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So geht es mit der Kindertagesstätte weiter

Bürgerversammlung in Niedertaufkirchen: Diese Fragen brennen den Bürgern unter den Nägeln

Derzeit sind die Kinder, die die Kindertagesstätte besuchen, in zusätzlichen Containern untergebracht. Jetzt aber strebt die Gemeinde eine Erweiterung in Richtung angrenzenden Bolzplatz an.
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Derzeit sind die Kinder, die die Kindertagesstätte besuchen, in zusätzlichen Containern untergebracht. Jetzt aber strebt die Gemeinde eine Erweiterung in Richtung angrenzenden Bolzplatz an.
  • Karlheinz Jaensch
    VonKarlheinz Jaensch
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Diesmal fand die Bürgerversammlung der Gemeinde Niedertaufkirchen im Saal des Landgasthofs Rosskothen statt, in der Bürgermeister Sebastian Winkler (FWG) von seiner Arbeit und der des Gemeinderates berichtete. Anschließend hatten die Bürger die Gelegenheit, Fragen zu stellen.

Niedertaufkirchen – Die Einwohnerzahl gab er mit 1492 bekannt, 18 mehr als vor einem Jahr. In 80 Beschlüssen entschied der Gemeinderat über Angelegenheiten der Gemeinde. Die große Nachfrage, sowie häufige positive Rückmeldungen der Eltern zeigen, dass die Kindertageseinrichtung für den Ort ein großer Gewinn ist. Ihre Erweiterung wird aber die Verlegung des Bolzplatzes erfordern. Ein geeignetes Grundstück für den neuen Platz ist aber schon gefunden.

In allen drei Baugebieten sind Spielplätze vorhanden, deren Geräte der Bauhof aufstellte. Gut für die Sicherheit sorgen die intakten Feuerwehren von Roßbach und Niedertaufkirchen.

Wasser und Abwasser werden teurer

Der 2020 beschlossene Verkaufsstopp für die letzten beiden Grundstücke in Einfeld II behält der Gemeinderat noch aufrecht.

Um kostendeckend zu bleiben, werden die Gebühren von Wasser und Abwasser demnächst erhöht werden, denn die Untersuchungen und Ausbesserungen der Leitungen werden derzeit durchgeführt, und die Kosten dafür auf Verbraucher umgelegt.

Es wurden in Gemeindestraßen 6000 Quadratmeter Oberflächenbehandlung durchgeführt, was deren Lebensdauer und Qualität wesentlich verbesserte. Ein Radweg von Brandlhub ortseinwärts ist angedacht. Eine Machbarkeitsstudie soll die finanzielle Möglichkeit erkunden.

Winkler erinnerte an die Meldepflicht der Hundebesitzer, und dass das Freilaufen der Tiere in Wald und Wiese verboten sei. Löschweiherbesitzern empfahl er Anträge auf Zuschuss für das Räumen bei der Gemeinde zu stellen, der bis zu 500 Euro gewährt werden kann.

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Ziel der Gemeinde ist der Breitbandausbau für alle Anwesen im Innen- und Außenbereich. Trotz der zu erwartenden 90 Prozent Zuschuss ist der Anteil der Gemeinde noch sehr hoch.

Die Gemeinde ist dem Energieeffizienzwerk in den Landkreisen Mühldorf, Altötting und Rottal-Inn beigetreten. Aufgrund der aktuellen Entwicklung im Energiebereich kommt dem Thema besondere Bedeutung zu.

Von den Bauhofarbeitern wurden bereits viele Leuchten in den gemeindlichen Gebäuden auf LED umgerüstet. Im Rathaus wurde ein Aufzug installiert. Es ist dort alles barrierefrei erreichbar. Die Straßenbeleuchtung wird auf LED umgestellt.

Gemeinde baut Schulden ab

Geschäftsstellenleiter Georg Wagenbauer trug den Kassenbericht vor. Demnach beträgt der Jahresabschluss 2021 im Gesamtergebnis 3,96 Millionen Euro. Die Summe im Verwaltungshaushalt beläuft sich auf circa 2,58 Millionen Euro, die im Vermögenshaushalt auf 1,38 Millionen Euro.

Größte Einnahmeposten sind die Einkommenssteuer, die Entnahme aus den Rücklagen und Schlüsselzuweisungen. Mit einer dreiviertel Million schlägt die Kreisumlage bei den Ausgaben zu Buche. Die Zuführungen zum Vermögenshaushalt und die Allgemeinen Umlagen an Zweckverbände überschreiten ebenfalls eine halbe Million. Dennoch konnte der Schuldenstand der Gemeinde um 33.334 Euro auf unter 200.000 Euro gesenkt werden.

Landrat Heimerl sieht „schier unlösbare Aufgaben“

Landrat Maximilian Heimerl (CSU) informierte über die Krisen, die den Landkreis durch Corona und den Krieg in der Ukraine betrafen und immer noch belasten. Er sieht im Vorhaben der Regierung, die Flüchtlinge nicht mehr als Asylanten zu behandeln, schier unlösbare Aufgaben auf die Gemeinden zukommen. Er hofft auf eine andere Lösung. Bezüglich „Bauen im Außenbereich“ will seine Behörde den Bauwilligen helfen, aber eben auch nur im Rahmen der Gesetze und Umweltvorschriften.

Die Fragen der Bürger

Dr. Florian Garnich

Am Ende der Vorträge stellten Bürger Fragen an den Bürgermeister. Dr. Florian Garnich fragte namens seiner neunjährigen Tochter, „warum an drei Spielplätzen immer die gleichen Geräte aufgestellt und nicht mehr Spielmöglichkeiten durch unterschiedliche Geräte geschaffen wurden“.

Bürgermeister Winkler erwiderte darauf, dass dies absichtlich so gemacht worden sei, weil sonst mit Beschwerden zu rechnen gewesen sei. „Sicher hätten manche Eltern gesagt, sie fühlen sich benachteiligt, weil an anderen Spielplätzen Geräte stehen, die sie nicht haben.“

Bernadette Peterlik

Bernadette Peterlik lobte zwar, dass sehr viel für die Kindertagesstätte getan werde. Aber: „Für unser Schulhaus bleibt da nichts übrig. Da wären viele Sanierung nötig, vor allem der Pausenplatz bei schlechtem Wetter.“

Bürgermeister Winkler meinte dazu: „Es gibt Eltern, für die gibt’s nur Kindergarten, wenn die Kinder klein sind. Wenn sie größer sind, dann gibt’s nur Schule. Wir müssen mit unseren Mitteln überall den dringendsten Bedarf decken.“ Von der Schule habe er eigentlich keine negativen Meldungen erhalten und die Kita-Erweiterung sei jetzt dringend. „Und bei Regen müssen die Kinder ja nicht am hinteren Platz spielen. Wir haben eine schöne Schule, in die wir fortlaufend investieren.“

Roland Kirsch

Roland Kirsch störte sich an der Abrechnung von Herstellungsbeiträgen für die Wasser- und Abwasserentsorgung für dessen Terrassenüberdachung. „Es gibt dafür doch keine gesetzliche Verpflichtung. Meiner Meinung nach wäre dazu ein Gemeinderatsbeschluss notwendig gewesen. Bürgermeister Winkler und Herr Georg Wagenbauer von der Verwaltung erklärten dazu, dass die Abrechnung so rechtens sei. „Sie erfolgte auf Empfehlung des Bayerischen Gemeindetages.

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