Oberbergkirchen: Neues E-Auto befindet sich in der Testphase

Das Elektrofahrzeug für Oberbergkirchen nahmen Bürgermeister Michael Hausperger (rechts) und Verwaltungsmitarbeiterin Steffi Bauer in Empfang. Einige Räte machten mit dem Siebensitzer Probefahrten.
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Das Elektrofahrzeug für Oberbergkirchen nahmen Bürgermeister Michael Hausperger (rechts) und Verwaltungsmitarbeiterin Steffi Bauer in Empfang. Einige Räte machten mit dem Siebensitzer Probefahrten.

Das Thema E-Carsharing in Oberbergkirchen nimmt – im wahrsten Sinne des Wortes – Fahrt auf. Anfang August nahmen Bürgermeister Michael Hausperger (CSU/Parteifreie) und Verwaltungsmitarbeiterin Steffi Bauer den Nissan E NV 200 in Empfang.

von Sabine Gillhuber

Oberbergkirchen – Das Thema E-Carsharing in Oberbergkirchen nimmt – im wahrsten Sinne des Wortes – Fahrt auf. Anfang August nahmen Bürgermeister Michael Hausperger (CSU/Parteifreie) und Verwaltungsmitarbeiterin Steffi Bauer den Nissan E NV 200 in Empfang. In den letzten Wochen unternahmen einige Gemeinderatsmitglieder Testfahrten mit dem Siebensitzer. Geparkt und mit Solarstrom geladen wird das Fahrzeug am Rathaus.

Am Sonntag, 27. September, findet eine Öffentlichkeitsinformation statt, mit der das E-Auto in die nächste Phase übergeht und von der Allgemeinheit genutzt werden kann. Etwa zwei Wochen vorher startet eine Werbekampagne mit Plakaten, kündigte der Bürgermeister an.

Gemeinderätin und Testfahrerin Sabine Hopf (CSU/Parteifreie) berichtete in der letzten Ratssitzung von ihren Erfahrungen und brachte einen Vorschlag für den Parkplatz des Fahrzeugs hinter dem Rathaus vor. Hier sei unbedingt ein Licht mit Bewegungsmelder nötig, da die Beleuchtung nach Einbruch der Dunkelheit nicht ausreichend ist.

Auch bei der Benutzung des Fahrzeugs mit der zugehörigen App war sie über die eine oder andere Tücke gestoßen. Wird die Buchung des Fahrzeugs in der App als abgeschlossen markiert, lässt sich das E-Auto nicht mehr öffnen und der Fahrer sei sozusagen „ausgesperrt“. Durch eine erneute Buchung können sich die Benutzer jedoch schnell wieder Zugang verschaffen. Hopf ist eher skeptisch, ob die Nutzung des Fahrzeugs in der Gemeinde reibungslos funktionieren wird. Gerade für Mitbürger außerhalb des Ortsbereichs sei es wenig sinnvoll, wenn der Benutzer „mit dem Auto zum Auto fahren muss“.

Hopf und einige weitere Gemeinderatsmitglieder befürchteten Reibungspunkte bei der Belegung. Der Siebensitzer soll sowohl von Vereinen als auch von Privatpersonen genutzt werden können. Bürgermeister Hausperger erläuterte, eine derart starke Nachfrage wäre wünschenswert und in diesem Fall sei auch ein zweites E-Auto eine Option.

Für die private Nutzung des Fahrzeugs fallen 2,50 Euro je Stunde Gebühren an. Die Gemeinde möchte jedoch bestimmte Fahrten kostenfrei halten, zum Beispiel Fahrdienste für Personen, die selbst nicht mehr mit dem Auto fahren können oder Fahrten für die Sportvereinsjugend. Hier sind noch die genauen Bedingungen festzulegen. Gemeinderätin Manuela Brenninger (UWG) kann sich in ihrer Position als Seniorenbeauftragte durchaus vorstellen, solche Fahrten anzubieten.

Eine offene Frage ist auch, wer sich um das Fahrzeug kümmert. Laut Hausperger betreut der Verein Landmobile alle technischen Angelegenheiten rund um das Auto. Trotzdem sei, wie es Gemeinderat Willi Kreck (Grüne) ausdrückte, „ein Kümmerer“ nötig, der das Fahrzeug beispielsweise gelegentlich putzt. ai

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