Schaufenster füllen sich

Orientalisch, alpenländisch und tschechisch: Neumarkter Krippenweg nimmt Gestalt an

Ungewöhnlich und selten zu sehen: Eine tschechische Krippe des Künstlers und Kinderbuchautors Josef Lada.
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Ungewöhnlich und selten zu sehen: Eine tschechische Krippe des Künstlers und Kinderbuchautors Josef Lada.
  • Karlheinz Jaensch
    vonKarlheinz Jaensch
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Der Aufruf der Werbegemeinschaft, in Neumarkt-St. Veit einen Krippenweg zu erstellen, wurde von den Neumarkter Geschäftsleuten gerne angenommen. Immer mehr Schaufenster füllen sich mit den Darstellungen zur Geburt des Herrn.

Neumarkt-St. Veit – Wer am Tag, oder auch am Abend, Neumarkts Schaufenster innerhalb und außerhalb des Stadtplatzes betrachtet, sieht eine große Zahl von Interpretationen der „Heiligen Nacht“. Da sind Ställe mit und ohne Figuren zu sehen, aber auch ganze Krippenlandschaften Oder auch nur betende Figuren aus Tonerde.

Schnitzer und Bastler stellen ihre Werke aus

Die meisten Geschäftsleute haben mehr als eine Krippe ausgestellt, und so erfährt der Wanderer die unterschiedlichsten Möglichkeiten, wie Schnitzer und Bastler die Geburt des Herren ausschmücken.

Sind begeistert darüber, dass der Aufruf zum gemeinsamen Krippenweg so gut angenommen wird: Christian Göttlinger und Ideengeber Werner Kitsche vor der Krippe am alten Rathaus.

Auch der Sportverein, der TSV Neumarkt-St. Veit hat am Johannesplatz sein Schaufenster zur Verfügung gestellt. Das nützt die Schulmuseumsleiterin und ehemalige Lehrerin Maria Huber und baute dort hinein drei Abbildungen von Stille-Nacht-Gestaltungen. Aus ihrem eigenen Fundus hat sie bunte, zum Teil sogar recht lustige Krippenlandschaften osteuropäischer Künstler, die auf Karton aufgedruckt waren, mit Schulkindern und Nachbarn ausgeschnitten hat.

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Tschechische Krippe in TSV-Geschäftsstelle

„Laduv ceský betlém“, steht erklärend daneben, was übersetzt bedeutet: Ladas tschechische Krippe. Es handelt sich dabei um eine Papierkrippe, die verschiedene Weihnachts- und Wintermotive vereint. Diese stammen vom tschechischen Künstler und Kinderbuchautor Josef Lada (1887 bis 1957, „Kater Mikesch“).

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Große Krippe vor dem Christbaum am alten Rathaus

Und auch die Werbegemeinschaft von Neumarkt-St. Veit, die mit ihrem Mitglied Werner Kitschke zur Aktion aufgerufen hatte, will nicht hinten anstehen und hat sich selbst Gedanken über einen besonderen Hingucker gemacht.

Auf Höhe des ehemaligen Rathauses, wo die Stadt Neumarkt-St. Veit bereits ihren Christbaum aufstellen ließ, hat die Werbegemeinschaft eine etwas größere Krippe aufgestellt, Maria und Josef mit dem Jesuskind.

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Ersatzstandort gefunden, nachdem Weihnachtsgarten abgesagt worden ist

Dieser Stall ist eigentlich im Rahmen des alljährlichen Weihnachtsgartens zu bewundern. Weil der Christkindlmarkt aber coronabedingt ausfällt, hat der Stall nun einen neuen Platz erhalten. „Wir stellen das ganze Jahr über fest, wie groß die Nachfrage nach unserem Weihnachtsgarten ist. Zumindest die Krippe wollten wir den Besuchern unserer Stadt nicht vorenthalten“, erklärt der Vorsitzende der Werbegemeinschaft, Christian Göttlinger.

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Krippen finden sich nun überall

Er ist begeistert über das Engagement der Neumarkter, die nicht nur am Stadtplatz ihre Schaufenster mit den herrlichsten Ställen ausstatten. „Auch außerhalb des Stadtplatzes ob Tankstelle oder Getränkemarkt. Sie alle beteiligen sich an dieser Aktion, die zum Winterspaziergang einlädt.“

Einladung zum adventlichen Spaziergang durch Neumarkts Stadtplatz

Auch Privatleute hätten sich mittlerweile der Aktion angeschlossen, präsentieren ihre Krippen, ob im alpenländischen oder im orientalischen Stil in ihren Fenstern. Jetzt fehlt nur noch der Schnee zum adventlichen Spaziergang durch Neumarkt-St. Veit. Leicht angezuckert war die Rottstadt ja bereits in den vergangenen Tagen.

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