Mit Autoaustellung!

Neumarkt St. Veit lässt Mantelsonntag stattfinden

Es wird in Neumarkt-St. Veit trotz Corona einen Mantelsonntag geben, die Geschäfte am Stadtplatz haben an diesem Tag geöffnet. Und es wird Autoausstellungen geben, die strengen Hygienerichtlinien unterliegen. Bunte Fähnchen sollen Festtagsstimmung vermitteln.
+
Es wird in Neumarkt-St. Veit trotz Corona einen Mantelsonntag geben, die Geschäfte am Stadtplatz haben an diesem Tag geöffnet. Und es wird Autoausstellungen geben, die strengen Hygienerichtlinien unterliegen. Bunte Fähnchen sollen Festtagsstimmung vermitteln.

Es gibt wieder einen Mantelsonntag in Neumarkt-St. Veit: Am 18. Oktober werden dann auch Autohändler ausstellen. Dabei gilt es aber diese Hygiene-Richtlinien zu beachten

von Josef Enzinger

Neumarkt-St. Veit– Ausgangsbeschränkungen, Desinfektionshinweise in der Öffentlichkeit, Regelungen zum Tragen von Mundschutz. Die Corona-Pandemie hält weiterhin das gesellschaftliche Leben in Schach. Doch einfach Wegducken – das ist nicht Sache der Verkehrs- und Werbegemeinschaft von Neumarkt-St. Veit. Sie will an ihrem einzig verbliebenen verkaufsoffenen Sonntag des Jahres, den Mantelsonntag festhalten. Am 18. Oktober soll dieser auch mit einem Kirchweihmarkt verbunden sein.

Werbering will Lebenszeichen senden

„Es wird Zeit, dass wir endlich wieder ein Lebenszeichen senden!“, begründet der Vorsitzende der Verkehrs- und Werbegemeinschaft Christian Göttlinger, die Offensive der Geschäftswelt anlässlich des Kirchweihmarktes Mitte Oktober. Dazu waren allerdings ausführliche Gespräche mit den Behörden, mit dem Landratsamt und der Stadt notwendig, schließlich gelten auch bei den Märkten in Coronazeiten extra Regeln, die es zu beachten gilt. Im Bereich der Innenstadt soll es nämlich, wie in den vielen Jahren zuvor, wieder eine Autoausstellung geben.

Pro Autoaussteller nur 50 Personen erlaubt –aber mit Maske

Drei Autohäuser hätten sich angemeldet, berichtet Göttlinger, denen aber für ihre Ausstellung nur abgegrenzte Areale zur Verfügung stehen. „Es gibt einen Zugang und einen Ausgang. Diese Areal dürfen die Kunden und Besucher dann auch nur mit Maske betreten“, erklärt Göttlinger. Die Autohändler hätten selbst Sorge zu tragen, dass sich nicht zu viele Leute in diesem Ausstellungsbereich aufhalten „Wir haben maximal 50 Besucher gleichzeitig pro Autoausstellerfirma vereinbart. Außerdem müssen Desinfektionsspender und Hinweisschilder am Eingang aufgestellt werden.“

Maskenpflicht auch an den Ständen des Kirchweihmarktes

Nicht nur die Autohäuser werden sich präsentieren. Auch Marktstände wird es geben, die in Form von Flatterbänder entsprechend eingegrenzt werden, inklusive separatem Zugang und Ausgang. „Auch hier gilt Maskenpflicht“, so der Hinweis Göttlingers, der mit der Verkehrs- und Werbegemeinschaft auch die Kinder im Blick hat. Außerdem verschenkt der Werbering auch Neumarkter Schokolade. „Am restlichen Stadtplatz gelten keine Einschränkungen, also auch keine Maskenpflicht“, ergänzt Göttlinger. In den Geschäften, Betrieben und Lokalen müssen aber die bisherigen Regelungen berücksichtigt werden.

Den Stadtplatz will der Werbering für den Kirchweihmarkt herausputzen. Fähnchen in weiß und rot sollen quer über den Stadtplatz gespannt werden. Fahnen mit bayerischen Rauten, die von der Lenkungsgruppe in Rahmen von ISEK angeschafft worden sind, sollen für zusätzlichen Schmuck sorgen. Für Göttlinger und Co. ist es wichtig, dass die Geschäftsleute positive Signale aussenden in dieser seltsamen Zeit, die in den vergangenen Monaten auch von einer gewissen Lethargie und auch Angst begleitet gewesen sei.

Geisterhafte Monate liegen hinter den Neumarkter Geschäften

„Das war in den ersten Monaten des Lockdowns und auch danach schon sehr geisterhaft“, sagt Göttlinger. Die Kunden seien sehr zurückhaltend gewesen. Inzwischen aber hätten sich die Kunden an die Masken gewöhnt, „die Leute sind wieder entspannter unterwegs. Es wird wieder etwas normaler – aber es ist natürlich noch nicht normal!“

Standbetreiber haben reges Interesse an Kirchweihmarkt

„Alle ist mit dem Landratsamt abgestimmt. Ich bin mir sicher: Wir sind so aufgestellt, dass die Veranstaltung in der Form ohne Probleme durchgeführt werden kann!“, betont Neumarkts Bürgermeister Erwin Baumgartner. Es sei ein Beitrag zu etwas Normalität, nach der sich auch die Standbetreiber offenbar sehnen. Es hätten sich gleich einige für den Kirchweihmarkt angemeldet, nachdem die Durchführbarkeit des Mantelsonntages offiziell geworden war.

Weihnachtszauber statt Weihnachtsgarten?

Während andere Kommunen schon darüber nachdenken, wie realisierbare Alternativ-Konzepte zu Weihnachtsmärkte aussehen können, will sich der Vorsitzende der Werbegemeinschaft noch nicht festlegen, ob es auch in Neumarkt-St. Veit einen Ersatz für den bereits abgesagten Weihnachtsgarten geben kann. Es sei durchaus möglich, Buden am Stadtplatz aufzustellen, eine Art „Weihnachtszauber“. Doch sei fraglich, ob öffentlicher Alkohol-Auschank, etwa in Form von Glühwein, überhaupt möglich sei. „Entscheidungen in diese Richtung werden wohl kurzfristig fallen, weil natürlich das aktuelle Infektionsgeschehen ausschlaggebend sein wird!“

Kommentare