Planer verspricht bei der Stadtplatzsanierung: Erreichbarkeit der Geschäfte bleibt erhalten

Ende März soll es losgehen: Die Stadtplatzsanierung beginnt. Am Anfang steht der Kanal- und Wasserleitungsbau.
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Ende März soll es losgehen: Die Stadtplatzsanierung beginnt. Am Anfang steht der Kanal- und Wasserleitungsbau.
  • Josef Enzinger
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Kanal- und Wasserleitungsarbeiten ab der 13. Kalenderwoche – Neumarkter Rathaus will Bürger regelmäßig über Maßnahmen informieren

Neumarkt-St. Veit – In der 13. Kalenderwoche soll der Startschuss für die Stadtplatzsanierung erfolgen. Der Kanal- und Wasserleitungsbau steht ab dann im Fokus der Baufirmen. In diesem Jahr sind es vier Bauphasen, auf die sich die Maßnahmen aufteilen werden. Ingenieur Bernhard Niedermeier stellte in der Stadtratssitzung im Kulturbahnhof die Zeitschienen vor.

Von zwölf Bäumen bleibt nur einer

Niedermeier sprach in der Sitzung von zwölf Bäumen auf dem Stadtplatz, von denen lediglich einer von Experten als erhaltenswürdig angesehen worden sei. Die ersten fünf Bäume auf der Westseite sind bereits gewichen, um Platz zu schaffen für die erste Bauphase, die die Westseite am unteren Stadtplatz betrifft und die am 29. März starten soll. In diesem ersten Bauabschnitt, der bis zur Kalenderwoche 40 vorgesehen ist, seien es der Wasserleitungsbau plus die Sanierung von Kanalleitungen und der Hausanschlüsse sowie die Erneuerung von Hausanschlüssen, die in Angriff genommen würden.

Sanierung in mehrere Phasen aufgeteilt

Die zweite Bauphase (Kalenderwochen 25 bis 27) betrifft den Kanal- und Wasserleitungsbau am Unteren Tore, Bauphase 03 ist dem östlichen Stadtplatz auf Höhe Raiffeisenbank und Johanneskirche (KW 28 bis 30) gewidmet und Bauphase 04 der westlichen Seite des Oberen Stadtplatzes (KW 31 bis 41). Der östliche Stadtplatz, von der Reinigung Schrott bis zur Baumburggasse wird während der fünften Bauphase in den Kalenderwochen 42 bis 50 in Angriff genommen.

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Planer blickt auch auf das Jahr 2022 voraus

Alle Maßnahmen beinhalten auch den Belags-Rückbau beziehungsweise die Erneuerung, wie Niedermeier deutlich machte. Er lieferte auch einen Ausblick auf das Jahr 2022, wenn der Kanal- und Wasserleitungsbau wie folgt fortgesetzt wird: In der sechsten Bauphase ist der obere Stadtplatz im Osten ab der Baumburggasse an der Reihe (KW 13 bis 18), in den darauffolgenden drei Wochen der Bereich um das Obere Tor. Von Kalenderwoche 22 bis 25 erfolgen die Maßnahmen für den nördlichen Bereich des Johannesplatzes, in den darauffolgenden drei Wochen für den südlichen Bereich davon. In der letzten Bauphase in diesem Jahr wird die Sanierung von Kanal und Wasser von der Gasse bei „Simseks Dönerhaus“ bis zum Herzoglichen Kasten erfolgen. Er betonte: „Während der Bauarbeiten wird der Stadtplatz weitestgehend intakt bleiben!“ UWG-Fraktionsvorsitzender Christian Perau wollte wissen, wie auf die Belange der Geschäftsleute Rücksicht genommen werde. „Wie läuft das ab?“ Dazu erläuterte Niedermaier, dass während des Leitungsbaus der Belag nur für die Gräben geöffnet werde. „Der Großteils des Belags bleibt in dieser Zeit noch bestehen!“

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Kleinsteinpflaster ist zu 90 Prozent Handarbeit

Der Abbau der bestehenden Beläge und Herstellung neuer Beläge werde relativ schnell umgesetzt, so Niedermeier. Das Kleinsteinpflaster werde zu 90 Prozent in Handarbeit verlegt, „viel MenPower ist dann nötig, um die Fristen einzuhalten“. Schneller geht es auf den Gehwegen, wo die Platten auf Drain-Asphalt verlegt würden. Niedermeier versicherte, dass während des Leitungsbaus die Zugänglichkeit und Erreichbarkeit der Geschäfte durch Übergänge gewährleistet sei. Er fügte hinzu, dass der Fußgänger unter Umständen zehn Meter Umweg in Kauf zu nehmen hätte. Grundsätzlich sagte er: Sollte es zu Problemen kommen, sollten die Anwohner immer den kürzesten Kommunikationsweg wählen. „Und der direkte Weg führt zum Polier, der dann auch am schnellsten reagieren kann.“

Stadt kündigt regelmäßige Infoblätter an

Erwin Baumgartner ergänzte, dass die Stadt regelmäßig Infoblätter erstellen werde, um die Bürger über die Maßnahmen transparent zu unterrichten. Natascha Engelmann aus dem Neumarkter Bauamt erklärte dazu, dass das erste Schreiben bereits in Arbeit sei und zeitnah verschickt werden soll. Im Beschussvorschlag ging es um die Zustimmung für den Bauzeitenplan, wobei hier aufgeführt wurde, dass die ersten fünf Bäume im Februar 2021 auf der Westseite des Stadtplatzes gefällt werden sollen, zwei weitere Bäume folgen im Oktober dieses Jahres. Die restlichen Bäume wären dann bis Ende Februar 2022 gefällt, der Baum auf Höhe Stadtplatz 22 bliebe stehen.

Vier Stadträte durften nicht mitstimmen

Einstimmig wurde dieser Beschluss angenommen, wobei Dr. Klaus Windhager (UWG) und Egbert Windhager (CSU) sowie Michael Lächele (UWG) und Ulrich Geltinger (SPD) als Anlieger nicht mitstimmen durften. Geltinger monierte, dass der Tagesordnungspunkt lediglich zur Kenntnisnahme sei. Bürgermeister Baumgartner entgegnete, dass auch darüber abgestimmt werden müsse. je

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