Rekordhaushalt für Oberbergkirchen: Erstmals die 10-Millionen-Marke erreicht

Kinderhaus Dez 19: Mit Ausgaben von 2,7 Mio Euro bildet das neue Kinderhaus den größten Posten des Rekord-Haushalts in Oberbergkirchen.

Großprojekte Kinderhaus und Breitbandausbau – Gemeinde will weiterhin Baugrund ausweisen

Oberbergkirchen – Rekordzahlen präsentierten Oberbergkirchens Bürgermeister Michael Hausperger und Kämmerer Georg Obermaier bei der Vorstellung des Haushalt- und Finanzplans. Erstmals überschreitet er die Marke von zehn Millionen. Euro. Dazu tragen die aktuellen Großprojekte wie das Kinderhaus und der Breitbandausbau einen wesentlichen Teil bei.

Im Verwaltungshaushalt ist Budget für Fensterreparaturen, Malerarbeiten sowie die Erneuerung der Vordachkonstruktion der Turnhalle eingeplant. Auch gestiegene Personalkosten insbesondere beim Kindergarten schlagen zu Buche. Dem gegenüber stehen jedoch auch sehr hohe Einnahmen durch die starke Auslastung. Bevor das neue Kinderhaus bezogen werden kann, ist eine Kindergartengruppe noch im Raummodul untergebracht, für das noch ganzjährig die Miete sowie die Kosten der Demontage einkalkuliert sind.

Da das Baugebiet „Am Hang“ bereits voll belegt ist, sind für ein mögliches neues Baugebiet Planungskosten angesetzt. Straßen, Gewässer und Abwasserkanäle wollen in Schuss gehalten werden – auch dafür ist Geld eingeplant, zumal durch die aktuell wieder bessere Besetzung des Bauhofs nun viele dieser Maßnahmen angegangen werden können. Auch das bereits länger geplante Lager für Verbrauchsmaterial soll nun eingerichtet werden.

Qualifikation hilft Kosten sparen

Durch die passende Qualifikation eines Bauhof-Mitarbeiters könnten in Zukunft außerdem viele Fahrzeugreparaturen selbstständig und damit kostengünstiger durchgeführt werden. Allerdings ist dafür eine gewisse Ausstattung an Werkzeug und Material nötig.

Für das Projekt „E-Car-Sharing“ fällt bereits der Mitgliedsbeitrag für den Verein „landmobile“ an, Einnahmen in geringer Höhe könnten hier möglicherweise schon dieses Jahr entstehen.

Beim Breitbandausbau sind in 2020 bereits Einnahmen durch die Vermietung der Leerrohre zu erwarten.

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Die größten Posten im Vermögenshaushalt bilden der Bau des Kinderhause mit 2,7 Millionen Euro sowie der Breitbandausbau mit 2,5 Millionen Euro. Beiden Ausgaben stehen zunächst vergleichsweise niedrige Einnahmen gegenüber. Dies resultiert laut Kämmerei jedoch daraus, dass insbesondere die Förderungen erst im Nachgang ausgeschüttet werden und die Gemeinde somit einen Großteil der Kosten vorstrecken muss. Gemeinsam mit dem Jahr 2021 betrachtet, werden sich die Ausgaben und Einnahmen ausgleichen. Eine hohe Einnahme von 315 000 Euro ist dagegen heuer für den barrierefreien Umbau der Ortsmitte zu erwarten.

860 000 Euro für Baugrund

Um Baugrund erwerben zu können, sind rund 860 000 Euro eingeplant, für weiteren Flächenerwerb unter anderem zum Tausch noch einmal 225 000 Euro. Noch einmal 60 000 Euro sind für den Erwerb von Ökokonto-Flächen geplant. Die Straße Am Hang soll außerdem noch in diesem Jahr fertig gestellt werden und ist mit Kosten von rund 50 000 Euro eingerechnet.

Mit 116 000 Euro einen nicht unerheblichen Teil der Ausgaben machen Planungskosten aus für die Linksabbiegespur ins Baugebiet „Am Hang“, für die Querungshilfe beim neuen Kindergarten am Ziegelberg, für die Flurbereinigung Irlham-Rott, für das Radwegekonzept sowie für Brückensanierungen.

Auch für den möglichen Umbau des alten Kindergartengebäudes sind schon einmal 20 000 Euro an Planungskosten eingeplant.

Allmählich stehen die Innensanierung des Wasserhochbehälters sowie die Anschaffung einer neuen Pumpe an. Hierfür sind 80 000 Euro einkalkuliert. Noch bis 14. März dauern die Bauarbeiten für die Einrichtung einer Bodensammelstelle für Grüngut im Wertstoffhof an. Die Kosten in Höhe von 55 000 Euro übernimmt komplett das Landratsamt.

Im neuen Kinderhaus wird auch ein neuer Sitzungssaal eingerichtet. Für Möbel und EDV-Ausstattung sowie einen Glasfaseranschluss für das Rathaus sind rund 41 000 Euro eingeplant. Neue Regale, ein neues Tor und weitere Anschaffungen in Höhe von 32 000 Euro werden auch im Bauhof benötigt.

Mit etwa demselben Betrag als Ausgaben rechnen die Feuerwehren unter anderem für Atemschutzanzüge, eine Wärmebildkamera und die Ausschreibungskosten für den Erwerb des neuen Fahrzeuges.

Für das Haushaltsjahr 2020 wurde ein Verwaltungshaushalt von 3,47 Millionen Euro und ein Vermögenshaushalt von 7,11 Millionen Euro einstimmig beschlossen (Gesamthaushalt rund 10,6 Millionen Euro).

Von den Rücklagen in Höhe von 1,38 Millionen Euro Ende 2019 sollen im Jahr 2020 rund 1,28 Millioneno Euro entnommen werden. Zusätzlich werden Kredite in Höhe von 800 000 Euro sowie ein Kfw-Darlehen in Höhe von 2,17 Mio Euro aufgenommen.

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