Selbstbewusst, mutig, offen für Neues: Hubert Bittlmayer fordert gesellschaftlichen Konsens

Selbstbewusst sein, mutig und offen für Neues – das gab der Amtschef des Bayerischen Landwirtschaftsministeriums den bauern im Gasthaus Holzkarrer mit auf dem Weg. Vier Stunden dauerte die Veranstaltung, zu der Landratskandidat Max Heimerl (rechts) und BBV-Obmann Ulrich Niederschweiberer eingeladen hatten. prvat

Amtschef des Landwirtschaftsministeriums im Gespräch mit Landwirtschaftsvertretern: Zu viel, zu schnell und oft in einer unangemessenen Tonlage seien von den Bäuerinnen und Bauern Veränderungen verlangt worden.

Neumarkt-St. Veit – Der Amtschef des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Ministerialdirektor Hubert Bittlmayer, hat im Gasthaus Holzkarrer in Neumarkt-St. Veit auf Einladung von Landratskandidat Max Heimerl mit Vertretern der landwirtschaftlichen Organisationen im Landkreis über die aktuelle Situation und mögliche Entwicklungen in der bayerischen Landwirtschaft diskutiert. Dabei zeigte Bittlmayer Verständnis für den großen Unmut, der derzeit unter vielen Bauern herrscht.

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Zu viel, zu schnell und oft in einer unangemessenen Tonlage seien von den Bäuerinnen und Bauern Veränderungen verlangt worden. Die Bevölkerung brauche wieder ein realistisches Bild von der Landwirtschaft.

Gleichzeitig wies er darauf hin, dass sich die Landwirtschaft den Anforderungen des Umwelt-, Arten- und Klimaschutzes stelle und auch Anpassungen in der Produktion vornehme. Die Bauern könnten selbstbewusst, mutig und offen für Neues in die Zukunft blicken, so Bittlmayer.

Max Heimerl: Bauern die nötige Zeit geben, um sich auf die verschärften Anforderungen einstellen zu können

Landratskandidat Max Heimerl betonte, dass bio- und konventionelle Landwirte im Landkreis Nahrungsmittel von höchster Qualität herstellen und auch wesentlich zum Erhalt der Kulturlandschaft beitragen würden. „Wir müssen ehrgeizig sein beim Umwelt- und Klimaschutz, gleichzeitig aber unseren Bauern die nötige Zeit geben, um sich auf die verschärften Anforderungen einstellen zu können. Überzogene Forderungen oder Vorgaben führen nur zu Produktionsverlagerungen ins Ausland und damit zu weniger Umwelt-, Arten- und Klimaschutz.“, sagte Heimerl.

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Amtschef Bittlmayer kündigte an, dass sich das Landwirtschaftsministerium für eine Ackerbau- und Nutztierstrategie der Zukunft einsetzen werde, die mit der gesamten Gesellschaft diskutiert und festgelegt werden müsse. Es sei ein gesellschaftlicher Konsens nötig, wie moderne Landwirtschaft in Zeiten des Klimawandels genau aussehe und welchen Preis der Verbraucher für die unter veränderten Rahmenbedingungen hergestellten Produkte zu zahlen bereit sei, resümierte der Amtschef.

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