Neumarkt-St. Veit: Nachruf auf Johann Ecker

Johann Ecker †

Neumarkt-St. Veit – Nach längerem tapfer ertragenem Leiden ist Johann Ecker im Alter von 67 Jahren verstorben.

Johann Ecker wurde am 9. Juni 1952 in Neumarkt-St. Veit geboren und wuchs mit seinem vier Jahre jüngeren Bruder Konrad in Unterwiesbach auf. Von September 1958 bis Juli 1966 besuchte er die Volksschule Wiesbach. Danach begann er 1966 eine dreijährige Ausbildung bei der Deutschen Bundespost und arbeitete anschließend als Postbote in München und in Neuperlach. Seinen Wehrdienst leistete er in den Jahren 1971/72. Ein Höhepunkt dabei war sicherlich die Olympiade 1972 in München, bei der er als Fahrer tätig war.

Anschließend kehrte er zur Post zurück und ließ sich nach Neumarkt-St. Veit versetzen, wo er bis zu seiner Pensionierung tätig war.

Am 15. Oktober 1977 heiratete er Anna Hartlmüller. Dem glücklichen Bund entstammen drei Kinder Michael, Martin und Johanna.

Er war sehr naturverbunden und hat das auch an seine Kinder und Enkel weitergegeben. Obwohl längere Urlaube aufgrund der Arbeit auf dem Hof, den er neben seinem Beruf betrieb, nicht möglich waren, war er mit seiner Familie viel unterwegs. Besonders gerne machte er Tagesausflüge - und diese am liebsten in seine geliebten Berge.

Er war begeisterter Radfahrer, und nachdem er die Landwirtschaft 1999 aufgegeben hatte, unternahm er mit seiner Frau Anna Reisen ins In- und Ausland.

Große Freude hatte er an seinen Bienen und Damhirschen. Besonders als Imker war er ein Tausendsassa, unvergessen ist sein Honigraum mit dem unwiderstehlichen Duft nach Bienenwachs, in dem er Kerzen zog, Honig schleuderte, Met und Propolis produzierte und dies alles mit einer Begeisterung und Freude tat, die einfach ansteckend war. Als Imker war er über die Region hinaus bekannt, und sein Wissen gefragt.

Seine Enkel lehrte er Häuser mauern, Fliesen legen, Bienenhäuser zimmern und Bienenkästen schreinern, Bulldog zerlegen und wieder zusammenbauen. Er wusste viel, konnte viel und lernte immer noch dazu.

22 Jahre war er Vorsitzender der Freiwilligen Feuerwehr Wiesbach. Neben zahllosen Einsätzen bildete das 100-jährige Gründungsfest 1995 einen Höhepunkt seiner Arbeit als Vorsitzender.

In der Kirchenverwaltung war er aktiv. Die Sanierung des Pfarrheims als Heimat für die Pfarrgemeinde und Ortsvereine lag ihm am Herzen. Für die KSK war er jahrelang als Böllerschütze aktiv.

So, wie er sich um seine Kinder und Enkel gekümmert hatte, war er auch bis zur Selbstaufgabe um die Gesundheit seiner Mutter Kreszenz bemüht.

Ein großer gesundheitlicher Einschnitt in seinem Leben war die Diagnose von Diabetes, gegen deren Auswirkungen er diszipliniert, tapfer und mit viel Elan ankämpfte. Auch hier zeigte er wieder seine Beharrlichkeit, und so gelang es ihm, seine Lebensqualität einige Jahre zu erhalten. Leider wurde 2012 eine weitere schwere Erkrankung festgestellt, die ihn im Laufe der Zeit immer mehr beeinträchtigte und ihn schwer zeichnete.

Nachdem sich sein Zustand immer mehr verschlechterte und auch noch ein Schlaganfall vermutet wurde, wurde er am 6. Februar ins Krankenhaus eingeliefert, wo er zwei Monate später verstarb. nz

Kommentare