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VERKEHRSSICHERHEIT IM GEMEINDERAT

Sicherer Übergang in Niedertaufkirchen nur an einer Stelle möglich – doch der Gehweg fehlt

Geschwindigkeit runter in Niedertaufkirchen? Eine rechtliche Handhabe auf Tempo 30 gibt es nicht.
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Geschwindigkeit runter in Niedertaufkirchen? Eine rechtliche Handhabe auf Tempo 30 gibt es nicht.
  • Josef Enzinger
    vonJosef Enzinger
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Es bleibt verzwickt: Tempo 30 auf der Kreisstraße Mü36 nur beschränkt möglich und dann auch nur mit Schülerlotsen. Den Grünen-Gemeinderäten reicht das nicht.

Niedertaufkirchen – Ein Konzept zur Verbesserung der Verkehrssicherheit in Niedertaufkirchen – das hatten die beiden Grünen-Gemeinderäte Dr. Rita Sperl und Markus Schlagbauer schon im vergangenen Jahr gefordert. Mit Verweis auf offene Gespräche mit dem Landratsamt war die Behandlung des Grünen-Antrags im Gemeinderat damals abgelehnt worden. Jetzt war die Verkehrsthematik plötzlich doch Gegenstand der jüngsten Gemeinderatssitzung.

Es fehlt an den Grundstücken

Eigentlich sollte dieser Punkt, konkret das Ergebnis aus dem Gespräch mit den Verkehrsbehörden, Landratsamt und Polizei, im nicht öffentlichen Teil behandelt werden. Dr. Rita Sperl (Grüne) bat aber in der Sitzung darum, dass dieses Thema öffentlich diskutiert werden sollte – womit der Rat auch einverstanden war.

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Bürgermeister Sebastian Winkler (FWGN/FWGR) berichtete dann davon, dass man sich in großer Runde im Landratsamt getroffen habe, um Lösungen für Niedertaufkirchen zu erörtern. Der Fokus lag dabei laut Winkler auf die Einführung einer Tempo-30-Zone entlang der Kreisstraße Mü 36, die durch den Ort führt. „Eine solche 30er-Zone ist nur dann möglich, wenn ein Übergang geschaffen wird, der außerdem von Schülerlotsen überwacht wird. Und selbst dann gilt die Geschwindigkeitsbegrenzung nur während der Schulzeit!“, fasste Winkler zusammen.

Für einen solchen Übergang biete sich nur die Stelle in Höhe der ehemaligen Bäckerei an, gab Winkler die Einschätzung der Verkehrsbehörde wider. Das Problem: Nördlich der Kreisstraße fehlt dann aber ein Gehweg, um damit die Anbindung zum Wohngebiet in Richtung Osten herzustellen. Aktuell gibt es lediglich einen Trampelpfad hinter dem ehemaligen Connection-Haus, der an der Kreisstraße endet. Von dort bis zum möglichen Übergang wären es knapp 50 Meter, die nicht als Gehweg erschlossen sind. Der Grund und Boden dafür ist aber in Privatbesitz, der Eigentümer sei nicht dazu bereit, Grund abzutreten, informierte Winkler, der schon Kontakt mit dem Anlieger aufgenommen hatte.

Lesen Sie dazu auch: In Niedertaufkirchen Verkehr beruhigen

Johann Häglsperger (FWGN/FWGR) stellte den Aufwand in Relation, da sich die Anzahl der Kinder die einen solchen Überweg nutzen würden in Grenzen halten würden. Brigitte Sedlaczek (FWGN/FWGR) befürchtete, dass es schwierig sei, die erforderliche Zeit mit Schülerlotsen abzudecken, zumal die Schüler auch zu unterschiedlichen Zeiten Unterrichtsschluss hätten.

Übergang nur dort möglich, wo man auch kontrollieren kann

Markus Schlagbauer (Grüne) konnte nicht verstehen, warum ein Übergang nur an der vorgeschlagenen Stelle, Höhe Bäcker, möglich sei. Dazu ergänzte Bürgermeister Winkler, dass ein Übergang nur dort möglich sei, wo auch kontrolliert werden könne. „Und das geht nur beim Bäcker“,berief sich Winkler auf die Aussagen der Verkehrsexperten.

Grünen geht das Bemühen der Behörden nicht weit genug

Dr. Rita Sperl war dies zu wenig, „unser Antrag zu mehr Verkehrssicherheit war weiter gefasst!“ Dem entgegnete Winkler, dass seitens des Landratsamtes auf keine weiteren Punkte eingegangen worden sei, weil Alternativen an anderer Stelle schlichtweg nicht möglich seien. „Insbesondere weil kein Gehweg möglich ist, ist die Sache hinfällig. Laut Landratsamt gibt es keinen Plan B!“

Ortstermin scheitert an Corona-Lage

Die Grünen fragten schließlich nach einem Ortstermin, damit sich die Entscheidungsträger in der Verkehrsbehörde ein Bild über die Verkehrssituation in Niedertaufkirchen machen könnten. Doch das sei aktuell schwierig, meinte Winkler. „Solange Corona ist, lässt sich das Landratsamt auf keine Ortstermine ein!“

Man will abwarten. Die Information bedurfte keiner Abstimmung, sie diente lediglich einem Zwischenstandsbericht, wie der Geschäftsleiter der Verwaltungsgemeinschaft Rohrbach, Georg Wagenbauer, deutlich machte.

Landratsamt befasst sich intern mit der Problematik

Auf Nachfrage teilte Bürgermeister Winkler amDonnerstag mit, dass das Landratsamt in Absprache mit der Polizei die Situation im Ort in Augenschein nehmen werde, um letztlich auch rechtlich zu überprüfen, wo Alternativen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit möglich wären.

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