Nach Krankheit verstorben

Nachruf auf Franz Kriegl aus Oberbergkirchen

Franz Kriegl
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Franz Kriegl

Trauer erfasste die Gemeinde Oberbergkirchen bei der Nachricht, dass Franz Kriegl nach längerer Krankheit im Alter von 71 Jahren verstorben ist.

Oberbergkirchen – Sein Lebensweg begann am 5. Oktober 1949 in Wambach/Taufkirchen Vils, wo seine Eltern ein Gasthaus bewirteten. Neben seinen Schwestern Marianne und Irene war er das mittlere Kind. Nach ein paar Jahren zog die Familie nach Oberbergkirchen, wo sie den Pfarrhof bewirtschafteten. Sein beruflicher Werdegang begann nach der Schule in Oberbergkirchen mit der bäuerlichen Arbeit auf dem Pfarrhof, fortan war er ein Bauer aus Leidenschaft. Weitere Kenntnisse für die Landwirtschaft hat er 1957 in der Winterschule in Schweikelberg erworben, wo er auch den Landwirtschaftsmeister machte. Später zog Kriegl mit seinen Eltern nach Muttersham auf den Hof der Tante Rosalia Kriegl, den sie ihm 1987 übergab. Den Pfarrhof bewirtschaftet er dennoch weiter. Als leidenschaftlicher Bauer war er Mitglied im Bauernverband, wo er die silberne Auszeichnung erhielt. 1990 heiratete er Elisabeth Obermaier, die ihm die Kinder Franz und Sabine gebar. Nach einigen Jahren gingen die beiden aber wieder getrennte Wege. Kriegl zog nach Rott um, wo er seit 20 Jahren seinen Lebensmittelpunkt hatte, nebenbei fand er noch eine Anstellung bei der Mühle in Mühldorf. Obwohl die letzten Jahre seines Lebens gesundheitlich immer schwieriger wurden, versorgte er sich immer gerne selbst.

Kriegl war in Oberbergkirchen sowohl politisch als auch gesellschaftlich eine geschätzte und prägende Persönlichkeit. Ein Denkmal setzte sich Kriegl Ende der 80er-Jahre, wo er maßgeblich an der Verhinderung der Mülldeponie in Perlesham beteiligt war. Gleich nach der Bundeswehrzeit bei den Gebirgsjägern in Bad Reichenhall trat er der Krieger- und Soldatenkameradschaft Oberbergkirchen bei und war einige Jahrzehnte deren Vorsitzender. Seine politische Arbeit rund um die CSU, auch als Vorsitzender, – einige Jahre engagierte er sich auch im Gemeinderat – prägten sein Leben. Auch bei Dorf- und Vereinsfesten brachte er sich immer gern ein. Viele trauern um Kriegl, dessen erfülltes Leben zu früh endete. (fma)

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