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Schnelle Bandbreite

Nur Glasfaser in Oberbergkirchen: Vorzeigekommune mit bis zu 300 Megabit pro Sekunde

Mit Vollgas surfen. Das geht ab sofort in Oberbergkirchen, von links: Michael Schneider von der Energie Südbayern, Bürgermeister Michael Hausperger und Gerhard Krämmer vom Telekommunikationsunternehmen M-net.
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Mit Vollgas surfen. Das geht ab sofort in Oberbergkirchen, von links: Michael Schneider von der Energie Südbayern, Bürgermeister Michael Hausperger und Gerhard Krämmer vom Telekommunikationsunternehmen M-net.
  • Josef Enzinger
    vonJosef Enzinger
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Ein stabiles Netz zum Homescholling, eine sichere digitale Verbindung zur Arbeit und Filme in ordentlicher Qualität streamen: In Oberbergkirchen ist das alles ab sofort möglich.

Oberbergkirchen – Denn die Bauarbeiten für das neue Glasfasernetz in der Gemeinde sind abgeschlossen. Mit einem symbolischen Knopfdruck haben Vertreter der Gemeinde, von Energie Südbayern und von Glasfaseranbieter M-net das neue Netz in Betrieb genommen.

Im September 2019 begonnen

Insgesamt wurden rund 300 Privathaushalte und 30 Gewerbeimmobilien mit FTTH-Anschlüssen (Fiber-to-the-Home) ausgestattet. Sie alle profitieren künftig von leistungsstarken Internetanschlüssen mit Bandbreiten bis zu 300 Megabit pro Sekunde.

Nacherschließung ist bereits beschlossen

Zusätzlich wurde eine Nacherschließung des Ortsteils Rott und des Neubaugebiets „Am Hang“ beschlossen. Die Bauarbeiten starten in Kürze und werden voraussichtlich Ende des Sommers abgeschlossen sein, heißt es dazu seitens der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Oberbergkirchen.

Ausbau hat keine zwei Jahre gedauert

Im September 2019 haben die Gemeinde Oberbergkirchen, der Energieversorger Energie Südbayern und M-net den gemeinsamen Glasfaserausbau beschlossen. Seitdem wurden rund 260 Gebäude im Ort erschlossen. Die damit möglichen FTTH-Anschlüsse bieten besonders hohe und stabile Bandbreiten von derzeit bis zu 300 Megabit pro Sekunde, glasklare Telefonie und einen hochwertigen HD-TV Anschluss, wie das Telekommunikationsunternehmen mitteilt. Der Vorteil von FTTH sei zudem, dass später ohne weitere Bauarbeiten noch wesentlich schnellere Anschlüsse möglich sein werden.

40 Kilometer neue Glasfaserleitungen

Die Tiefbauarbeiten dauerten weniger als zwei Jahre und konnten damit schneller als ursprünglich geplant abgeschlossen werden. Insgesamt hat Energie Südbayern über eine Strecke von 40 Kilometer neue Glasfaserleitungen verlegt und die einzelnen Häuser angeschlossen. Parallel errichtete M-net die notwendige aktive Technik zum Betrieb des neuen Netzes.

Berichte aus Oberbergkirchen lesen Sie auch auf unserer Themenseite.

Bürgermeister Hausperger zählt schnelles Internet zur daseinsfürsorge

„Wie Wasser oder Strom ist schnelles Internet heutzutage eine Frage der kommunalen Daseinsfürsorge. Nicht zuletzt die Corona-Pandemie hat das mehr als deutlich gemacht. Ich bin daher sehr froh und dankbar, dass wir mit dem neuen Glasfasernetz über eine digitale Infrastruktur wie in der Großstadt verfügen“, sagte Bürgermeister Michael Hausperger (CSU).

Lesen Sie dazu auch: Oberbergkirchen ist die Formel Eins im Breitband - Glasfasernetz ist Ende 2020 verfügbar

80 Prozent Förderung für die Erschließung

Oberbergkirchen war damals quasi Pilotgemeinde im Landkreis. Das Projekt hat im Rahmen des Bundesförderverfahrens großzügige Unterstützung erhalten: 30 Prozent vom Land und 50 Prozent vom Bund. Oberbergkirchen schöpfte insgesamt 80 Prozent an Fördermitteln ab und muss fürs schnelle Surfen selbst keine Million Euro mehr hinblättern. Auf insgesamt 3,25 Millionen Euro wurden die Kosten des Ausbaus beim Spatenstich vor zwei Jahren beziffert.

Auch interessant:Verwaltungsgemeinschaft Rohrbach schwenkt auf Gigabit um

Auch Schönberg in Sachen Glasfaser im Landkreis führend

In Sachen Glasfaser ist Oberbergkirchen nicht die einzige Kommune innerhalb der VG, die ihre Hausaufgaben in Sachen Breitband gemacht hat. Auch die Haushalte in Schönberg sind zu 100 Prozent an Glasfaser angeschlossen. Vorausgesetzt man bucht den entsprechenden Tarif, bestehen beste Voraussetzungen für Homeoffice und Homeschooling.

40 Prozent der Oberbergkirchener haben bereits Interesse bekundet

Und auch die Anschlussbereitschaft in Oberbergkirchen ist hoch, wie Sabine Salzberger, Expertin der VG in Sachen Internet, bestätigt. Knapp 40 Prozent aller Oberbergkirchener hätten bereits signalisiert, dass sie zukünftig das schnellere Netz nutzen werden.

Jetzt winken bis zu 90 Prozent Förderung

Ähnlich schnelle Voraussetzungen will man auch in Lohkirchen und Zangberg, den beiden anderen Kommunen der VG, schaffen. Dort surfen die Bewohner dann, wenn alles gut läuft, noch schneller, im Gigabyte-Bereich. Bis zu 90 Prozent Förderung gibt es im Rahmen des Gigabit-Förderprogramms, für das sich Zangberg und Lohkirchen bewerben wollen. Derzeit läuft in beiden Kommunen das Markterkundungsverfahren. Auf Grundlage der daraus gewonnenen Erkenntnisse werden die jeweiligen Gemeindegremien dann entscheiden, wie weiter verfahren wird.

Glasfaser mit Bandbreiten von 100 Megabit und höher sei die Zukunft, betont Salzberger: „Die Leitungen sind stabil und zuverlässig. Und die Schnelligkeit machen den Wohnort attraktiver.“

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