.

Die anschließende Wahl der FWG legte, ebenfalls nach einer Stichwahl Hans Perseis, Thomas Spirkl aus Grün und seinen Namensvetter Thomas Spirkl aus Hinkerding fest. Nach den Regeln ihrer Listengemeinschaft vergaben die beiden Parteien an die Kandidaten dann abwechselnd die ersten Listenplätze.

Ein anschließender gemeinsamer Wahlgang - mit weiterer Stichwahl - legte die restlichen Platzierungen fest, ein letzter Durchlauf die Annahme der Liste.

Anschließend ließ Eder als amtierender Gemeinderat die letzten sechs Jahre in der Gemeindepolitik Revue passieren. Er erinnerte an die Schwierigkeiten mit dem Straßenbauamt Rosenheim mit dessen Forderung nach einer Linksabbiegespur bei der Ausweisung des neuen Baugebietes, an den Bau des Gehweges durch Brodfurth und der vollständigen Trinkwasserversorgung des Gemeindegebietes, Straßensanierungen und Kanalbau, abgeschlossene Flurbereinigung und Tetrafunkmasten.

Auch Ulrich Niederschweiberer referierte aus Sicht des Kreisrates über brisante Themen wie den öffentlichen Nahverkehr, Wind- und regenerative Energien und die geplante kostenintensive Erneuerung der Berufsschule in Mühldorf und des Gymnasiums in Gars. edi

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