Schneidige Blasmusik, nettes Derblecken

Am hellen Blech brillierte Geistlicher Beistand in der Stadtkapelle: An der Trompete brillierte Kaplan Bernhard Häglsperger (links).
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Am hellen Blech brillierte Geistlicher Beistand in der Stadtkapelle: An der Trompete brillierte Kaplan Bernhard Häglsperger (links).

Die Stadtkapelle Neumarkt-St. Veit hat eine treue Fangemeinde. Und so war auch dieses Jahr der Saal im Landgasthof Zens in Hofthambach gut gefüllt, als die Musikanten zu ihrem Starkbierfest luden – und beim Derblecken kein Blatt vor den Mund nahmen.

Neumarkt-St. Veit– Der gute Besuch lag natürlich auch an dem süffigen Bock, den der Wirt ausschenkte; aber in erster Linie lockte die stimmungsvolle Musik, die auch dieses Jahr die knapp 20 Bläser ihrem Publikum boten. Das waren die böhmisch-bairischen Polkas und Walzer, die österreichischen Lieder und die Schlagermelodien, die seit Jahrzehnten als Ohrwürmer einfach gefallen. Auch Glenn Millers Sound war in vielen Stücken zu hören, Medleys und Filmmelodien, durchaus jazzig oder gefühlvoll erklangen im Saal. Die „Goldenen Zwanziger“ erklingen ebenfalls oft bei diesen Gelegenheiten.

Die Fangemeinde wartete natürlich auch auf das angekündigte Derblecken, das „Die Vier“ jedes Jahr so gelungen vortragen. Dieses Jahr waren es nach Angabe des Vorstands Alfons Weigand aber nur „Dreiviertel Vier“, weil die Texterin Gerda Weigand schwer grippeerkrankt das Bett hüten musste. Dirigent Stefan Weindl, Alfons Weigand und Georg Maier brachten Gerdas Lieder gekonnt und ausdrucksstark zu Gehör. Promis und Musiker wurden aufs Korn genommen. Sie sangen von Veganern und Jägern, von reisenden Tannen und vom Buchsbaumzünsler, beleuchteten das Bienenvolksbegehren und brachten Gstanzl. Michael Leitl und Tommi Aimer nahmen den Dirigenten in einem selbst geschriebenen Lied aufs Korn. Alles trug zu einer begeisterten Stimmung bei, die weit über vier Stunden anhielt, ehe der Shuttle-Busfahrer zur Heimfahrt drängte.

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