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INTERNET

Schnelles Internet im letzten Weiler, aber Kupfer im Ortskern von Oberbergkirchen

Glasfaser bis zum kleinsten Weiler – ein besonderes Förderprogramm hat das in Oberbergkirchen möglich gemacht. Im Ortskern, wo schon eine gewisse Bandbreite vorhanden war, musste darauf verzichtet werden, weil es dafür keinen Zuschuss gab.
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Glasfaser bis zum kleinsten Weiler – ein besonderes Förderprogramm hat das in Oberbergkirchen möglich gemacht. Im Ortskern, wo schon eine gewisse Bandbreite vorhanden war, musste darauf verzichtet werden, weil es dafür keinen Zuschuss gab.
  • Josef Enzinger
    VonJosef Enzinger
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In Oberbergkirchen haben fast alle einen Glasfaseranschluss. Fast. Denn ausgerechnet im Ortskern liegen Kupferleitungen. Das sind die Gründe, warum sich das wohl nicht ändert

Oberbergkirchen – Nur noch Glasfaser: Die Gemeinde Oberbergkirchen setzt bei der zukünftigen Breitbandversorgung ausschließlich auf diese Technologie. Erst vor Kurzem war der Ausbau von Leitungen für schnelles Internet abgeschlossen worden, nur noch der Weiler Rott fehlte, der in den Genuss einer Glasfaserverbindung kommt.

Draußen ja, drinnen nein

Während sich Außenbereiche nun überschnelles Internet freuen dürfen, hakt es in der Ortsmitte. Manfred Pethofer, der in der Johann-Fischer-Straße wohnt, klagt über Anschlussprobleme. Maximal 30 Megabit pro Sekunde wären beim Download drin.

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Es gebe aber auch Zeiten, in der sich die Internetverbindung nur langsam aufbaue, sagt Pethofer. Für ihn stellt sich die Frage, warum der Ortskern nicht entsprechend nachgerüstet wurde.

Sabine Salzberger, die in der Verwaltungsgemeinschaft Oberbergkirchen Expertin in Sachen Breitband ist, begründet den Ausbauverzicht mit den Förderrichtlinien. Die Versorgung mit schneller Glasfaser sei mit enormen Kosten verbunden, sagt sie.

Ausbau nur mit Förderung möglich

Die könne eine Gemeinde nie ohne Förderung stemmen. Wenn ein Bereich im Ort ausreichend gut versorgt sei, gibgebe es aber kein Geld. Und das sei offenbar bei Manfred Pethofer der Fall gewesen. „Sonst wäre dieser Bereich nicht aus der Förderung geflogen, sagt Gemeindemitarbeiterin Salzberger.

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Eine mögliche Erklärung für schwankende Verbidungsgeschwindigkeiten könne die Entfernung zum Kabelverzweiger sein, mutmaßt Salzberger. „Mit zunehmender Entfernung zum Verzweiger nimmt der Leistungsabfall zu.“

Infos von der Gemeinde

Salzberger verweist darauf, dass sich Bürger bei Breitband-Fragen jederzeit an die Gemeinde wenden könnten. „Wir sind dankbar für jede Rückmeldung, weil es auch uns hilft, den Ist-Zustand zu erfassen und gut zu dokumentieren. Auf Grundlage fundierter Daten ließen sich weitere Ausbaumaßnahmen besser planen.

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Wobei sie keine Hoffnung hat, dass dies im Ortskern in naher Zukunft der Fall sein werde, eben weil ein gewisses Maß an Bandbreite vorhanden sei. Dass es beim Glasfaserausbau dennoch mit dem Weiler Rott, „dem obersten Zipfel des Gemeindegebietes“, einen Nachrücker gegeben habe, begründet Salzberger damit, dass die ursprüngliche Leistung im Breitbandatlas falsch dargestellt worden sei. „Erst ist der Weiler rausgeflogen, dann aber als weiteres Ausbaugebiet noch ergänzt worden.“

Selbstmachen kostet 20 000 Euro

Sie betont: „Alles, was wir unter den genannten Bedingungen erschließen konnten, haben wir gemacht!“ Man müsse aber bedenken, dass auf unversiegelten Flächen Glasfaserleitungen problemloser zu verlegen seien als mitten im Dorf, das schlage sich auch bei der Preisgestaltung für den Breitbandausbau nieder.

18 000 bis 20 000 Euro – dieser Betrag sei Pethofer genant worden, wenn er den Ausbau privat finanzieren wollte. Für ihn zuviel Geld, zumal er nicht mehr berufstätig ist und damit auch nicht mehr zwingend auf ultraschnelle Bandbreiten angewiesen ist. „Für einen Rentner sind die Abstriche nicht tragisch. Ich habe Geduld und Zeit!“

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