Oberbergkirchen macht mobil

Oberbergkirchen – Die Gemeinderäte Willi Haas (CSU), Willi Kreck (BÜNDNIS 90/Die Grünen), Josef Fuchs (BÜNDNIS 90/Die Grünen) und Konrad Bichlmaier (UWG) beantragten die Erstellung eines Radwegekonzepts für die Gemeinde Oberbergkirchen.

Individuelle Mobilität müsse sich in Zukunft mehr auf das Radfahren konzentrieren.

Die meisten Gemeindeverbindungsstraßen sowie die Kreis- und Staatsstraßen seien für den Fahrradverkehr ungeeignet, weil sie zum einen zu gefährlich und zum anderen topografisch oft ungünstig oder in der Strecke zu lang sind. Radwege würden nur angenommen, wenn sie eine kurze und sichere Verbindung von A nach B gewährleisten.

Als weitere Argumente wurden die Radregion Inn-Salzach, der sichere Weg zur Schule durch Einschränkung der „Eltern-Taxis“, die Vernetzung der Ortsteile und die Vorbildfunktion als klimafreundliche Kommune angeführt.

Gemeinde willbesseres Radwegnetz

Bürgermeister Michael Hausperger (CSU) erklärte, dass der Gemeinde schon immer daran lag, das Radwegenetz zu verbessern. Er nannte als Beispiele den Weg von Loipfing nach Stattenberg oder auch nach Perlesham. Im Zuge des Neubaus des Kinderhauses sei ein Radweg von Oberbergkirchen bis zum Mobilfunkmasten geplant. Bei weiteren Abschnitten, wie von Bichling Richtung Brodfurth, besteht derzeit jedoch keine Möglichkeit, einen Radweg zu errichten. Zudem können gut präparierte Kiesstraßen ebenfalls als Radweg genutzt werden.

Willi Kreck erläuterte weiter, dass bestehende Straßen wie nach Perlesham oder Egglham in das Konzept miteinbezogen werden sollen. Vorhandene Wege könnten außerdem anders aufgekiest werden. Ziel soll die Verbindung der Gemeindeteile sein, wie zum Beispiel nach Irl oder Asenham oder auch von Oberbergkirchen nach Bichling. Die Projektfindung könnte im Sommer 2020 beginnen und so erste Projekte möglicherweise schon im Jahr 2021 gestartet werden. Die Gemeinde ist bereit, hierfür auch eigene Finanzmittel bereitzustellen.

In einem ersten Schritt soll der Bauausschuss nun mögliche Streckenführungen für ein Radwegekonzept erarbeiten, das über das bereits bestehende Radwegenetz Inn-Salzach hinausgeht. Der Beschluss erfolgte einstimmig.

Car-Sharing-Projektstartet im Landkreis

In diesen Tagen startet außerdem das Fahrzeug-Sharing-Projekt „landmobile.de“ des Landkreises. Hierfür beschloss der Gemeinderat in der letzten Sitzung den Bedarf, der gemeldet werden soll. Als Fahrzeug wurde die Option „Kleintransporter/Mehrsitzer“ gewählt, zudem wird eine Ladestation benötigt.

Aus dem Projektbudget kann jedoch voraussichtlich nicht für jede Projektkommune – auch Ampfing, Buchbach, Haag, Neumarkt-St. Veit, Schönberg und Schwindegg beteiligen sich – eine Ladesäule gefördert werden. Plan B wäre daher ein Antrag im Förderprogramm „Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge in Bayern“.

Die Gemeinde hatte sich außerdem schon detaillierte Gedanken zum Car-Sharing in Oberbergkirchen gemacht. Die Autorisierung soll mittels Chip oder Chipkarte erfolgen. Ehrenamtliche, die geförderte und somit kostenfreie Fahrten vornehmen, erhalten hierfür eine eigene Karte.

Für die kostenpflichtigen Fahrten sollen die Kosten niedriger sein als bei der Nutzung des eigenen Fahrzeugs. Das Buchungstool sollte außerdem mit dem Fahrzeug kommunizieren können, damit der Standort und der Ladezustand des Akkus bekannt sind und berechnet werden kann und welche Reichweite bei der nächsten Reservierung erreicht wird.

Alle Gemeinderäte stimmten für die Bedarfsmeldung sowie die ersten Überlegungen.

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