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Offene Geschäfte am Pfingstsonntag

Der Jahresflohmarkt am Pfingstsonntag lockt jedes Jahr viele hundert Besucher auf den Neumarkt-St. Veiter Stadtplatz. Göttlinger will den gut besuchten Flohmarkt nutzen und bei der Stadt einen Antrag für einen verkaufsoffenen Sonntag stellen. Foto je
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Der Jahresflohmarkt am Pfingstsonntag lockt jedes Jahr viele hundert Besucher auf den Neumarkt-St. Veiter Stadtplatz. Göttlinger will den gut besuchten Flohmarkt nutzen und bei der Stadt einen Antrag für einen verkaufsoffenen Sonntag stellen. Foto je

Der Georgi-Sonntag hat sich totgelaufen: "Er ist nicht mehr so interessant für die Kunden", stellte Vorsitzender Christian Göttlinger bei der Versammlung der Verkehrs- und Werbegemeinschaft im Vitusstüberl fest. Deswegen bleiben an diesem Tag zukünftig die Geschäfte zu.

Doch Göttlinger warf einen Alternativvorschlag in den Ring: Offene Geschäfte am Pfingstsonntag.

Neumarkt-St. Veit - Traditionell findet am Pfingstsonntag, der gleichzeitig der erste Volksfestsonntag ist, der Jahresflohmarkt auf dem Neumarkt-St. Veiter Stadtplatz statt. "Es handelt sich um eine gut frequentierte Veranstaltung", argumentierte Götlinger für die Verlegung des geöffneten Sonntags im Frühjahr auf diesen Termin. Zumal für die Genehmigung eines verkaufsoffenen Sonntags stets die Verbindung mit einem Markt Voraussetzung ist. Und diese Bedingung würde ein Flohmarkt erfüllen. Auf diesen Vorschlag reagierten einige der anwesenden Mitglieder zunächst skeptisch. Werner Frenzel etwa bezweifelte, dass die Geschäftsleute bei dem Rummel am Stadtplatz eine "Chance haben etwas zu präsentieren". Christine Weindl fand zwar auch, dass sich der Georgitag totgelaufen habe. "Doch der Flohmarkt-Sonntag bringt nichts. Das ist kein Publikum, das kauft, sondern sucht!"

Bürgermeister Erwin Baumgartner war da anderer Meinung: "Es wäre doch nichts dabei versuchsweise aufzusperren, wenn schon so viele Leute in der Stadt sind. Wenn es nicht läuft, hat man es zumindest ausprobiert, man kann jederzeit wieder zusperren an diesem Tag."

Auch Andi Stecher fand: "Es muss ja nicht als verkaufsoffener Sonntag beworben werden. Damit würden wird uns knapp 2000 Euro sparen."

Göttlinger fügte hinzu, dass man nicht grundsätzlich auf den zweiten offenen Verkaufssonntag - laut Satzung der Stadt sind zwei Sonntage pro Jahr möglich - verzichten sollte. "Beantragen kann man es ja. Es soll dann jedem selbst überlassen sein, ob er aufsperrt." Dem stimmten die Mitglieder dann auch zu.

Erstmals seit vielen Jahren wird es also am Georgitag - in diesem Jahr der 26. April - kein Markttreiben auf dem Stadtplatz geben. Die Veranstaltungen im Gedenken an die Schlacht von 1809 wie Feldgottesdienst und Gedenkfeier am Kriegerdenkmal, werden zwar stattfinden. Doch hat auch der Rennverein bereits angekündigt, dass die Trabrennen außerhalb der Stadt nicht mehr abgehalten werden.

Baumgartner brachte dafür andere Vorschläge: Der seniorenpolitische Arbeitskreis der Stadt unter Federführung von Stadtrat Franz Göhl plane eine Ü60-Messe im Kulturbahnhof, für die sich der nun aktionslose Georgitag anbieten würde. Gleichzeitig würde an diesem Tag eine neue Ausstellung über die Stadtpfeiffer im Schulmueseum eröffnet, was das Programm an diesem Tag zusätzlich bereichern würde.

Für die Messe, bei der sich die Pflege- und Seniorenheime der Stadt, Pflegedienste sowie Apotheken einbringen könnten und bei der Vorträge über Fitnessaspekte und Gesundheitsthemen geplant sind, bat nun Baumgartner um Unterstützung aus Reihen der Werbegemeinschaft. "Ich habe nur etwas Bauchweh dahingehend, ob sich eine Messe mit dem Gedenktag vereinbaren lässt", brachte Baumgartner als einzigen Punkt des Bedenkens an. Dies entkräftete allerdings Werner Frenzel. "Dann hätten wir auch bisher nie am Georgitag die Geschäfte öffnen dürfen." je

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