Für regenerative Energie vor Ort

Zufrieden äußerte sich Schönbergs Bürgermeister und Kreisrat Alfred Lantenhammer bei einer CSU-Wahlveranstaltung in Lohkirchen über die Zusammenarbeit zwischen Land, Kreis und Kommunen.

Lohkirchen - "Dass wir so gut finanziell dastehen", liege in erster Linie darin, dass die Investitionszulage vom Freistaat beträchtlich angehoben worden ist - für Schönberg in drei Jahren von 20000 Euro auf 130000 Euro. Mit diesem Geld könne jede Gemeinde ohne Zweckbindung frei arbeiten.

"Für uns auf dem Land ist die Infrastruktur elementar - deshalb tut der Landkreis hier sehr viel." So seien die Ausgaben im Straßenbau in den letzten fünf Jahren auf 10,5 Millionen Euro verdreifacht, für die Schulen gebe es heuer 20,7 Millionen Euro nach 15,9 in 2009.

Für Jugendsozialhilfe sind 9,7 Millionen Euro veranschlagt, damit werde die Prävention weiter ausgebaut. Das Programm "Lernen vor Ort" laufe beispielweise sehr gut. Für die Staatliche Berufsschule in Mühldorf sind insgesamt 20 Millionen Euro eingeplant, für das Gymnasium in Gars 16 Millionen. Lantenhammer verteidigte den Beschluss, keine weitere Realschule in Mühldorf zu bauen. Angesichts wohl eher sinkender Schülerzahlen sei das nicht zu rechtfertigen.

Das Mühldorfer Krankenhaus schreibe zum ersten Mal "eine rote Null", die kommunale GmbH arbeite erfolgreich. Haag dagegen ist "unser Sorgenkind", das Krankenhaus sei defizitär und Mühldorf müsse ausgleichen, was das Geriatriekrankenhaus nicht mehr leisten könne.

Energie sei für alle Kommunen ein Thema, und die Rekommunalisierung des Stroms ein wichtiger Beitrag zu mehr Bürgerakzeptanz. Es müsse über intelligentes Energiemanagement nachgedacht werden. Biogas zur Deckung der Grundlast und weitere regenerative Energiequellen sollten nach Möglichkeit vor Ort erzeugt und genutzt werden.

Abschließend plädierte Lantenhammer, auch die Kreistagswahl ernstzunehmen und wählen zu gehen: "Es geht auch um etwas", schließlich sei der Kreis "wir, die 31 Gemeinden, und wir sind alle im selben Boot." Landrat Huber habe den Landkreis wieder auf Vordermann gebracht, und er, Lantenhammer, sei "dankbar, dass er wieder kandidiert".

ees

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