Stadt Neumarkt zahlt im nächsten Jahr 2,3 Millionen Euro an den Landkreis

16 Prozent mehr Kreisumlage

Neumarkt-St. Veit - Die finanzielle Situation der Stadt Neumarkt-St. Veit brachte bei der Bürgerversammlung Kämmerer Lothar Witte näher. Die laufenden Einnahmen und Ausgaben bezifferte er dabei auf 8,5 Millionen Euro, der Vermögenshaushalt umfasse zwei Millionen Euro.

Eine weitere Reduzierung prognostizierte der Kämmerer bei der Einkommensteuerbeteiligung, die laut Witte 2008 noch bei über zwei Millionen Euro gelegen sei, heuer auf 1,89 Millionen Euro geschrumpft sei und nach Berechnungen des Statistischen Landesamtes in 2010 nur mehr rund 1,6 Millionen Euro ausmachen werde. An Schlüsselzuweisungen erhielt die Stadt in diesem Jahr 1,68 Millionen Euro, 975000 Euro umfassten die Gewerbesteuereinnahmen (2008 waren es 100000 Euro weniger).

Der Überschuss der laufenden Einnahmen über die laufenden Ausgaben im Jahr 2009 betrug laut Kämmerer Witte zirka eine Million Euro (2008: 1,5 Millionen Euro). "Sie wird in den nächsten Jahren erheblich sinken", prophezeite Witte.

Hoch sind die Abgaben der Stadt an den Landkreis Mühldorf. Zahlte Neumarkt im Jahr 2008 lediglich 1,8 Millionen Euro an Kreisumlage, waren es in diesem Jahr bereits zwei Millionen Euro. Durch die Anhebung um 1,4 Prozentpunkte auf 55,4 Prozent wird die Stadt im Jahr 2010 rund 2,3 Millionen Euro an den Landkreis abgeben müssen. Im Vergleich zum vergangenen Jahr wäre dies eine Steigerung von mehr als 15 Prozent, rechnete Witte vor.

An Investitionen wendete die Stadt heuer jeweils 200000 Euro für den Vermögenserwerb und für Investitionszuschüsse auf. 1,4 Millionen Euro gab die Stadt für Baumaßnahmen aus, wobei sich die Summe noch um 900000 Euro erhöht. Grund dafür ist die derzeitige Sanierung der Schule.

Den Rücklagenstand bezeichnete Witte als "erfreulich hoch", er betrug zu Beginn des Jahres 1,2 Millionen Euro.

Zum Schuldenstand sagte der Kämmerer: "Seit 2003 wurden fast 1,5 Millionen Euro Schulden abgebaut und damit der Schuldenstand halbiert."

Zum Jahresende wird der Schuldenstand der Stadt voraussichtlich 1,47 Millionen Euro betragen, das entspricht einer Pro-Kopf-Verschuldung von 240 Euro. je

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