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Mit ihren Söhnen im Gespann

Um „Linde 21“ am Neumarkter Stadtplatz zu retten: Mama Sylvia plant imposanten Spendenlauf

Sylvia Steinbach mit ihren beiden Söhnen Simon und Samuel.
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Sylvia Steinbach mit ihren beiden Söhnen Simon und Samuel.
  • Markus Zwigl
    VonMarkus Zwigl
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„Dieser Weg wird kein leichter sein, dieser Weg wird steinig und schwer“, so lautet nicht nur ein bekannter Songtext von Xavier Naidoo, diese Zeilen beschreiben auch das Vorhaben von Sylvia Steinbach. Sie will zusammen mit ihren Söhnen Simon (7) und Samuel (6) möglichst viele Spendengelder erlaufen und damit das Projekt „Linde 21“ zum Erhalt der alten Trauerlinde am Neumarkter Stadtplatz unterstützen.

Neumarkt-St. Veit - Am 7. oder 8. September, je nach Witterung, will sich Sylvia Steinbach auf den Weg von Zell (Lkr. Rottal-Inn) in Richtung Neumarkt-St. Veit machen. Ihr Ziel ist es, möglichst viele Kilometer für den guten Zweck hinter sich zu lassen. Der selbstorganisierte Spendenlauf soll zur Rettung der Trauerlinde am Stadtplatz in Neumarkt-St. Veit beitragen. Das Besondere daran: Die zweifache Mutter ist nicht allein unterwegs, sie hat ihre beiden Söhne im Schlepptau. Während ihr mehrfach behindertes Adoptivkind Simon im Buggy geschoben wird, läuft Samuel (6) mit oder sitzt im selbstgebastelten Anhänger.

Zusammen sind das über 60 Kilo, die ich da zu bewegen habe“, bemerkt Sylvia, die voller Tatendrang ist. Speziell nach den neuersten Ereignissen im Bezug auf die 60 Jahre alte Trauerlinde am Stadtplatz in Neumarkt-St. Veit, die im Zuge der geplanten Stadtplatzverschönerung weichen soll. Denn am vergangenen Donnerstag (2. September) zwischen 21.15 und 21.45 Uhr hat ein bisher Unbekannter mit einer Axt tiefe Kerben in die Trauerlinde geschlagen, die eigentlich gerettet und verpflanzt werden soll.

„Bürgernetzwerk-NSV“ und Bund Naturschutz wollen Linde retten

Mit dem neu gegründeten „Bürgernetzwerk-NSV“ soll die Rettung der Winterlinde realisiert werden. Und diese Aktion will auch Sylvia unterstützen. Zusammen mit einigen engagierten Bürgern von „Bürgernetzwerk-NSV“ hat der Bund Naturschutz Bayern eine entsprechende Spendenaktion ins Leben gerufen, um die Umpflanzung der Winterlinde zu finanzieren. Als Spendenziel für die „Linde 21“ wurde die ambitionierte Summe von 7777,21 Euro veranschlagt. Allein die Kostenschätzung einer Firma, die die Baumverpflanzung übernehmen würde, beläuft sich auf knapp 6000 Euro. Für den neuen Standort des Baumes liegen verschiedene Vorschläge vor, am wahrscheinlichsten scheint ein Platz bei der KZ-Gedenkstätte oberhalb der Stadt.

Sylvia hat selbst zwei Jahre lang in Neumarkt St. Veit gelebt und pflegt weiterhin viele Kontakte dorthin. Auch weil ihr Mann von dort stammt. Als sie von der Aktion hörte, war sie sofort Feuer und Flamme. „Als ich von der Spendenaktion für den Baum erfuhr, fand ich die Idee nicht schlecht, so eine Art Spendenlauf zu unternehmen“, erklärte die Mutter unserer Redaktion.

Und Sylvia bringt in Bezug auf Spendenläufe einiges an Erfahrung mit. Ihr Adoptivkind Simon ist mehrfach behindert und blind, benötigt spezielle Therapien und Behandlungen, wobei die Kosten oft von der Krankenkasse nicht übernommen werden. Deshalb haben die Steinbachs selbst bereits den Verein „Glückskind Simon“. So konnte die Familie schon einige Spenden generieren und anderen betroffenen Eltern die Möglichkeit bieten, sich austauschen zu können.

34 Kilometer von Zell nach Neumarkt-St. Veit

Starten werden die drei bei Zell in der Nähe von Falkenberg. Von dort geht es über Eggenfelden, Huldessen, Massing hoffentlich nach Neumarkt-St. Veit. Dass dieser Weg mit etwa 34 Kilometern nicht der kürzeste und schnellste ist, ist Sylvia bewusst, „doch die Alternativrouten sind aufgrund der schlechten Gehwegsituationen zu gefährlich“. Ziel sei es, „viele Kilometer zu laufen, um eine möglichst hohe Summe für die Verpflanzung beitragen zu können“. Sylvia ist hoch motiviert, wenngleich sie weiß, dass es nicht leicht wird. Ihre Kinder gingen äußerst gerne spazieren, aber man wisse ja nie, was auf so einem langen Lauf passieren werde.

Ein jeder, der Sylvia und das Projekt „Linde 21“ unterstützen möchte, hat noch die Chance, eine selbst gewählte Summe pro gelaufenem Kilometer beizutragen. „Dazu kann man uns unter info@glueckskind-simon.de kontaktieren. Egal ob ein paar Cent oder mehrere Euros“, so Sylvia. Alle Spenden gehen dann direkt an das gemeinnützige Konto des Bund Naturschutzes. Über das Facebook-Profil „Gemeinsam stark für Simon“ will Sylvia ihren Lauf dokumentieren und alle Spender auf dem Laufenden halten.

mz

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