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Aus dem Bauausschuss

Pinselstriche statt Radlwege: Markierungen sollen Radler in Neumarkt-St. Veit schützen

Fahrradstreifen gibt es bereits in Mühldorf, hier vor dem Altöttinger Tor. Die Markierungen sind durchgezogen, dürfen nicht überfahren werden. In Neumarkt wurden solche Streifen für übergeordnete Straßen beantragt.
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Fahrradstreifen gibt es bereits in Mühldorf, hier vor dem Altöttinger Tor. Die Markierungen sind durchgezogen, dürfen nicht überfahren werden. In Neumarkt wurden solche Streifen für übergeordnete Straßen beantragt.
  • Josef Enzinger
    VonJosef Enzinger
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Der Neumarkt-St. Veiter Bauausschuss diskutiert Schutzstreifen im innerstädtischen Bereich. Ein Problem stellt allerdings die Altöttinger Straße und die darauf parkenden Autos dar. Die Anwohner sind in Sorge.

Neumarkt-St. Veit – Für ausgebaute Radwege sind die innerörtlichen Straßen schlichtweg zu schmal. Also werden in der Stadt Neumarkt-St. Veit nun Fahrbahnmarkierungen diskutiert, die als „Schutzstreifen“ die Radfahrer Sicherheit im Straßenverkehr geben sollen. Die Stadt hat Messungen vornehmen lassen und stellte die Ergebnisse im Bau- und Umweltausschuss vor. Dieser konnte sich aber lediglich dazu durchringen, diese Schutzstreifen für übergeordneten Straßen zu beantragen.

Dafür müssen allerdings die Voraussetzungen stimmen. Und so rückte im Vorfeld der Sitzung der Bauhof aus, um die Straßen zu vermessen, wo ein solcher Schutzstreifen angedacht war. Nach Rücksprache mit der Polizei muss auf Staats- und Kreisstraßen für einen beidseitigen Schutzstreifen eine Straßenbreite von 7,5 Meter und für einen einseitigen Schutzstreifen mindestens eine Breite von 6 Meter vorliegen.

Bauhofmitarbeiter messen Straßenbreite

Die Bauhofmitarbeiter hätten daraufhin das Maßband an der in Frage kommenden Hörberinger, Ampfinger und Elsenbacher Straße sowie an der Bahnhofstraße angelegt. Für eine Ortsstraße, so die Auskunft der Polizei, sei eine Straßenbreite von mindestens 7 Meter erforderlich, wenn zwei Schutzstreifen aufgebracht werden sollten. Bei nur einem Streifen würden hingen 5,75 Meter reichen. Die Birken- und die Altöttinger Straße (innerorts) wurden diesbezüglich überprüft.

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Die Messung ergab, dass an der Hörberinger Straße (St 2086) stadtauswärts ein einseitiger Schutzstreifen möglich wäre. Ebenfalls stadtauswärts könnte auch entlang der Ampfinger Straße (St 2086/ab Birkenstraße bis Furth) ein einseitiger Streifen gezogen werden. Und auch entlang der Bahnhofstraße (St 2086) wäre ein einseitiger Schutzstreifen möglich, der dann in Kombination mit dem Schutzstreifen in der Birkenstraße (stadteinwärts) einen Ringschluss ergeben könnte. Weil die Elsenbacher Straße Ortsstraßencharakter hat, sieht die Verwaltung keinen Bedarf.

Wohin mit den Autos in der Altöttinger Straße?

Entlang der Altöttinger Straße wäre jedoch stadtauswärts ein einseitiger Schutzstreifen möglich. Wobei in diesem Punkt Bürgermeister Erwin Baumgartner (UWG) auf ein Problem hinwies: „Wenn dort ein Schutzstreifen gezogen wird, dann dürfen keine Autos mehr auf der Straße parken.

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Die Anwohner werden darüber nicht amüsiert sein“, befürchtete das Stadtoberhaupt. Diese Sorge teilte Peter Gruber (CSU): „Das Problem wird noch größer, wenn erst einmal die Genossenschaft fertig ist. Dann haben wir komplettes Chaos“, bezog sich Gruber auf die Tatsache, dass in der ehemaligen Gaststätte Wohnungen entstehen. Die dazu gehörigen Fahrzeuge könnten dann auf der Straße als parken. Man war sich schnell einig, in der Altöttinger Straße auf einen Schutzstreifen zu verzichten.

Parkende Autos in der Altöttinger Straße

Auf Nachfrage von Thomas Döring (Grüne) betonte Baumgartner, dass die Markierung als durchgezogene Linie erfolgen werde, die dann nicht von anderen Verkehrsteilnehmern überfahren werden dürfe. Den Verweis auf eine gestrichelte Linie, wie sie in Mühldorf zwischen Mößling und dem Mühldorfer Norden aufgebracht ist, konterte Baumgartner mit dem Hinweis, dass diese Linie Bestandsschutz habe, in dieser Form heute nicht mehr genehmigt werden würde.

Vorerst kein Beschluss für Ortsstraßen

Johanna Kaltenecker (CSU) äußerte sich skeptisch dahingehend, ob es nicht problematisch für Bulldogs oder Lastwagen sei, wenn die Fahrbahn durch den Schutzstreifen verengt würde, die Streifen dann aber nicht überfahren werden dürften. Dazu sagte Baumgartner nur, dass die Streifen den Fahrzeuglenker sensibilisieren sollten, achtsamer zu sein, eine absolute Sicherheit werde es nie geben. Durch die Vorgabe der Straßenbreite sollte aber ausreichend Abstand gewährleistet sein. Döring fragte noch nach einer farblichen Absetzung der Fahrradflächen, etwa an Kreisverkehren. Dazu habe es schon oft Diskussionen gegeben, ohne Erfolg, „weil noch nie etwas passiert ist“.

Im einstimmigen Beschluss (9:0) festgehalten wurde, dass beim Landratsamt und beim Straßenbauamt erst einmal ein Antrag für Schutzstreifen entlang der übergeordneten Straßen – Kreis- und Staatsstraßen – gestellt werden soll. Für die Ortsstraßen gab es keinen Beschluss.

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