EIN WUNSCH FÜR 2021

Oberbergkirchens Bürgermeister will mit seinen Bürgern wieder ohne Maske reden

Prestigeobjekt der Gemeinde Oberbergkirchen: In das Kinderhaus investierte die Gemeinde einige Millionen Euro. Darin ist auch der neue Sitzungssaal untergebracht. Max Marxbauer (links) vom Bauamt der Verwaltungsgemeinschaft und Bürgermeister Michael Hausperger bei der Inspektion im Sommer.
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Prestigeobjekt der Gemeinde Oberbergkirchen: In das Kinderhaus investierte die Gemeinde einige Millionen Euro. Darin ist auch der neue Sitzungssaal untergebracht. Max Marxbauer (links) vom Bauamt der Verwaltungsgemeinschaft und Bürgermeister Michael Hausperger bei der Inspektion im Sommer.
  • Josef Enzinger
    vonJosef Enzinger
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Oberberkirchen – Wieder ohne Maske mit seinen Bürgern reden zu können – darauf hofft Bürgermeister Michael Hausberger im Jahr 2021. Denn auch im Dorfleben von Oberbergkirchen habe die Pandemie Spuren hinterlassen, sagte er im Interview.

Das Jahr 2020 war bislang von Corona geprägt. Wie haben Sie als Bürgermeister die Pandemie bislang in ihrer Gemeinde miterlebt?

Michael Hausberger: Die Bürger haben sich mit großer Vernunft an die auferlegten Regeln zur Eindämmung der Pandemie gehalten. Dadurch ist die Ansteckung bei den Gemeindebürgern nur vereinzelt aufgetreten. Große Sorge bereitet mir die Tatsache, dass das soziale Leben in der Gemeinde total runtergefahren werden musste.

Das betrifft ja vor allem das Vereinsleben...

Hausberger: Ich hoffe nur, dass das Vereinsleben in der Gemeinde nach der Pandemie wieder zur alten Stärke zurückkehrt. Auch für Verwaltung, Schule und Kindergarten ist die Pandemie eine Herausforderung. Ich kann nur allen danken, die hier Großartiges leisten, um den Betrieb aufrechtzuerhalten.

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Es heißt, dass sich die Pandemie finanziell wohl im nächsten Jahr auswirken wird, wenn etwa Gewerbesteuereinbrüche oder eine rückläufige Einkommensteuer sich auf die Finanzen der Gemeinde auswirken. Wie sehen Ihre Prognosen aus?

Hausberger: Das Jahr 2022 wird für die Gemeinde ein schwieriges Jahr werden. Die Schlüsselzuweisung und die Einkommenssteuerzuweisung werden stark sinken und gleichzeitig wird eine Kreisumlageerhöhung nicht ausbleiben. Die Gemeinden werden froh sein müssen, wenn sie ohne Neuverschuldung den Verwaltungshaushalt mit den Einnahmen abdecken können. Es ist nur gut, dass wir in den letzten Jahren solide gewirtschaftet haben. So werden wir dieses Einnahmentief schon überstehen. Wichtige Investitionen wurden zum Großteil bereits 2020 mit dem Kindergartenbau, Breitbandausbau und dem Baulanderwerb erledigt.

Worauf wird der Fokus im nächsten Jahr liegen oder müssen lange geplante Investitionen aufgeschoben werden?

Hausberger: In den nächsten Jahren steht die Sanierung des Brunnens und des Hochbehälters auf der Agenda.

Rückblick auf 2020: Welches Ereignis war für Sie das Bewegendste beziehungsweise das wichtigste?

Hausberger: Das schönste und wichtigste Ereignis war für mich die Geburt unseres Enkelkindes. Ein wichtiges Ziel in der Gemeinde konnte mit dem Bezug unseres „Haus des Kindes“ St. Martin im August erreicht werden.

Besonders jetzt in der Pandemiezeit gewährleistet das großzügige Platzangebot für die einzelnen Gruppen eine sichere Betreuung der Kinder. Auch mit dem Glasfaserausbau im Außenbereich konnten wir mit der Inbetriebnahme eines großen Teils des Ausbaugebietes einen wichtigen Schritt für die zukunftssichere Versorgung unserer Gemeinde mit schnellem Internet erreichen.

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Welche Entscheidungen im vergangenen Jahr haben besonders viel Energie gekostet?

Hausberger: Natürlich war die Corona Pandemie für uns alle eine Herausforderung und hat zusammen mit den Baumaßnahmen viel Energie abverlangt um alles bewältigen zu können. Hier möchte ich die gute Zusammenarbeit der Schulfamilie, dem Personal unseres „Haus der Kinder“ und der Verwaltung betonen und mich dafür recht herzlich bedanken.

Über welche Nachricht würden Sie sich 2021 besonders freuen?

Hausberger: Wenn durch die Impfungen wieder Normalität in unser Leben und unsere Gemeinde einkehren würde, das Vereinsleben wieder ein hohes Niveau erreicht und ich mich wieder ohne Maske mit meinen Bürgern unterhalten kann.

Mit welchem Leitsatz gehen Sie in das Jahr 2021, das noch lange von Corona geprägt sein wird…

Hausberger: Mit Zuversicht und positiven Gedanken ins neue Jahr 2021.

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