Nachruf auf Karl Jost aus Oberbergkirchen

Karl Jost

Oberbergkirchen/Geiselharting –Im engsten Familienkreis ist Karl Jost beerdigt worden.

Der „Froschmoier Karl“ kam 1929 in Geiselharting als drittes von fünf Geschwistern zur Welt. Schon als Dreijähriger verlor er seine Mutter. Karl Jost besuchte die Volksschule in Oberbergkirchen sowie sonntags die Feiertagsschule. Während des Krieges wurde er für einige Monate beim „Volkssturm“ ausgebildet.

Nachdem der Bruder im Krieg gefallen war, ging die Hofnachfolge an Karl. Er besuchte die Winterschule. Als leidenschaftlicher Bauer war auch die anfangs noch schwere Arbeit mit den Pferden auf dem Feld für ihn selbstverständlich.

1959 heiratete er seine Marianne. Den Eheleuten wurden zwei Söhne und drei Töchter geschenkt. Ihr ganzer Stolz waren die 13 Enkel. 2009 feierten die Eheleute ihre goldene Hochzeit.

Karl Jost galt als geselliger, und lebensfroher Mensch. Er war 35 Jahre lang Ortsobmann der Waldbauern sowie mehrere Jahre im Aufsichtsrat der Raiffeisenbank. Nach der Hofübergabe an Sohn Karl mit Elfriede 1996 besuchte er gerne die Seniorennachmittage. Das wöchentliche Kartenspiel mit seinen Kameraden – am liebsten Wallachen – war ihm besonders wichtig. Im Austrag stand er seinem Sohn und seiner Schwiegertochter hilfreich zur Seite.

Seit seiner ersten schweren Operation 2011 war Karl Jost auf Hilfe angewiesen. Trotzdem verlor er nie den Mut. „Es muss ja wieder aufwärts gehen“, pflegte er zu sagen. Ein schwerer Schicksalsschlag war 2018 der plötzliche Tod seiner Frau.

Die vielen Jahre seiner Pflege verbrachte Karl Jost in gewohnter Umgebung, stets umsorgt von seiner Familie. Eine erneute gesundheitliche Verschlechterung in den letzten Wochen erforderte einen Aufenthalt im Pflegeheim. Aufgrund dessen, verbunden mit den Beschränkungen der Corona-Krise, verließ ihn seine Kraft. Sein Tod kam für alle trotzdem überraschend. ai

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