Entscheidung im Gemeinderat

Ökologische Aufwertung: 4500 LKW-Ladungen für ehemalige Lehmgrube in Oberbergkirchen

Jetzt noch Lehmgrube, bald schon ökologisch aufgewertetes Gebiet, in dem Ziege und Pferde eine Heimat finden sollen.
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Jetzt noch Lehmgrube, bald schon ökologisch aufgewertetes Gebiet, in dem Ziege und Pferde eine Heimat finden sollen.

Der Gemeinderat Oberbergkirchen beschließt, ein Stück Land zu rekultivieren. Die Steilwand in der ehemaligen Lehmgrube, in der sich besonders Bienenfresser wohl fühlen, soll unberührt bleiben.

Von Sabine Gillhuber

Oberbergkirchen – Die ehemalige Lehmgrube in der Nähe der Oberbergkirchener Grundschule soll mit Hilfe eines Rekultivierungsplanes eine ökologische Aufwertung erfahren. Dafür hat sich der Oberbergkirchener Gemeinderat einstimmig ausgesprochen.

Füllmaterial kommt von Baustellen

Die Lehmgrube soll demnach in einem ersten Schritt mit Aushub von Baustellen aufgefüllt werden. Das Füllmaterial darf dabei keine Gefahr für das Grundwasser darstellen, wie es dazu in der Sitzung hieß. Später soll das Gebiet von Ziegen und Pferden beweidet werden, die dafür sorgen, dass die ehemalige Lehmgrube nicht mit Büschen zuwächst. Die Steilwand, an der sich Bienenfresser – eine auffallend bunte Vogelart – heimisch fühlen, bleibt unberührt. Am Rande der Lehmgrube sind außerdem Aussichtsplätze geplant. Entlang der Staatsstraße ist außerdem ein Radweg im Plan vorgesehen.

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Zufahrt soll verlegt werden

Gemeinderatsmitglied Franz Gottbrecht (CSU) thematisierte den durch die Auffüllung der Lehmgrube entstehenden Verkehr. Rund 4500 LKW-Ladungen seien nämlich nötig, um die Basis für die Rekultivierungsmaßnahmen zu schaffen.

Damit der Verkehr nicht an der Schule und an der dort aktuell zur Verkehrsberuhigung entstehenden Verengung vorbeiführt, wird die Zufahrt zur Lehmgrube deshalb in den Bereich des Mobilfunkmasten verlegt. Außerdem wurde in dem einstimmigen Beschluss aufgenommen, dass die Anlieferung des Füllmaterials wünschenswerterweise auf der Staatsstraße von Westen her erfolgen soll, um damit wiederum den Verkehr durch den Ort auf ein Minimum zu beschränken.

Ökologie wird in der Gemeinde Oberbergkirchen groß geschrieben. Schon vor einigen Jahren wurde die Tertiärwelt Aubenham geschaffen. Ungewöhnlich ist der Mischwald, der in Aubenham zum Spazieren und Verweilen einlädt. Ihn prägen Baumarten, deren Vorläufer vor neun Millionen Jahren hier wuchsen.

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