Rottalia Neumarkt-St. Veit verteidigt sich: „Die meisten feierten friedlich!“

Eine Besonderheit im Fasching des Landkreises Mühldorf:der Nachtfaschingszug in Neumarkt-St. Veit. Durch die Meldungen über alkoholbedingte Eskarpaden sieht Rottalia-Präsident Hanjo Hellfeuer seinen Verein in ein schlechtes Licht gerückt. Schwarz
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Eine Besonderheit im Fasching des Landkreises Mühldorf:der Nachtfaschingszug in Neumarkt-St. Veit. Durch die Meldungen über alkoholbedingte Eskarpaden sieht Rottalia-Präsident Hanjo Hellfeuer seinen Verein in ein schlechtes Licht gerückt. Schwarz
  • Josef Enzinger
    vonJosef Enzinger
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Polizeieinsätze, Alkohol und Falschgeld in Neumarkt-St. Veit: Präsident Hanjo Hellfeuer sieht seinen Faschingsverein in schlechtes Licht gerückt.

Neumarkt-St. Veit – „Die meisten Besucher feierten ausgelassen und friedlich. Wir haben am Rosenmontag einen anderen Faschingszug erlebt, als den Umzug, der im Nachgang beschrieben wurde“, regt sich Rottalia-Präsident Hanjo Hellfeuer eine Woche nach dem traditionellen Rosenmontagszug in Neumarkt-St. Veit auf. Der Faschingszug sei weit mehr gewesen als ein Fest, an welchem „der Alkohol in Strömen geflossen“ sei.

Auch viele lachende Kinder mit dabei

Zuschauer und Faschingswägen seien von weit über die Landkreisgrenzen hinaus nach Neumarkt-St. Veit gekommen. Aus den Kreisen Altötting, Mühldorf, Landshut Passau, sogar aus den Landkreisen Traunstein und Berchtesgaden ins Rottal gekommen, um den Nachtfaschingszug der Rottalia mitzuerleben. „Außerdem freuten wir uns über viele lachende Kinderaugen, die nach dem Umzug mit gefüllten Taschen voller Guttis und Popcorn nach Hause gingen.

Auch aus der Bevölkerung bekamen wir am Tag nach dem Umzug nur positive Stimmen und Lob!“, verteidigt Hellfeuer die Mühe, die sich eine doch überschaubare Anzahl von Rottalia-Mitgliedern auf sich genommen hätten, um nach dem sturmbedingten Ausfall im Vorjahr ein Fest für jede Altersgruppe zu organisieren. „Sowohl der Nachtfaschingszug, als auch die anschließende Party im Bahnhof verliefen friedlich. Dort feierten Gäste verschiedener Altersgruppen zusammen Fasching“, betont Hellfeuer. Im Bahnhof oder auf dem Vorplatz hätten der Spaß und die Feierlaune im Vordergrund gestanden. „Dass bei so einer großen Menschen Menge nicht immer alle einer Meinung sind, ist natürlich, trotzdem hat es keine größeren Ausschreitungen gegeben!“

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Dass bereits um 21 Uhr die ersten nicht mehr ganz nüchternen Besucher aufgefallen seien, liege an dem Brauch, dass vor einer Veranstaltung vorgeglüht werde. Es sei laut Hellfeuer auch kein Geheimnis, dass es auf den Wägen Getränke gebe. „Wir, die Rottalia, machen uns diesbezüglich keine Vorwürfe und werden auch keine zulassen. Seitens unseres Vereins wurden erst nach dem Zug am Bahnhof die Bars eröffnet“, verdeutlicht Hellfeuer. Dass sich ein Pärchen einige Stunden vor dem Zug uneinig gewesen sei und sich deshalb verprügelt habe, habe nicht im Aufgabenbereich der Rottalia gelegen. „Auch, dass eine 61 Jährige unverantwortlicherweise alkoholisiert durch die Stadt fährt, hätten wir wahrscheinlich nicht verhindern können.“

Rottalia stoppt Falschgeldausgabe

Das Falschgeld, das Faschingsgäste in Umlauf bringen wollten, sei frühzeitig identifiziert worden, sodass dem Verein und der Bevölkerung kein größerer Schaden entstanden sei. „Dass hier so schnell und erfolgreich gehandelt wurde, liegt an der vorbildlichen Arbeitsweise unseres Personals und nicht zuletzt an der hervorragenden Zusammenarbeit mit Polizei und Sicherheitsdienst.“ Größerer Schaden – in der Folge auch für die Geschäftswelt – sei dadurch vermieden worden.

Hellfeuer sieht die Arbeit der Rottalia durch die seiner Ansicht nach überwiegend auf die Polizeieinsätze fokussierte Berichterstattung ins falsche Licht gerückt. Hellfeuer beruft sich auf BRK, Polizei, Security und Feuerwehr, dass sich die wenigen unerfreulichen Vorfälle im Rahmen einer Veranstaltung dieser Größe bewegt hätten. „Es gab keine Vorfälle, die das Handeln oder die Organisation des Veranstalters in Frage gestellt hätten!“ Er jedenfalls bliebe motiviert und freue sich „auf einen genau so unfallfreien, erfolgreichen und schönen Zug 2021!“.

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