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„ERHARTINGER MODELL“

Punktesammeln für günstiges Bauland: Grundstücke in Erharting sind schon jetzt begehrt

Ein Baum und freie Wiese. Dort wo bis vor Kurzem noch der „Fischerbauer-Hof“ stand (im Hintergrund) soll ein Wohnkomplex entstehen, der an die Hofform angelehnt ist.
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Ein Baum und freie Wiese. Dort wo bis vor Kurzem noch der „Fischerbauer-Hof“ stand (im Hintergrund) soll ein Wohnkomplex entstehen, der an die Hofform angelehnt ist.

Nach einem Punktesystem will die Gemeinde Erharting die Grundstücke im neuen Baugebiet „Am Fischerweg“ vergeben. Über die Modalitäten, wie viele Grundstücke im Vergabeverfahren vergeben werden und über deren Preise, hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung abgestimmt.

Erharting – Die Bewerbungsfrist hat bereits begonnen, sie endet am 30. April: Die Baugrundstücke werden nach dem „Erhartinger Vergabemodell“ verkauft, wie es dazu in der Sitzung hieß. Die Bebauung sei an bestimmte Baurichtlinien geknüpft, insgesamt möchte das Dorf den bisherigen Stil und den Dorfcharakter erhalten. Das Erfreuliche: Die Erschließungskosten konnten im Vergleich zu anderen Gemeinden niedrig gehalten werden.

So sieht das Baugebiet am Fischerweg aus: Am Standort des ehemaligen Fischerbauerhofes soll ein Wohnkomplex im Stil eines Hofes entstehen. Die Gemeinde will Wohnungen, auch seniorengerecht, anbieten.

Neben Einfamilienhäusern wird im Baugebiet auch ein Wohnblock für „Begleitetes Wohnen“ entstehen, den die Gemeinde zum Beispiel auch als Wohnsitz für Senioren nutzen möchte. Außerdem werden Wohnblöcke mit Wohnungen gebaut, um Einzelstehende oder junge Leute, die einen eigenen Haushalt gründen wollen, ebenfalls Wohnraum zur Verfügung zu stellen. „So müssen sie nicht aus dem Dorf ziehen, sobald sie flügge geworden sind“, begründete Huber die Entscheidung, auch solche Möglichkeien anzubieten.

Ortsbild in Erharting soll erhalten bleiben

Diese größeren Wohnparzellen sollen so angeordnet werden, dass sie an die Bauform des einstigen Anwesens „der Fischerbauer“ erinnern, das an dieser Stelle das Dorfbild bisher geprägt hat, erklärte Huber. 19 der insgesamt 26 Grundstücke würden im Vergabeverfahren an den Mann oder an die Frau gebracht.

Als Quadratmeterpreis gab Huber 165 Euro inklusive Erschließung an. Je nach Größe bewegen sich die Grundstückspreise zwischen 81 300 Euro und rund 157 000 Euro. Zehn davon würden in diesem Jahr verkauft werden, der Rest verteilt auf die nächsten ein oder zwei Jahre.

Flächen „Am Fischerweg“ zwischen 601 und 1.770 Quadratmetern

Wie Huber weiter ausführte, würden vier Grundstücke im freien Verkauf veräußert, zweimal explizit für Doppelhäuser. Ein größeres Grundstück soll mit einem Dreispänner bebaut werden. Eines behält sich die Gemeinde zurück für die für Mietwohnungen und betreutes Wohnen. Die Grundstücksflächen bewegen sich zwischen 601 Quadratmeter (138.500 Euro) und 1770 Quadratmeter (531.000 Euro).

Initiativbewerbungen sind gegenstandslos

Wie es auf seitens der Gemeinde zu den Vergabemodalitäten heißt sollen einkommensschwächere und weniger begüterte Personen die Möglichkeit haben, preisgünstige Wohnbaugrundstücke zu erwerben. Die Verwaltung betont in diesem Zusammenhang: Personen, die sich bisher initiativ auf die Grundstücke beworben haben, müssten sich, wenn weiterhin Interesse an einem Baugrundstück besteht, anhand der auf der Internetseite der Gemeinde Erharting veröffentlichten Richtlinien erneut bewerben. „Bisher eingegangene Bewerbungen beziehungsweise Interessensbekundungen sind gegenstandslos“, betont Bürgermeister Huber.

Mit dem Beginn der Vergabefrist rollen die Baumaschinen an. Am heutigen Dienstag erfolgt der Spatenstich für die Erschließungsarbeiten, die im Juli 2021 abgeschlossen sein sollen.

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