Oberbergkirchner Musikanten haben gewählt: Markus Mayer bläst jetzt nicht nur die Tuba

Von Kindesbeinen an mit Leib und Seele ein Musikant bei den Oberbergkirchner Musikanten. Jetzt bläst Markus Mayer nicht nur die Tuba, sondern hat auch die Nachfolge des verstorbenen Vorsitzenden Hans Stadler angetreten. privat

Tubist tritt in die Fußstapfen des verstorbenen Hans Stadler, Johannes Stadler ist Stellvertreter. Und Dirigent Sepp Eibelsgruber erklärt, warum gute Musiker Segen und Fluch zugleich sind.

Oberbergkirchen – Bei der Hauptversammlung der Oberbergkirchner Musikanten stand die Suche nach einem neuen Vorsitzendem im Vordergrund. Nach dem Tod von Hans Stadler, der die Blaskapelle 1982 mitgründet und seitdem auch geleitet hatte, war jemand gefragt, der das musikalisches Erbe rund um den Verein antreten würde.

Dank an viele freiwillige Helfer

Als kommissarischer Vorsitzender berichtete Erhard Stadler, dass der Probenraum im Sportheim in Aubenham aufgrund der Brandschutzvorschriften mit einer Fluchttür ausgestattet werden musste. Er wünschte sich, dass die aktiven Musiker die Konzerte anderer Kapellen öfter besuchen und dass generell wieder Unternehmungen abseits vom Proben und Musizieren unternommen werden. Auch sollten in Zukunft mehr passive Mitglieder generiert werden.

Dirigent Sepp Eibelsgruber war es ein Anliegen, wieder mehr junge Leute aus Oberbergkirchen zu den Musikern zu holen, um die Verankerung der Blaskapelle im Dorf zu stärken. Natürlich seien auch Blasmusikbegeisterte von außerhalb stets willkommen, doch man müsse auch an den Verein in zehn Jahren denken.

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Mit guten Musikanten habe man Fluch und Segen zugleich: Einerseits habe Oberbergkirchen den Nährboden geboten für Musiker, die so gut spielen, dass sie in halb Europa unterwegs sind. Doch je besser die Leute, umso weniger Zeit haben sie für Aufritte in der Heimat. Auch deshalb sei es wichtig, Nachwuchsmusiker für die Kapelle zu finden.

Als Herzstück des Vereins bezeichnete Eibelsgruber auch den Probenraum. Viele Generationen von Musikern hätten davon schon profitiert, denn man könne zu jeder Tages- und Nachtzeit proben. Er wünschte sich noch den ein oder anderen weiteren Auftritt im Jahresverlauf, damit die Blaskapelle sich regelmäßig präsentieren kann. „Was der Hans angefangen hat, das sollten wir fortführen“, schloss Eibelgruber.

Hausperger: Großer Beitrag für das Dorfleben

Bürgermeister Michael Hausperger betonte den großen Beitrag, den die Oberbergkirchner Musikanten für das Dorfleben leisten, gerade bei Feiern wie dem Maibaumaufstellen oder dem Dorffest. Mit dem Neujahrsanspielen ginge das Jahr außerdem gleich gut los. Er sah bei der Menge an Kindern in Oberbergkirchen Potenzial für viele Nachwuchs-Musikanten.

Eibelsgruber schlug schließlich vor, ein Bild vom verstorbenen Gründungsmitglied und ehemaligen Vorsitzenden Hans Stadler im Probenraum aufzuhängen, um das Andenken an ihn und seinen besonderen Einsatz aufrecht zu halten.

Der neu gewählte Vorsitzende Markus Mayer nahm dann als erste Amtshandlung eine kleine Anpassung der Satzung, in die aus steuerlichen Gründen die Gemeinnützigkeit des Vereins aufzunehmen war. Der Beschluss erfolgte einstimmig.

Die Oberbergkirchner Musikanten, bestehend aus aktuell 25 aktiven und 103 passiven Mitgliedern, wählten an diesem Abend ihren neuen Vorstand.

Johannes Stadler ist zweiter Voorsitzender

Markus Mayer wird als Vorsitzender in die Fußstapfen von Hans Stadler treten, dessen Sohn Johannes Stadler wurde zum zweiten Vorsitzenden gewählt. Das Amt des Kassiers übernimmt Robert Eibelsgruber. Daniela Haider wurde als Schriftführerin wiedergewählt, neuer Elternbeirat ist Sepp Forster.

Die Beisitzer bestehen aus drei aktiven und zwei passiven Mitgliedern. Als Aktive wurden Erhard Stadler und Klaus Hoferer im Amt bestätigt, hinzu kommt Ingo Schneider. Hilde Wittmann und Maria Haider bleiben Beisitzer bei den passiven Mitgliedern.

Notenwart wird Florian Stadler, die Chronik übernimmt ab sofort Andrea Stadler. Martin Müller und Franz Hopf senior übernehmen wieder das Amt der Kassenprüfer und Dirigent bleibt Sepp Eibelsgruber. ai

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