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Feuerwehr-Jubiläum

Roter Teppich für die Festdamen: Im dritten Anlauf durfte die Wiesbacher Wehr endlich feiern

Festlicher Umzug: Der Patenverein der Feuerwehr Thambach mit ihrer Patenbraut Marion Eckl.
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Festlicher Umzug: Der Patenverein der Feuerwehr Thambach mit ihrer Patenbraut Marion Eckl.

Aller guten Dinge sind drei: So viele Anläufe benötigte nämlich die Freiwillige Feuerwehr Wiesbach, um endlich ihr 125-jähriges Bestehen feiern zu können. Corona-bedingt war die Festlichkeit immer wieder verschoben worden.

Von Siegfried Huber

Neumarkt-St.Veit/Wiesbach – Am Wochenende nun durften die Wiesbacher endlich ihre Feuerwehr hochleben lassen. Entsprechend groß war die Freude bei den Verantwortlichen und Mitgliedern der Feuerwehren des Jubiläumsvereins Wiesbach und des Patenvereins Thambach. Bei sehr guter Witterung konnten sie das Gründungsfest am vergangenen Sonntag durchzuführen, nachdem an den ursprünglichen Terminen im Mai 2020 und im 2021 die Abwicklung des Gründungsfestes wegen der Pandemie nicht möglich war.

Corona hatte die Feier zweimal verhindert

Die beiden Feuerwehren aus Wiesbach und Thambach haben dann umdisponiert und ihr Jubiläum entsprechend verkleinert, lediglich mit der Bevölkerung der beiden Ortsteile in Wiesbach veranstaltet. Hatten die Verantwortlichen nun alles Erdenkliche erbracht, um sämtliche Hygienemaßnahmen zu erfüllen, stellte am Ende noch ein banger Blick auf die Wetterkarte bis zum Vortag die Abwicklung des Festes infrage. Der Festausschuss der kleinen Wehr Wiesbach ließ sich davon aber nicht entmutigen und traf die erforderlichen Vorbereitungen. Doch siehe da: Das Wetter war der Feuerwehr wohlgesonnen!

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Regen blieb diesmal aus: Fest kann wie geplant stattfinden

Um 10 Uhr fand also dann der Gottesdienst im Freien vor dem Pfarrheim in Wiesbach statt. Eindrucksvoll war an der St. Michaels-Kirche bereits die Ankunft der Festdamen und Festmädchen, als von ihrem Kombi ausstiegen und auf einem roten Teppich zu ihren Plätzen schreiteten.

Auch die historische Standarte gab es zu bestaunen

Neben den Fahnenabordnungen der Wehren aus Wiesbach und Thambach, die mit der historischen Standarte und Vereinsfahnen 1962 und 1995 gekommen waren, wohnten etwa 100 Teilnehmer der Veranstaltung bei, als Ehrengäste von der Kreisbrandinspektion Mühldorf war Kreisbrandmeister Christian Biberger erschienen. Ortspfarrer Markus Hochheimer zelebrierte den Festgottesdienst, den die Wiesbacher Chorgemeinschaft unter der Leitung von Tanja Stadler und mit dem Organisten Andreas Hilz musikalisch gestalteten.

In Reih und Glied: Zum 125-jährigen Jubiläum wurden auch die wertvollen Vereinsfahnen der Feuerwehren aus Wiesbach und Thambach präsentiert. Nach einem bangen Blick in die Wetterkarte, riss der Himmel am Sonntag auf, so dass die Feier des Gründungsjubiläums im dritten Anlauf unter Corona-Auflagen endlich gefeiert werden konnte.

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Feuerwehren leben ihren Leitsatz – Zweigespräch beim Gottesdienst

„Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr“ – unter diesem Leitsatz der Feuerwehr stand der Gottesdienst, dem Martina Kirschner und Reinhard Fuchs ein besonderes Gepräge gaben, als sie in einem Zwiegespräch die Bedeutung von Kameradschaft, Ehrenamt und Hilfsbereitschaft in der örtlichen Feuerwehr in den Fokus rückten.

Auch die Liebe Gottes nicht vergessen

Pfarrer Hochheimer betonte, wie wichtig das gute Zusammenspiel innerhalb der Feuerwehr sei. Die Liebe Gottes, den Teamgeist, die Kameradschaft, die verantwortungsvolle Beherrschung der anvertrauten Gerätschaften sowie die Einhaltung des Leitspruchs – das alles sehe er in der Ortsfeuerwehr vereint.

Pfarrer Markus Hochheimer übernahm am Festtag ie Segnung des neuen Feuerwehrfahrzeuges.

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Segen für Fahnenbänder und für das neue Einsatzfahrzeug

Nach der Segnung der Fahnenbänder weihte der Geistliche auch das neue Einsatzfahrzeug, ein Tragkraftspritzenfahrzeug Mercedes Sprinter, und bat um allseits unfallfreie Einsätze und Fahrten.

Im kleinen Festzug durch den Ort

Nach den Prologen von Fahnenmutter Christine Hagenberger, der Patenbraut des Festvereins Marion Eckl und der Patenbraut des Patenvereins aus Thambach, Claudia Haslbeck-Hosp, erfolgte die Anbringung des Erinnerungsbandes an die jeweiligen Fahnen.

Wiesbachs Patenbraut Claudia Haslbeck-Hosp beim Anbringen ihres Erinnerungsbandes. Dahinter Pfarrer Hochwimmer.

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Baumgartner bezeichnet Feuerwehr als „wichtigen kulturellen Bestandteil der Dorfgemeinschaft“

Schirmherr und Neumarkts Bürgermeister Erwin Baumgartner gratulierte dem Festverein zum Jubiläum. Der Verein sei am 13. Oktober 1895 gegründet worden, seit 1974 gebe es im Ort eine aktive Jugendfeuerwehr. „Die Feuerwehr bildet einen wichtigen kulturellen Bestandteil der Dorfgemeinschaft“, stellte das Stadtoberhaupt heraus.

Bürgermeister Baumgartner bezeichnete die Feuerwehr als „wichtigen kulturellen Bestandteil der Dorfgemeinschaft!“.

Nach der Bayernhymne noch ein Umzug durch den Ort

Nach den Liedern „Großer Gott wir loben Dich“ und der Bayernhymne erfolgte ein Kirchenzug, angeführt von acht Musikern der Hofmark-Musikanten Egglkofen, bis zum Ortsmittelpunkt und zurück zum Pfarrheim, wo die Feierlichkeiten zunächst mit einem Mittagessen fortgesetzt wurden und später mit Kaffee und Kuchen ausklangen.

Die Wiesbacher Fahnenmutter Christine Hagenberger mit ihren Begleitkindern.Huber

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