Neumarkt will Kindergarten CO2-neutral beheizen –

Ein Stockwerk, große Fenster für helle Räume: So soll der neue Kindergarten in Neumarkt-St. Veit aussehen. Stadt Neumarkt-St. Veit

Nachdem der Neumarkter Stadtrat die Pläne für den Kindergarten erneut vorangetrieben hat, erläutert Bürgermeister Erwin Baumgartner, warum der neue Kindergarten im Gewerbegebiet CO2-neutral ist. Und warum das der ideale Platz ist, trotz mancher Kritik

Neumarkt-St. Veit – Nachdem der Neumarkter Stadtrat bei seiner letzten Sitzung das weitere Vorgehen zum Neubau einer Kindertagesstätte mit zwei Kindergartengruppen und Krippengruppen beschlossen hat, hat Bürgermeister Erwin Baumgartner die Pläne jetzt erläutert.

Der Kindergarten soll ein einstöckiger Bau werden und eine Fläche von 1170 Quadratmetern haben. Die Außenanlage beläuft sich auf über 4500 Quadratmetern „und ist somit sehr, sehr großzügig bemessen“, wie Baumgartner betont.

Ein schwieriges Thema ist die Gründung des Gebäudes. Das sich das Grundstück auf einem ehemaligen und wiederaufgeschütteten Lehmabbaugebiet befindet, ist ein besonderes Fundament notwendig.

Geltinger: Kritik am Standort

Der Stadtrat hat darüber hinaus beschlossen, ein spezielles Fundament zu errichten, um das Gebäude später aufstocken zu können. „Dies ist sehr sinnvoll, da man sich damit einen eventuellen weiteren Neubau sparen kann“, sagt Baumgartner. Die Außenflächen seien auch für weitere Gruppen ausreichend. „Ebenso die großzügige Anlage des Parkplatzbereiches für Eltern und Personal.“

Wegen der notwendigen Gründungsarbeiten gab es im Stadtrat Kritik an den Plänen für den Kindertarten im Gewerbegebiet aus. Ulrich Geltiner (SPD) sprach sich während der Haushaltsberatungen gegen den Standort aus, weil er die Kosten der Fundamentarbeiten fürchtet. Nach seiner Einschätzung werden die Kosten für den Kindergarten damit steigen.

Für Bürgermeister Baumgartner gibt es trotzdem keine Alternative zu dem Platz. „Es ist schwierig, für Kindergärten geeignete Grundstücke zu bekommen“, sagt er.

Bürgermeister; Idealer Platz

Der Platz im Gewerbegebiet sei ideal, das jetzt die drei Kindertageseinrichtungen auf das ganze Stadtgebiet verteilt seien. Die Nähe zum Wohngebiet und die Erschließung mit Straße und Radlweg sei ideal. Die aufwendigere Gründung sei dem Stadtrat bei der Entscheidung bewusst gewesen, auch die damit verbundenen höheren Kosten.

Bei seiner letzten Sitzung hat der Stadtrat laut Baumgartner weiter Detailfragen geklärt und sich um Heizung, Lüftung, Gestaltung der Außenanlagen und Parkplätze befasst. Durch Verzicht auf fossile Brennstoffe soll der Kindergarten CO2-neutral beheizt werden.

Die Stadt setzt dabei auf eine Luftwärmepumpe, die die Außenluft verwendet, um die Räume zu heizen. Da die Stadt für ihre Liegenschaften seit Januar ausschließlich Strom aus erneuerbarer Energie verwendet, kann diese Heizmethode laut Bürgermeister Baumgartner als CO2-neutral bezeichnet werden.

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Die Kostenberechnung geht nach aktuellen Planungsstand von 4,5 Millionen Euro aus, die Stadt erwartet einen Zuschuss von 2,5 Millionen Euro.

Platz für über 70 Kinder

In dem neuen Haus sollen zwei Kindergartengruppen für 50 Kinder und zwei Kindertagesstättengruppen mit 24 Mädchen und Buben Platz finden. Der Bau soll im Mai 2020 beginnen, die Eröffnung ist für September 2021 vorgesehen.

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