Abstandregeln auch beim Bauen

Schönberg: Freie Sicht auf die mittelalterliche Kirche bleibt bestehen

Abstand halten: Damit die Sicht auf die mittelalterliche Kirche St. Stephanus nicht getrübt ist, muss bei einer Bebauung ein Abstand von mindestens 18 Meter eingehalten werden
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Abstand halten: Damit die Sicht auf die mittelalterliche Kirche St. Stephanus nicht getrübt ist, muss bei einer Bebauung ein Abstand von mindestens 18 Meter eingehalten werden

Gemeinde Schönberg erlässt Abstandsregeln, bringt aber die Außenbereichssatzung für den Weiler Unterweinbach auf den Weg

Von Anneliese Angermaier

Schönberg – Um Baurecht in Unterweinbach schaffen zu können, ist eine Außenbereichssatzung nötig. Der Weiler in der Gemeinde Schönberg weist mit seiner mittelalterlichen Fillialkirche St. Stephanus eine Besonderheit auf. Überhaupt ist Unterweinbach in seiner historischen Struktur gut erhalten. Seit der Aufnahme des Urkatasterplanes im frühen 19. Jahrhundert hat sich die dörfliche Anlage mit der Kirche und den großen Bauerhöfen, die sich locker um die Kirche gruppieren erhalten.

Grünflächen sind Bestandteil

Einen wesentlichen Bestandteil der historischen Dorfstruktur stellen die innerörtlichen Grünflächen dar, wie der Kreisheimatpfleger Peter Huber in seiner Stellungnahme zur geplanten Außenbereichssatzung betonte. Er fand, dass durch eine Bebauung der Freifläche im Westen die ortsbildprägende Ansicht der nach Westen und Süden freistehenden Kirche gestört werde.

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Gemeinde strebt keine vollständige Freihaltung an

Die Gemeinde erwiderte dazu in der Sitzung, das bereits in der bestehenden Planung die Fläche südlich der Kirche Unterweinbach von Bebauung und Bepflanzung im westlichen Anschluss ein Abstand von 15 Metern für Neubebauung berücksichtigt sei. Eine vollständige Freihaltung der Flurnummer 970 von jeglicher Bebauung werde seitens der Gemeinde nicht angestrebt. Die Fläche ist nicht als Bodendenkmal ausgewiesen. Westlich der Flurnummer 970 auf der Flurnummer 962 schließt sich eine weitere Bebauung an, wodurch schon jetzt von Westen betrachtet eine freie Sicht auf die Kirche nicht gegeben sei, hieß es dazu in der jüngsten Gemeinderatssitzung.

Fehlende 20-KV-Leitung muss och dargestellt werden

Im Beschluss des Gemeinderates wurde schließlich festgehalten, dass für bauliche Anlagen auf der Flurnummer 970 in der Gemarkung Schönberg ein Abstand von 18 Metern zur Kirche einzuhalten sei. Der bebaubare Bereich verläuft 18 Meter westlich der Kirche und 19 Meter südlich der Gemeindeverbindungsstraße 62. Eine fehlende 20 KV-Leitung mit den zugehörigen Schutzbereichen sei im Plan darzustellen.

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So sieht das Gebiet aus, das unter die Außenbereichssatzung fällt.

Satzung beschlossen, jetzt folgt die öffentliche Auslegung

Einstimmig beschloss der Gemeinderat die „Außenbereichssatzung Unterweinbach“ einschließlich der Begründungen, auch mit den beschlossenen Änderungen zum Zwecke der erneuten öffentlichen Auslegung zu billigen. Gleichzeitig mit der öffentlichen Auslegung wird die Behördenbeteiligung durchgeführt.

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