Neumarkt-St. Veit: Das Waldfest zum 45. Geburtstag blieb nur Wunschdenken

Für einen Geselligkeitsverein ist die Corona-Krise besonders hart: „„Der Kontakt untereinander ist dadurch auch nicht mehr so wie früher“, spürt der Vorsitzende Johann Hobmaier (links) auf dem Archivbild mit den Mitgliedern Andreas Hammermeier und Cilly Peteratzinger.
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Für einen Geselligkeitsverein ist die Corona-Krise besonders hart: „„Der Kontakt untereinander ist dadurch auch nicht mehr so wie früher“, spürt der Vorsitzende Johann Hobmaier (links) auf dem Archivbild mit den Mitgliedern Andreas Hammermeier und Cilly Peteratzinger.

Vereine und Corona: Der Geselligkeitsverein „Nichtraucher“ ist wie viele andere auch zum Nichtstun verdammt – darunter leidet der Kontakt untereinander

Neumarkt-St. Veit – Zwei große Geselligkeitsvereine –die Loher Gmoa und der Fidele Club – haben in den letzten Jahren in der Rottstadt aufgehört zu existieren. Alle Rettungsversuche blieben erfolglos, denn es schien wirklich nichts so ernst zu sein wie der Spaß an der Freud‘.

Corona machte dem Jubiläumsfest einen Strich durch die Rechnung

Ein dritter Verein, der die Geselligkeit groß schreibt, hätte dieses Jahr sein 45. Waldfest in Irlau entsprechend groß feiern wollen. Das Coronavirus hatte aber sämtliche Planungen zunichte gemacht: „Wir hatten für unser Waldfest schon alles vorbereitet“, erzählt Vorsitzender Johann Hobmaier. „Am 28. Juni wollten wir mit einem Feldgottesdienst in Irlau beginnen. Mit der Pfarrei war alles besprochen und das Fest selbst sollte mit noch mehr Attraktionen für Unterhaltung sorgen. Aber das ist nur ein Wunsch geblieben.“

Schon die Jahreshauptversammlung wurde verschoben

Es fing schon damit an, dass die Jahreshauptversammlung mit Neuwahl im März auf unbestimmte Zeit verlegt werden musste. Neben dem Waldfest, das immer schon von der Besucherzahl her ein Neumarkter Großereignis war, fielen auch die zahlreichen vereinsinternen Treffen und Vergnüglichkeiten aus. „Unser Kegelausflug nach Rottenwöhr, das Brunchen in Waldkraiburg, selbst das Minigolfen in Hammer, alles fiel dem Virus zum Opfer.“, fährt er fort.

Verzicht auf Ausflug an den Gardasee

Im Kirchlein in Lamprechten fand alljährlich eine Maiandacht der Nichtraucher statt, und ein Gedenkgottesdienst für die verstorbenen Mitglieder war ein Programmpunkt. Doch 2020 war daran nicht zu denken. Dass ohne Waldfest keine Bierprobe stattfand, war verständlich. Aber der Verzicht auf den Mehrtagesausflug zum Gardasee, der fest geplant war, der tat schon sehr weh.

Hoffnung auf reduzierte Umsetzung einzelner Programmpunkte

„Der Kontakt untereinander ist dadurch auch nicht mehr so wie früher“, spürt der Vorsitzende. „Hoffentlich können wir unsere Programmpunkte zum Jahresende wenigstens im kleinen Kreise erfüllen.

Es ist schon schmerzlich für Vorsitzenden und Mitglieder, wenn das Vereinsleben so arg beschnitten wird, wie es dieses Jahr der Fall war. Wir hoffen, es ist bald vorüber!“ nz

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