Pfarrei St. Martin hat viele Helfer: So arbeitet eine funktionierende Pfarrgemeinde

Mit Dank und je einem Geschenk ehrte an diesem Abend die Geistlichkeit zwei scheidende Mitglieder der Kirchenverwaltung St. Martin in Niedertaufkirchen. Das Foto zeigt von links Pastoralreferentin Marianna Scholz, Verbandspfarrer Franz Eisenmann, die Geehrten Johann Brems für 10 Jahre in der Kirchenverwaltung und Robert Höllbauer, der als Kirchenpfleger ausschied. Ganz rechts der neue Kirchenpfleger Josef Wimmer und PGR-Vorsitzender Ulrich Matzinger.

Pfarrgemeinderat, Landjugend und Kirchenverwaltung berichten über ihre Tätigkeiten im vergangenen Jahr und über die Pläne. Doch müssen die Niedertaufkirchener auch eine bittere Pille schlucken: Durch den Weggang von Pfarrvikar Michael Brüderl müssen Einbußen bei den Gottesdiensten hinnehmen.

Niedertaufkirchen – Die Ministrantenschar ist größer geworden, volljährige Christen werden eingelasen, sich in der Pfarrei zu engagieren, und auch um die Senioren kümmert sich die Pfarrei: Alles im Lot also in Niedertaufkirchen, wovon auch die Berichte der einzelnen Gruppen zeugten, die bei der Pfarrversammlung im Restaurant Söll zu hören waren. Dabei erklärte Verbandspfarrer Franz Eisenmann die Veränderungen im Gottesdienstplan, die sich durch die Angliederung des Pfarrverbandes Schönberg ergeben hätten.

Ulrich Matzinger, Vorsitzender des Pfarrgemeinderates von St. Martin, erinnerte an die Pflanzaktion mit den Erstkommunionkindern, die 2018 begann und weitergeführt werden soll. Mit der zuletzt gewählten „jungen Mannschaft“ wurden die drei Patroziniumsfeste und das Fronleichnamsfest feierlich mitgestaltet. Die Ministrantenzahl sei um sechs neue gestiegen, die von den „alten Hasen“ gut aufgenommen werden. Der Volkstrauertag wurde gemeinsam mit der KSK begangen, was künftig so weiter so geschehen wird.

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Im Jahr 2019 war das Sternsingen sehr erfolgreich verlaufen, der Osterkreis mit Ölbergandachten, Kreuzwegen und Abendmahl am Gründonnerstag sei gut angenommen worden, ebenso das Heilige Grab am Karfreitag. Im März veranstaltete der Pfarrgemeinderat einen gelungenen Seniorennachmittag mit Kinderchor, und wenn ein Pfarrangehöriger 18 Jahre alt wird, besucht ihn die Vorstandschaft, um ihn für das Gemeindeleben zu gewinnen. Der Vorsitzende sah gute Chancen für ein erfolgreiches weiteres kirchliches Leben in der Gemeinde.

Landjugend hält Tradition des Klopfersingens aufrecht

Ebenfalls umfangreich war der Bericht der Katholischen Landjugend, den Vorsitzender Julian Schmid vortrug. Bei Aktionen wie Landjugendstunden und Ausflug pflege man die Freundschaft intern. Zu den Ortsvereinen und zu befreundeten Gruppen habe die KLJB gute Kontakte, dazu gehören auch Teilnehmen an Sportveranstaltungen, Besuche von Christbaumversteigerungen, Theateraufführungen und Gründungsfesten – und das nicht nur im Ort.

Die Beteiligung am kirchlichen und gemeindlichen Leben zeige sich am erfolgreichen Klopfersingen, den Weihnachtsaktionen, dem Osterkerzenbasteln und dem Maibaumaufstellen mit Disco. Auch beteilige man sich aktiv an der Fronleichnamsgestaltung. Immer wieder lobte der Vorsitzende die Leistungen der Mädchen.

Erfolgreiche Neugestaltung von Friedhof und Pfarrgarten

In der anschließenden Diskussion wurde die Panne angesprochen, dass die Erntekrone nicht aufgestellt worden sei. Gerüchte seien im Umlauf gewesen, dass die Landjugend es versäumt hätte, sich um die Krone zu kümmern. Man betonte, dass nicht die Landjugend dafür verantwortlich gemacht werden könne. Wie sich herausstellte, sei die Erntekrone zum gegebenen Zeitpunkt weder auffindbar, noch fertig restauriert gewesen. Mittlerweile –zu spät – sei sie aber wieder aufgetaucht. Auf Anregung eines Besuchers wird versucht, für das Discozelt am Maibaumfest einen anderen Ort zu finden. Kirchenpfleger Josef Wimmer stellte die neue Kirchenverwaltung vor und erklärte die Aufgaben, die das Gremium mit der Erhaltung der drei Kirchen St. Martin, St, Ulrich und Heilig Geist hat. Er freute sich über die erfolgreiche Neugestaltung des Friedhofes und des Pfarrgartens. Letzterer könne durchaus öffentlich genutzt werden, auch mit der von der Landjugend errichteten Feuerstelle. Er wünsche aber, dass die Nutzung vorher angemeldet werde.

Da im Pfarrhölzl derzeit große Schäden durch Käfer und Trockenheit entstünden, bot er Gemeindegliedern an, sich dort kostenlos mit Brennholz zu versorgen. Die schlechte Disziplin der Friedhofsbesucher bei der Müllentsorgung löste heftige Diskussionen aus.

Einschränkungen bei den Gottesdiensten

Zuletzt erörterte Verbandspfarrer die Neuerungen in der Gottesdienstordnung, die sich durch den Weggang von Pfarrvikar Brüderl aus dem Pfarrverband Schönberg ergeben hätten. Es war das Anliegen aller, dass ein Plan mit regelmäßigen Messen und Wortgottesdiensten in allen Pfarreien erstellt wurde. Und er soll mehrere Jahre (bis 2030) so eingehalten werden können. Es ließ nicht vermeiden, dass Gottesdienste wegfallen und alle zwei Monate ein Besuchsgottesdienst eingeplant wird. Doch gibt es in jeder Pfarrei weiterhin feste Gottesdienstzeiten. Er hofft, dass alle Gläubigen diese Entscheidung mittragen und mithelfen, das kirchliche Leben lebendig zu erhalten.

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