Probebohrung am Further Kreisverkehr: Kommt das Lagerhaus vor den Toren Neumarkt-St. Veits?

Schweres Gerät am Kreisverkehr bei Furth.Was hat es damit auf sich? Es sind Probebohrungen durchgeführt worden, was die Beschaffenheit des Untergrundes betrifft. Sollte sich der Standort als geeignet erweisen kann es durchaus sein, dass das lange geplante Raiffeisenlagerhaus genau an dieser Stelle gebaut wird. Enzinger
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Schweres Gerät am Kreisverkehr bei Furth.Was hat es damit auf sich? Es sind Probebohrungen durchgeführt worden, was die Beschaffenheit des Untergrundes betrifft. Sollte sich der Standort als geeignet erweisen kann es durchaus sein, dass das lange geplante Raiffeisenlagerhaus genau an dieser Stelle gebaut wird. Enzinger

Suche nach geeigneter Fläche zieht sich schon seit acht Jahren. Die Raiffeisenbank Neumarkt-St. Veit – Reischach prüft möglichen Standort an Verkehrsknotenpunkt von Bundesstraße 299 und Staatsstraße 2086

Neumarkt-St. Veit – Bahnt sich endlich eine Lösung an für den Standort eines Zenztrallagerhauses? Die Raiffeisenbank Neumarkt-St. Veit – Reischach beschäftigt dieses Thema schon seit etlichen Jahren. Die Suche nach einem Standort im Wirkungskreis der Bank bei Pleiskirchen war stets von Protesten begleitet, die Planungen wurden immer wieder aufgeschoben. Jetzt ist die Stadt Neumarkt-St. Veit in den Fokus der Bank gerückt. Tatsächlich ließ die Bank in den vergangenen Tagen Probebohrungen am Kreisverkehr bei Furth durchführen, um die Beschaffenheit des Untergrundes zu untersuchen. Und auch der Vorstandsvorsitzende der Raiffeisenbank, Thomas Standar, bestätigt auf Nachfrage: „Ja, wir bohren!“

Neumarkt war ist seit zwei Jahren Favorit

Es ist schon lange kein Geheimnis mehr gewesen, dass die Raiffeisenbank ihre Fühler nach Neumarkt-St. Veit ausgestreckt hatte. Bereits bei der Vertreterversammlung der Bank im Juni 2018 hatte der damalige Vorstandsvorsitzender Lorenz Heller verkündet, dass man sich in der Rottstadt umsehe, nachdem die Bank mit dem Standort Pleiskirchen viel Zeit verloren hatte.

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Leserbrief: Zentrallager ist überdimensioniert

Inzwischen ist Thomas Standar als Vorstandsvorsitzender für Heller nachgerückt und er verfolgt das energische Ziel, „so bald wie möglich zu bauen!“. Der Standort bei Neumarkt-St. Veit bezeichnet der Vorstandsvorsitzende als „perfekt“. Perfekt deshalb, weil am Kreisverkehr bei Furth zwei für die Landwirtschaft wichtige Straßen zusammentreffen. Zum einen die Ostwest-Verbindung durch die Staatsstraße 2086.

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Verschiedene Standpunkte schon vor fünf Jahren: Kein Antrag – und doch Diskussion

Zum anderen die gute Nord-Süd-Verbindung über die B 299 beziehungsweise die Umgehungsstraße der B 299. „Ein toller Ausgangspunkt in einer Gegend, in der hochwertiger Weizen angebaut wird“, spricht Standar von einem nahezuoptimalen Standort, um das Zentrallagerhaus zu bauen.

Doch über den Bau entscheidet in erster Linie die Bodenbeschaffenheit, die gerade getestet wird. Auch gebe es noch keinen abgeschlossenen Kaufvertrag für das Grundstück. Sobald die Ergebnisse zur Bodenbeschaffenheit vorlägen, würde man hier weiter verhandeln.

Seit acht Jahren verfolgt die Raiffeisenbank die Idee vom Zentrallagerhaus, war mit großen Plänen aber am Widerstand der Bevölkerung gescheitert. Zu groß. Überdiemnsioniert.

In Pleiskirchen noch gescheitert

Dazu der Verkehr – die Bevölkerung ging auf die Barrikaden, stemmte sich sogar mit einem Bürgerbegehren gegen einen Standort im Gemeindebereich von Pleiskirchen. Das sei alles sehr ärgerlich gewesen, sagt auch Standar, der nun auf positive Signale aus Neumarkt-St. Veit setzt. Er stellt dabei klar:

Weitere Planung von Bohrung abhängig

Die Planungen seien völlig offen und damit auch die Größe des Lagerhauses. Dies sei alles von der Machbarkeit auf dem Areal bei Furth abhängig.

Standar verhehlt aber nicht, dass die Planung eines Lagerhauses bei Neumarkt-St. Veit nachhaltig und zukunftsweisend gedacht sei, Erweiterungsmöglichkeiten inklusive. „Wir wollen das Einzugsgebiet am Rand unseres Wirkungskreises ausweiten.“ Die Verkehrsanbindung sei dafür ideal.

Ergebnisse von der Probebohrung erwartet sich Standar bereits in den nächsten Tagen. Dann wird das weitere Prozedere besprochen.

Größer und moderner 

Welches Sortiment würde ein neues Zentrallagerhaus führen? Dazu sagt Vorstandsvorsitzender Thomas Standar, das Neumarkt-St. Veit in erster Linie als „schlagkräftiger Agrarstandort“ geführt werde, Baustoffe spielten eine eher untergeordnete Rolle. „Im Grund genommen wie am jetzigen Standort in Neumarkt-St. Veit, nur größer, zukunftsorientierter und moderner!“ Das heißt: Von Futtermittel über Dünger und Pflazenschutzmittel gebe es alles zu kaufen. Der Fokus liegt auf die Getreideannahme, die schneller als bisher über die Bühne gehen soll. Das Getreide soll dann vor Ort vermarktet beziehungsweise über , Großhändler vermarktet werden.

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