Nachruf

Neumarkt-St. Veits ehemaliger Stadtpfarrer Alois Holzner (83) verstorben

Monsignore Alois Holzner: 34 Jahre lang prägte er die Pfarreien rund um Neumarkt-St. Veit, bevor er 2007 nach Kirchanschöring zu seinem Ruhestandssitz wechselte. Der Seelsorge blieb er auch dann noch verbunden.
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Monsignore Alois Holzner: 34 Jahre lang prägte er die Pfarreien rund um Neumarkt-St. Veit, bevor er 2007 nach Kirchanschöring zu seinem Ruhestandssitz wechselte. Der Seelsorge blieb er auch dann noch verbunden.
  • Josef Enzinger
    vonJosef Enzinger
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Ein Seelsorger mit Leib und Seele: Von 1973 bis 2007 prägte der beliebte Stadtpfarrer den Pfarrverband rund um die Rottstadt.

Neumarkt-St. Veit – 34 Jahre lang, von 1973 bis 2007, prägte Stadtpfarrer Alois Holzner das seelsorgerliche Leben in Neumarkt-St. Veit und seinen umliegenden Pfarreien. Am Dienstag verstarb der beliebte Seelsorger, der nach dem Erreichen des Rentenalters mit seiner treuen Haushälterin Christa Stadler nach Kirchanschöring gezogen ist, aber auch dort stets seiner Berufung gefolgt ist. Mit dem Tod von des 83-Jährigen verliert die Stadt Neumarkt-St. Veit einen seiner Ehrenbürger. Diese Würde teilte sich Holzner mit Altbürgermeister Rudi Berghammer.

„Der Ruhestand eines Priesters besteht zunächst darin, dass alles, was mit Verwaltung zu tun hat, aufhört“, hatte Holzner noch anlässlich seines 50. Priesterjubiläums vor sechs Jahren gesagt. Und er fügte damals hinzu: „Priester bleibt man bis zum Tode“. Damit rezitierte er damals Kardinal Reinhard Marx. Und das war Alois Holzner tatsächlich, weil er seinen Priesterberuf nicht als Beruf, sondern eben als Berufung sah.

Wertschätzung – von der Ministrantenschar bis zu den Senioren

Das brachte ihm in über drei Jahrzehnten seines Wirkens in Neumarkt-St. Veit große Sympathien und eine enorme Wertschätzung quer durch alle Altersstufen, von den Ministrantenschar bis zu den Senioren in der Pfarrei ein, die auch nach seinem Wegzug aus Neumarkt-St. Veit erhalten blieb. Der Kontakt ist nie abgerissen. Zur Feier seines 50. Priesterjubiläums vor sechs Jahren kehrte Holzner zurück in die Gemeinde, in der der den größten Teil seiner seelsorgerlichen Tätigkeit verübt hatte. Regelmäßig machten alte Weggefährten seines Pfarrverbandes ihre Aufwartung in Kirchanschöring im Landkreis Traunstein. Ehrenbürger und Altbürgermeister Rudi Berghammer ließ es sich nicht nehmen mit einer Abordnung der Stadt, Holzner zum 80. Geburtstag zu gratulieren.

Ein Pfarrer in Reichweite

Holzner hatte auch nach der Übersiedlung in seine Wahlheimat Kirchanschöring betont: Ruhestand sei für ihn kein „Unruhestand“. Für ihn bedeute die Abkürzung „i. R.“ in Reichweite; „eine Selbstverständlichkeit zur Mithilfe im hiesigen Pfarrverband“.

Gesundheitlich musste Holzner zuletzt starke Einschränkungen in Lauf nehmen. Eine Krebserkrankung, die sich noch während seines Wirkens in Neumarkt-St. Veit abgezeichnet hatte, überstand der Seelsorger.

Vor drei Jahren machte ihm eine schwere Lungenentzündung zu schaffen. Eine erneute Erkrankung erforderte zuletzt einen mehrtägigen Krankenhausaufenthalt. Davon erholte sich Holzner nicht mehr, friedlich schlief er am Dienstagmorgen ein.

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