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Schon zum zweiten Mal Siegerin

Volle Punktzahl für Niederbergkirchnerin Andrea Trieflinger bei „Jugend musiziert“

Die Niederbergkirchenerin Andrea Trieflinger gewinnt erneut den ersten Preis beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“.
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Die Niederbergkirchenerin Andrea Trieflinger gewinnt erneut den ersten Preis beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“.

Zither ist ein Instrument, das hauptsächlich für traditionelle Volksmusik bekannt ist. Dass in der Zither aber mehr steckt, beweist die junge Niederbergkirchnerin Andrea Trieflinger. Sie gewann dieses Jahr den ersten Preis im Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ – und das schon zum zweiten Mal.

Niederbergkirchen – „Dass es dieses Jahr so gut geklappt hat, hat mich wirklich gefreut“, sagt Trieflinger. Die Bedingungen für den Wettbewerb seien wegen Corona ganz andere gewesen. „Ursprünglich hätte es einen Wettbewerb in drei Runden gegeben, auf Regional-, Landes-, und Bundesebene.“

2016 noch zu dritt, seit 2018 alleine

Dieses Jahr seien der Regional- und Landeswettbewerb aber zusammengefasst worden zu einem Wettbewerb, der nicht live vor einer Jury, sondern online stattfand. Jeder Teilnehmer musste sein Programm als Video aufnehmen und dieses dann bis Anfang März einsenden. Kurz danach seien dann die Ergebnisse gekommen – für Andrea Trieflinger mit einer Zusage für den Bundeswettbewerb. Der Bundeswettbewerb, der hätte 2021 in Bremen stattgefunden.

„Leider wurde auch hier die Live-Veranstaltung abgesagt“, bedauert Trieflinger. Die Finalisten waren deswegen auch hier wieder aufgefordert, ihr 15- bis 20-minütiges Programm aufzunehmen und einzusenden. Die Niederbergkirchnerin wählte Stücke aus einer Bach-Suite sowie einen Tango und ein modernes Stück. Voraussetzung für das Programm seien Stücke aus mindestens zwei Epochen gewesen, ansonsten konnten die Teilnehmer ihre Stücke frei wählen.

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„Ich wäre wirklich gerne nach Bremen gefahren. Das Finale in einer Stadt in Deutschland wäre ein Highlight für mich gewesen“, so die 21-jährige Zitherspielerin. „Aber ein Online-Wettbewerb ist immer noch besser, als wenn alles abgesagt worden wäre“, nahm Trieflinger die Einschränkung in kauf, „besonders, weil ich dieses Jahr zum letzten Mal teilnehmen konnte.“ Den Wettbewerb „Jugend musiziert“ gibt es für die verschiedensten Instrumente, von Klavier über Geige bis zur Zither.

Jugendliche bis 21 Jahre können als Solisten oder im Ensemble ihr Können präsentieren. 2016 hat Trieflinger zum ersten Mal teilgenommen. Damals mit ihren Freundinnen Manuela Eder und Maria Aimer im Zupf-Ensemble. Damals haben die Drei die Auszeichnung „Mit sehr gutem Erfolg teilgenommen“ erhalten. Zwei Jahre danach, 2018, traute sich Trieflinger dann als Solistin an den Wettbewerb heran. Beim Bundeswettbewerb in Lübeck gewann sie damals den ersten Preis in meiner Altersgruppe.

Dieses Jahr hat sie diesen Erfolg sogar noch übertroffen: Sie gewann beim Bundeswettbewerb nicht nur den ersten Preis, sondern erhielt auch die volle Punktzahl, berichtet die Zitherspielerin stolz.

Die Preisverleihung habe sie zusammen mit ihrer Familie als Online-Veranstaltung über einen YouTube-Livestream mitverfolgt. Durch das außergewöhnlich gute Abschneiden beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ bekam Andrea Trieflinger einen Sonderpreis von der Deutschen Stiftung Musikleben und wurde von der Jury für den Wettbewerb „WESPE“ vorgeschlagen, der im September in Regensburg stattfindet. Unterstützung für die Wettbewerbe bekommt die Niederbergkirchnerin von ihrer Zitherlehrerin Pia Keil. „Pia bereitet mich für die Wettbewerbe vor. Wir suchen gemeinsam das Programm aus und sie unterstützt mich bei der Einstudierung der Stücke.“ Durch Keil sei ihr Interesse an dem Saiteninstrument überhaupt geweckt worden.

Eigentlich wollte sie Klavier lernen

„Ich wollte Klavier lernen und bei Pia Unterricht nehmen. Sie hat mir dann aber auch die Zither gezeigt.“ So sei sie auf den Geschmack gekommen: „Ich habe früher schon Gitarre gespielt und mich dann bei der Zither gleich ein bisschen leichter getan“, erklärt sie.

Andrea Trieflinger ist nicht nur als Solistin tätig, sondern spielt auch in der „Innschleifen Musi“ und den „Silbersaiten“, einem Ensemble, in dem auch ihre Lehrerin Pia Keil mitspielt. Bei all ihrem Können ist das Instrument momentan noch ihr Hobby. Die 21-Jährige arbeitet im Sozialamt in Altötting, die Zither zu ihrem Beruf machen möchte Trieflinger vorerst nicht.

„Ich möchte aber weiterbildende Kurse machen, mit denen ich eine Lehrbefähigung für die Zither erhalte.“ Dann könnte sie sich auch vorstellen, einige Schüler zu unterrichten.

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