Nachruf

Neumarkt-St. Veit: Lorenz Wastlhuber im Alter von 89 Jahren verstorben

Lorenz Wastlhuber starb im Alter von 89 Jahren.
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Lorenz Wastlhuber starb im Alter von 89 Jahren.

Er war viele Jahre in der Kommunalpolitik tätig, war Mitglied zahlreicher Vereine und kirchlicher Gremien sowie Jahrzehnte lang als Kirchenpfleger aktiv. Jetzt ist Lorenz Wastlhuber im Alter von 89 Jahren gestorben.

Neumarkt-St. Veit – Lorenz Wastlhuber wurde am 17. Dezember 1931 als Sohn der Landwirts-Eheleute Lorenz und Anna Wastlhuber in Neufahrn bei Mettenheim geboren.

Sein Engagement war in vielen Vereinen und Organisationen nicht wegzudenken: So war Wastlhuber zwölf Jahre Zweiter Bürgermeister der Stadt Neumarkt-St. Veit und jeweils 18 Jahre Mitglied des Mühldorfer Kreistages und des Neumarkter Stadtrates. Dinge wie die Sanierung des Freibades, des Herzoglichen Kastens oder des Fruhmannhauses und von Schloss Adlstein fielen in diese Zeit.

Über 27 Jahre war er als Feldgeschworener aktiv und viele Jahre in den Vorstandschaften der Ortsverbände von CSU und BBV.

MItglied in zehn Vereinen

Er gehörte zehn Vereinen an, war Ehrenmitglied beim Arbeiterverein und der Krieger- und Soldatenkameradschaft und seit über 70 Jahren Jubelsodale bei der Marianischen Männerkongregation. Nicht wegzudenken sind die Leistungen und ehrenamtlichen Einsätze, die Lorenz Wastlhuber in über 40 Jahren bei kirchlichen Organisationen sowie Verbänden und Vereinen geleistet hat. 35 Jahre lang war er Kirchenpfleger von St. Veit, 16 Jahre Pfarrgemeinderatsvorsitzender, zwölf Jahre lang Diözesanrat und acht Jahre Dekanatsratsvorsitzender. 26 Jahre brachte er sich mit seiner Erfahrung als Ausschussmitglied im Kreisbildungswerk ein und über 20 Jahre lang als Vorstandsmitglied bei der Caritas-Sozialstation.

Mit zwei Geschwistern in Mettenheim aufgewachsen

Lorenz Wastlhuber wuchs mit zwei Geschwistern auf. Nach der Schulzeit in Mettenheim arbeitete er von 1945 bis 1950 beim Reindl-Bauern in Neufahrn. Anschließend lernte Wastlhuber in Frauendorf das Zimmerer-Handwerk.

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1954 heiratete er in Mettenheim Irmengard Anzinger aus Ebing. Im Dezember 1961 übernahm sie in Furth das Kölbl-Anwesen der Familie Gmeineder und gestalteten das landwirtschaftliche Anwesen mit viel Arbeit zu einer neuen Heimat. Die drei Kinder Johanna, Lorenz und Maria entstammen einer harmonischen Ehegemeinschaft.

Sohn Lorenz im Alter von 54 Jahren verloren

Das Leben spielte sich bei Lorenz Wastlhuber nicht immer auf der Sonnenseite ab. Der Jubilar musste auch viele Schicksalsschläge erdulden, wie den Tod seiner Ehefrau, die am 18. August 2004 im Alter von 69 Jahren starb, und den Tod von Sohn Lorenz am 12. Oktober 2012 im Alter von erst 54 Jahren.

Lorenz Wastlhuber lebte in den letzten Jahren im Altenheim Stift St. Veit und betete dort noch im April jeden Tag mit den Bewohnern im Speisesaal. Als das coronabedingt nicht mehr möglich war, hoffte er, dass er und seine Mitbewohner den Mut nicht verlieren. Er bezog das auch auf das eigene Bedrohtsein durch eine Infektion, sagt aber auch: „Ich bin jetzt 88 alt und habe mein Leben gelebt!“ hsc

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