Arbeit hält den „Holzmichl“ jung

Michael Klankermeier aus Neumarkt-St.Veit feiert 85. Geburtstag

Glückwünsche an der Haustür: Die Corona-Einschränkungen lassen derzeit keine Feiern zu. Michael Klankermeier freute sich dennoch über jeden Geburtstagsgruß.
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Glückwünsche an der Haustür: Die Corona-Einschränkungen lassen derzeit keine Feiern zu. Michael Klankermeier freute sich dennoch über jeden Geburtstagsgruß.
  • Karlheinz Jaensch
    vonKarlheinz Jaensch
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Neumarkt-St. Veit – Überall ist Michael Klankermeier wegen seiner Geselligkeit und Freundlichkeit beliebt und gerne gesehen.

Umso schwerer fällt es dem gern gesehenen und geselligen Unterhalter, dass Corona ihm den Umgang mit seinen Freunden verbietet. „I gangat schon no gern furt.“ So aber kann er seinen 85. Geburtstag nur im engsten Kreis feiern.

Am 8. Dezember 1935 wurde Michael Klankermeier als viertes Kind der Sägewerksbesitzerfamilie Franz und Theresia Klankermeier in Neumarkt an der Rott geboren. Nachdem er in Neumarkt die Volksschule und in Landshut die Handelsschule absolviert hatte, besuchte er die Holzfachschule in Rosenheim.

Die Arbeit im Betrieb seines Vaters verfolgte und unterstützte er schon als Junge sehr gründlich, und so war es eigentlich kein Wunder, dass er mit 30 Jahren das väterliche Sägewerk im Ortsteil Hundham übernahm. Seitdem hat er den Betrieb laufend mit viel Fleiß und Umsicht vergrößert und modernisiert. 1962 heiratete er Cilly Hoferer aus Roßbach, und schon bald vervollständigten der Sohn Michael und die Tochter Jutta das Glück der jungen Familie.

Michael Klankermeier ist auch am Gemeindeleben Neumarkts immer interessiert. In unzähligen Vereinen ist er heute noch Mitglied, bei einigen hat er jahrzehntelang in der Vorstandschaft entscheidend mitgewirkt. Auf sein Urteil hören die Mitglieder noch heute. In Neumarkts Chören ist er eine wichtige Säule im Bass. Der Liedertafel gehört er sogar seit seinem 18. Lebensjahr an,

Schwere Schicksalsschläge musste Michael Klankermeier auch in seinem Leben ertragen. 1986 verunglückte Tochter Jutta im Alter von 20 Jahren, und im Jahre 2009 seine Gattin Cilly. Tragischerweise waren beide jeweils Beifahrerinnen bei Autounfällen, wodurch sie ums Leben kamen.

Noch heute arbeitet der Michi ganztags im Sägewerk, das er schon im Jahre 2001 seinem Sohn Michael übergeben hatte. Einen Ausgleich zu seiner täglichen Arbeit fand „der Michi“ bis vor Kurzem noch beim Kegeln, Radfahren und Skifahren. Nicht nur wegen Corona hat er sich vorsichtshalber Einschränkungen auferlegt. Sein Weltbild hat er bei privaten oder Gesellschaftsreisen oder in aller Herren Länder gebildet.

Es war aber doch wieder so, dass am Geburtstag des Jubilars, trotz der CoronaKrise, die Honoratioren der Stadt und auch viele Vereinsvorstände, sowie die Freunde und Nachbarn ihrem „Michi“ ihre Glückwünsche für Gesundheit, Wohlbefinden und Fröhlichkeit an der Haustüre oder am Telefon aussprachen.

Neumarkts Bürgermeister Erwin Baumgartner brachte die Glückwünsche der Stadt persönlich mit einem Geschenkkorb, Landrat Maximilian Heimerl und Ministerpräsident Markus Söder gratulierten in eigenen Schreiben. nz

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