Neumarkt-St. Veit: Nachruf auf Josefa Aimer

Josefa Auer †
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Josefa Auer †

Neumarkt-St. Veit – Voller Dankbarkeit gab Josefa Aimer im Alter von 92 Jahren ihr langes und erfülltes Leben an ihren Schöpfer zurück.

Auf dem Heimatfriedhof in Schönberg fand die Verstorbene an der Seite ihrer 2002 verstorbenen Schwester Anna ihre letzte Ruhestätte.

Am 30. Mai 1927 wurde Josefa Aimer als jüngstes von vier Kindern auf dem Stemmer-Hof in Eschlbach geboren. Bereits im Alter von zehn Jahren verlor sie ihre Mutter und 15 Jahre später ihren Vater. Ihr einziger Bruder Michael fiel 1943 im zweiten Weltkrieg in Russland. Nach der Volksschulzeit begann ihr Arbeitsleben auf dem elterlichen Bauernhof. Für kurze Zeit war sie an einer Münchener Frauenklinik angestellt. Für zwei Jahre arbeitete sie in einer Strick-Fabrik in Neumarkt St. Veit, ehe sie 1969 zur Firma Bulthaup in Aich wechselte. Dort verdiente sie Ihren Lebensunterhalt bis zum Eintritt in das Rentenalter.

Josefa Aimer, die als tiefgläubig galt, war alleinstehend, aber die Liebe und Fürsorge für ihre Nichten und Neffen und deren Familien erfüllte ihr langes Leben und umgekehrt hatte die „Tante Peppi“ immer einen festen Platz in deren Herzen. Ihr Garten rund um das Eigenheim in der Schötzstraße in Neumarkt St. Veit, in welches sie mit ihrer Schwester 1967 gezogen war und ihr großes Talent im Handarbeiten, Stricken und Sticken waren für die Verstorbene Kraftquellen. Auch die Schönberger Pfarrkirche kam in den Genuss ihres großen Talentes, aufwendig bestickte Altardecken zieren die Pfarrkirche. Sie interessierte sich auch im hohen Alter für das Geschehen in den Nachrichten, in der Politik und in der Heimatzeitung.

Als die Kräfte krankheitsbedingt immer mehr schwanden fand Josefa Aimer Unterstützung in der Familie ihres Neffen Martin in Elsenbach, wo sie am 13. Oktober für immer die Augen schloss. ann

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