Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Zuschuss für ältere Gebäude

„Jung kauft Alt“: Warum Neumarkt-Sankt Veit das Erfolgsprogramm für Wohneigentum ändern will

Um zukünftig förderfähig zu sein, muss ein Gebäude in Neumarkt mindestens 45 Jahre alt sein. Die Entscheidung, ob die Richtlinien entsprechend geändert werden, trifft am Donnerstag der Stadtrat.
+
Die Entscheidung, ob die Richtlinien geändert werden, trifft am Donnerstag der Stadtrat.
  • Josef Enzinger
    VonJosef Enzinger
    schließen

2016 hat Neumarkt-St. Veit ein Programm aufgelegt, das Paaren und Familien die Schaffung von Wohneigentum in gewachsener Umgebung erleichtern und Leerstand in der Bausubstanz im innerstädtischen Bereich entgegenwirken soll. Ein Programm, das gut ankommt. Doch es hat einen Schönheitsfehler.

Neumarkt-St. Veit – „Jung kauft Alt“ heißt dieses Förderprogramm, das in all den Jahren gut angenommen worden ist. Jetzt aber will der Stadtrat in seiner Sitzung am heutigen Donnerstag im Rathaus Schloss Adlstein (Beginn 18.30 Uhr) die Richtlinien ändern.

Es gibt auch längere Förderzeiträume

Konkret sieht das Förderprogramm zweierlei Formen von Zuschüssen vor. Zum einen die einmalige Unterstützung von jungen Paaren beziehungsweise Familien, die Wohneigentum erworben haben und dieses sanieren wollen. Für die Erstellung eines Altbaugutachtens – Ortsbegehung/Bestandsaufnahme mit Modernisierungsempfehlung und Kostenschätzung – gewährt die Stadt Neumarkt-St. Veit einen grundsätzlichen Zuschuss in Höhe von 600 Euro. Pro Kind (maximal zwei) kann diese Förderung um weitere 300 Euro erhöht werden, den Höchstbetrag hat die Stadt aber auf insgesamt 1200 Euro festgelegt.

Auch laufende jährliche Förderung abrufbar

Des Weiteren sind in den Richtlinien auch laufende jährliche Förderungen von Altbauten vorgesehen. Das heißt: Die Stadt Neumarkt gewährt für den Erwerb eines Altbaus über eine Laufzeit von fünf Jahren ab dem Tag des Einzugs in den geförderten Altbau auf Antrag pro Jahr ebenfalls 600 Euro sowie 300 Euro pro Kind – maximal für zwei Kinder. Die gleiche jährliche Förderung kann darüber hinaus auch für einen Gebäudeabbruch und für einen Ersatzneubau gewährt werden.

Stadtrat stimmt über eine entscheidende Änderung ab

Wenn der Stadtrat nun am Donnerstag, 30. Juni, zusammenkommt, dann wird er über eine Änderung abstimmen. In den Richtlinien wurde unter anderem festgelegt, dass Gebäude als förderfähige Altbauten zählen, wenn sie mindestens 35 Jahre alt sind und sich im Geltungsbereich des Förderprogramms befinden.

Unerfahrenerweise auf 35 Jahre gesetzt

Da sich in vielen Fällen die Gebäude, welche 35 Jahre alt sind, in einem noch guten Zustand befinden, bei welchem eine Sanierung nicht zwingend notwendig ist, empfiehlt die Verwaltung, das Mindestalter der förderfähigen Altbauten auf 40 oder 45 Jahre anzuheben. „Wir haben unerfahrenerweise die 35 Jahre festgesetzt, zwischenzeitlich jedoch festgestellt, dass sich die Gebäude in diesem Alter nicht in einem sanierungsbedürftigen Zustand befinden“, erklärt Bürgermeister Erwin Baumgartner.

Bislang 35 400 Euro an laufenden Förderungen ausbezahlt

Laut Verwaltung wurden seit Start des Programms im Dezember 2016 insgesamt 17 Förderungen genehmigt. Bislang wurden 35 400 Euro an laufenden Förderungen ausbezahlt. Alleine im Jahr 2021 wurden für 15 Antragsteller 14 100 Euro an Förderungen ausbezahlt.

Mehr zum Thema

Kommentare