Oberbergkirchen: Wie der Gemeinderat den gefährlichen Weg zum Kindergarten entschärfen möchte

Der Überweg zum neuen Kinderhausist an dieser Stelle aktuell sehr gefährlich – doch die Gemeinde hat bereits eine mögliche Lösung gefunden. Gillhuber

Ein Zebrastreifen wurde im Gremium diskutiert. Aber nicht alle halten ihn für die richtige Lösung.

Oberbergkirchen – In der letzten Gemeinderatsitzung wurde bereits darüber diskutiert, wie der Weg zum neuen Kinderhaus sicherer gemacht werden kann. Hintergrund: Während es an der Staatsstraße bereits eine Verkehrsinsel gibt, haben die Kinder, die an der Hauptstraße entlang Richtung Kindergarten gehen, einen sehr weiten und im Kreuzungsbereich gefährlichen Überweg. Nun wurden erste Lösungsmöglichkeiten vorgestellt.

Schleppkurven von Lkw berücksichtigen

Das Planungsbüro ermittelte dafür zunächst die Schleppkurven von Sattelzügen, deren Zufahrt in Richtung des Ziegelwerks in Aubenham weiterhin gewährleistet sein muss. Als Kompromiss für Fahrzeuge und Fußgänger stellte sich folgende Variante heraus: Gegenüber der Bushaltestelle an der Grundschule, kurz vor der ersten Garageneinfahrt, könnte die Fahrbahn so verengt werden, dass sich zwei Pkw begegnen können, ein Lkw jedoch halten müsste. Dadurch wird der Überweg für Fußgänger verkürzt und durch die Verengung gleichzeitig eine Geschwindigkeitsreduzierung erreicht.

Queren an der breiten Stelle verhindern

Der aktuell unmittelbar nach der Schreinerei endende Gehweg soll dazu verlängert werden. Gleichzeitig wird der bestehende Gehweg auf Seiten des Kinderhauses im Kreuzungsbereich der Staatsstraße und der Straße Richtung Aubenham zurückgebaut und in das Grundstück des Kinderhauses hineinverlegt. Durch einen Grünstreifen an der entstehenden Ecke zwischen Gehweg und Straße soll verhindert werden, dass Fußgänger und besonders Kinder trotzdem an dieser breiten Stelle die Straße queren.+++

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Kinder müssen achtsam sein

Gemeinderätin Maria Kirschner (UWG/Bürgerliste) erkundigte sich, ob ein Zebrastreifenangebracht werden soll. Bürgermeister Michael Hausperger (CSU) erläuterte dazu, er sehe dies problematisch, da ein Zebrastreifen den Kindern das Gefühl geben könnte, nicht mehr nach links und rechts schauen zu müssen, was ihnen eine gewisse Achtsamkeit im Straßenverkehr nehme.

Zebrastreifen und das Gefühl der Sicherheit

Gemeinderat Willi Kreck (Bündnis 90/Die Grünen) ergänzte, dass im Schulbereich eine 30-er Zone beschlossen und für die Staatsstraße bereits beantragt worden sei, eine 30er Zone im Kindergartenbereich zu errichten. Dies entspanne die Situation zusätzlich.

Gemeinde in der Verantwortung

Die Gemeinde muss an dieser Stelle Verantwortung tragen, bekräftigte Gemeinderat Wilhelm Haas (CSU/Parteifreie) abschließend die Planungen. Man könnte den Kindergarten nicht einfach verlegen, ohne sich Gedanken zu machen, wie die Menschen dorthin gelangen sollen.

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