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DEBÜTROMAN

Nichts für schwache Nerven: Neumarkter Autorin veröffentlicht „Tanz in die Angst“

Die Autorin mit ihrem Debütroman „Tanz in die Angst“.
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Die Autorin mit ihrem Debütroman „Tanz in die Angst“.

In dem Thriller „Tanz in die Angst“ geht es um die 31-jährige Sophie, die in der Agentur ihres Vaters einen guten Job hat und ein selbstbestimmtes Leben führt. Dann jedoch wird Sophie Opfer einer Vergewaltigung. Kein leichter Lesestoff, den Autorin Hanna Zimmermann in ihrem ersten Roman anbietet .

Neumarkt-St. Veit – Der Thriller „Tanz in die Angst“ist definitiv kein Buch für schwache Nerven. Hinter dem packenden Roman steckt die 31-jährige Autorin Hanna Zimmermann aus Neumarkt St. Veit. Im Interview verrät sie, was sie zu der Geschichte inspirierte.

Ihr Buch ist nicht unbedingt eine Lektüre zum Einschlafen. War von Anfang an klar, dass sie einen Thriller schreiben werden?

Hanna Zimmermann: Ja, auf jeden Fall. Ich lese persönlich auch am liebsten Bücher aus diesem Genre. Mit dreizehn habe ich mein erstes Buch von Stephen King gelesen, der bis heute mein Lieblings-Autor geblieben ist. Seitdem bin ich ein großer Fan von spannender Literatur generell - egal, ob Horror, Thriller oder Krimi. Deshalb war mir eigentlich immer klar: Wenn ich etwas schreibe, dann etwas Spannendes.

Wie sind Sie auf die Idee zu „Tanz in die Angst“ gekommen?

Zimmermann: Im Rahmen der MeToo-Debatte gab es viele Frauen, die mit ihren Erlebnissen im Bereich sexueller Missbrauch an die Öffentlichkeit gingen. Da stellte sich mir die Frage: Was passiert mit jemandem, der eine Vergewaltigung erlebt hat? Wie geht die Person damit um? Daraus entwickelte sich dann die Idee zu diesem Thriller.

Wie ist es für Sie gewesen, über ein so schlimmes Thema wie Vergewaltigung zu schreiben?

Zimmermann: Als Thriller-Fan lese ich selbst viele Bücher, in denen Gewalt vorkommt. Dennoch war es sehr schwer, die Szenen zu schreiben, in denen Gewalt angewendet wird. Vor allem im Lektorat, als ich die Zeilen wieder und wieder lesen musste, war das nicht leicht. Zudem finde ich, dass dieses Thema leicht eine Schwarz-Weiß-Welt heraufbeschwört, in der es nur böse Männer und Frauen als ihre Opfer gibt. Mir war ganz wichtig, über diese Stigmata hinwegzukommen. So habe ich versucht, auch ein positives Männerbild und toughe Frauen in die Geschichte hinein zu bringen. Besonders meine Hauptfigur sollte jemand sein, der es schafft, aus der Opferrolle raus zu kommen und sich nicht darüber definiert. Ich hoffe, das ist mir auch so gelungen.

Wie lange hat es gedauert von der Idee bis zum ersten Manuskript?

Zimmermann: Da vergingen sicher zwei Jahre. Bis zur Veröffentlichung im Jahr 2020 dauerte es dann noch einmal ein bis eineinhalb Jahre. Hauptberuflich arbeite ich ja als PR-Beraterin bei einer Agentur in München, so dass mir zum Schreiben immer nur die Zugfahrt zur Arbeit, die Wochenenden und der Urlaub blieben.

Die Handlung von „Tanz in die Angst“ spielt in Mannheim und in einem kleinen bayrischen Bergdorf. Wie sind Sie auf diese beiden Orte gekommen?

Zimmermann: Da ich selbst in der Nähe von Mannheim aufgewachsen bin, kenne ich diesen Ort sehr gut. Auch ein Teil meiner Verwandtschaft lebt dort, ich habe immer noch einen Bezug dazu. So lag es nahe, meine Geschichte auch dort spielen zu lassen. Brock, das Dorf in Bayern, ist tatsächlich ein fiktiver Ort, den habe ich mir also ausgedacht. Da wollte ich einfach ein abgelegenes kleines Bergdorf, das gut zu meiner Handlung passt.

Sie kommen also ursprünglich aus der Nähe von Mannheim, arbeiten in München. Was hat Sie nach Neumarkt-St. Veit verschlagen?

Zimmermann: Ich arbeite wirklich gerne in München, aber privat mag ich es lieber ländlich. Deshalb habe ich seit Längerem etwas im Umkreis München gesucht. Dann haben wir dieses Haus hier in Neumarkt gefunden gewusst: hier wollen wir bleiben. In Neumarkt ist es, im Gegensatz zu München, so schön ruhig. Die Gegend ist auch sehr schön und vor allem die Leute sind sehr freundlich!

Sind nach diesem ersten Buch schon weitere Bücher in Planung?

Zimmermann: Ja, ich arbeite schon wieder an einem neuen Roman! Zu meinem nächsten Buch kann ich schon sagen, dass es wieder ein Thriller wird. Es spielt auch wieder in Bayern. Ich finde Bayern so einen guten Ort für Geschichten, weil es so vielseitig ist: Es hat die große Stadt München, aber auch die ländliche Gegend und die Berge.

Es fehlt also nicht an Ideen für neue Geschichten?

Zimmermann: Nein, eher im Gegenteil! Ich habe das Gefühl, dass ich mich seit meinem ersten Buch noch leichter zu neuen Ideen inspirieren lasse. Ich blicke ganz anders auf die Welt: Hinter jeder verschlossenen Tür könnte für mich ein Geheimnis stecken.

Vergewaltigung, Intrigen und einige Geheimnisse

In dem Thriller „Tanz in die Angst“ geht es um die 31-jährige Sophie, die in der Agentur ihres Vaters einen guten Job hat und ein selbstbestimmtes Leben führt. Dann jedoch wird Sophie Opfer einer Vergewaltigung. Ihr bisheriges Leben gerät aus den Fugen. Während die Polizei auf der Suche nach dem Täter ist, versucht Sophie, sich in ihr altes Leben zurück zu kämpfen. Es ist aber nichts wie vorher: Trotz der Bemühungen der Polizisten scheint der Täter immer einen Schritt voraus und Sophie fürchtet jederzeit, wieder von ihm überfallen zu werden.

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Gleichzeitig wird Sophie immer wieder von Albträumen und bedrohlichen Wahnvorstellungen heimgesucht, die mit ihrer verstorbenen Mutter zusammenhängen. Diese ist bei einem Autounfall ums Leben gekommen, als Sophie ein Baby war. Von ihren heftigen Albträumen misstrauisch gemacht, beginnt die Protagonistin, diese Geschichte anzuzweifeln. Sie vermutet, dass es eine anderen, schreckliche Ursache für den Tod ihrer Mutter geben könnte. Sophie begibt sich auf die Suche nach den Spuren ihrer Mutter und reist zu ihren Großeltern nach Bayern, die sie vorher nie kennengelernt hat. Dort scheint jedoch nicht alles mit rechten Dingen zuzugehen. Bald findet Sophie heraus, dass ihre Familie nicht nur ein dunkles Geheimnis hütet, und damit begibt sich in allergrößte Gefahr…

Thriller, der seinen Namen verdient hat

„Tanz in die Angst“ ist ein Buch, das die Bezeichnung „Thriller“ wirklich verdient hat. Schon ab der ersten Seite sorgt Hanna Zimmermann mit ihrer Geschichte für Nervenkitzel und entführt den Leser in eine Welt voller Lügen und Intrigen. Die Hauptfigur Sophie ist eine Frau, die sich nicht so schnell unterkriegen lässt. Mutig versucht sie, mehr über ihre verstorbene Mutter herauszufinden und lässt sich auch nicht von schrecklichen Träumen und grausamen Entdeckungen aufhalten.

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Im Laufe der Geschichte deckt die Hauptfigur immer mehr dunkle Geheimnisse auf, so dass die Handlung in ihrem Verlauf des Buches immer verstrickter wird. Am Ende lüftet Sophie das dunkle Geheimnis, das ihre Familie viele Jahre versucht hat, zu verstecken und findet heraus, dass auch sie Teil einer schrecklichen Geschichte ist.

Spannung bis zur letzten Seite des 222 Seiten starken Buches

Die Autorin sorgt mit verschiedenen Perspektiven für Abwechslung und lässt die Lösung des Geheimnisses bis zum Schluss offen.

Erschienen ist der Roman im Grafit-Verlag, es hat insgesamt 222 Seiten.

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