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SIE HABEN DIE HAARE SCHÖN

Selber färben und schneiden: Die Not hat die Mühldorfer erfinderisch gemacht

Das wochenlange Warten hat ein Ende: Am Montag öffnen wieder die Friseure. Selbstversuche mit Haartönung und Rasierer gehören damit der Vergangenheit an – hoffentlich.
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Das wochenlange Warten hat ein Ende: Am Montag öffnen wieder die Friseure. Selbstversuche mit Haartönung und Rasierer gehören damit der Vergangenheit an – hoffentlich.
  • Josef Enzinger
    VonJosef Enzinger
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Ab dem 1. März hat der Friseur wieder offen. Endlich. So haben Mühldorfer Landkreisbürger die lange Durststrecke überbrückt.

Neumarkt-St. Veit/Oberbergkirchen – Die Herren der Schöpfung haben die monatelange Schließung der Figaros relativ gelassen hingenommen. Wallendes Haar anno 1968 oder Radikalschnitt waren die Optionen. Spliss, rausgewachsener Ansatz und ein Kurzhaarschnitt, der mittlerweile schulterlang geworden ist – die Frauen hatten es in den vergangenen Wochen schon schwerer, Frisuren-technisch zu improvisieren. Einfallsreichtum war gefragt.

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Selbst ist der Mann: Den Rasierer auf 12 Millimeter eingestellt – und schon hatte Markus Mayer eine neue Frisur.

Markus Mayer, Verwaltungsangestellter aus Oberbergkirchen, hat kurzen Prozess gemacht: „Ich wollte nicht bis zur Öffnung der Friseurgeschäfte warten, hab mir einen Haarschneider gekauft und meine Frau ist dann einmal mit 12 Millimeter über den Kopf gerumpelt. Fertig!“, lacht der 36-jährige Musiker, den man als Tubist von den „Musikatzen kennt“. Was soll auch schon schief gehen, fragt der Oberbergkirchener. „Im Zweifelsfall sind sie in wenigen Wochen ja wieder nachgewachsen!“

Öfter Pferdeschwanz als Lösung

Man trägt öfter Pferdeschwanz und färbt einfach selbst: Sabine Salzberger hat im Friseur-Lockdown improvisiert.

„Drei bis vier Zentimeter dürften es mittlerweile schon sein, was die Haare länger geworden sind“, schätzt Sabine Salzberger aus Mühldorf, die in der Verwaltung in Oberbergkirchen beschäftigt ist. Frisurentechnisch hat sie noch alles im Griff: „Man bindet die Haare halt öfter einen Pferdeschwanz zusammen“, sagt sie. Und am Ansatz färbt man kurzerhand selbst nach, meint die Mutter von drei Jungs. Und wie halten es ihre Sprösslinge? „Die rasieren sich gegenseitig die Haare und stylen sich richtig gut. Da ist ab sechs Millimeter alles drin!“

Öffnung der Friseure ab 1. März:

Riesiger Kundenansturm: Bekomme ich jetzt noch einen Termin im März?

„Ich war kurz, bevor der Lockdown kam, noch beim Friseur mit der Bitte um einen extremen Kurzhaarschnitt. Ich wusste ja nicht, wie lange der Lockdown geht“, verrät Schönbergs Bürgermeister Alfred Lantenhammer. Und er fügt schmunzelnd hinzu: „Wenn man oben nicht mehr ganz so viele Haare hat, fällt es nicht gleich auf, wenn man nicht beim Friseur war.“ Den Winter habe er ganz gut überbrückt, da habe er immer eine Kopfbedeckung getragen – entweder einen Hut oder eine Sicherheitskappe in der Arbeit.

Oder ganz einfach: Die Haare fallen von selbst aus

Pragmatisch sah es in den vergangenen Wochen Musemoaster Sepp Eibelsgruber aus Neumarkt-St. Veit. Der 52-Jährige nahm die Figaro-lose Zeit gelassen hin. „Ich bin mittlerweile in einem Alter, in dem die Haare von selbst ausfallen!“

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